Freitag, 26. Januar 2018

Filmemacher

Junge Leute besuchen Filmschule

Region Hannover. Einen Film drehen, auf einem roten Teppich zur Premiere gehen  – ein Traum vieler Jugendlicher. Mit der „Jungen Filmschule – To the Movies 2018“ kann dieser Traum auch 2018 Wirklichkeit werden: Die Workshop-Reihe des Medienzentrums der Region Hannover, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren richtet, startet in die fünfte Runde. Bewerbungsschluss für alle Nachwuchstalente ist der 15. Februar. Das Anmeldeformular ist auf der Internetseite des Medienzentrums unter www.mzrh.de abrufbar.


Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, „dafür aber ein echtes Interesse an der Gestaltung und Umsetzung des eigenen Films“, sagt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Organisator der Jungen Filmschule. Veranstaltungsort ist das Studio des Medienzentrums der Region Hannover, Altenbekener Damm 79, in Hannover. Die Workshops finden zwischen März und Mai an sieben Samstagen von 10 bis 16.30 Uhr statt.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Tödlicher Blick

Der letzte Blick. Foto: ADAC
Handy-Blindflug endet auf Friedhof
Braunschweig/Osnabrück/Hannover. Ein kurzer Blick aufs Handy, tot! Da täglich Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr diesen Blick riskieren, gibt es viele Gründe, um die Unfallursache „Handynutzung"  zu untersuchen. Deswegen werden seit dem 1. Januar 2018 in einer einjährigen Untersuchung in den Polizeidirektionen Braunschweig, Hannover und Osnabrück Verkehrsunfälle gründlich analysiert, bei denen vermutet wird, dass Ablenkung die Unfallursache sein könnte.
Aktuell liegen bundesweit keine auswertbaren polizeilichen Daten zur Verkehrsunfallanalyse vor, mit denen die Kausalität zwischen der Nutzung von mobilen Endgeräten und Verkehrsunfällen bewiesen wird. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die rechtlichen Möglichkeiten zur Aufklärung auf schwere Verkehrsunfallfolgen begrenzt sind und derzeit in den polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystemen die Ursache „Ablenkung" nicht erfasst wird. 
Dazu der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Egal ob am Steuer, auf dem Rad oder als Fußgänger - fast jeder Verkehrsteilnehmer ist per Smartphone immer erreichbar. Aber natürlich führt das auch dazu, dass auch mal aus Reflex oder weil man es schlichtweg für wichtig hält, aufs Display und nicht auf die Straße gesehen wird. Leider kann das im schlimmsten Fall auch zu tödlichen Unfällen führen. Ein Beispiel: Wer bei Tempo 100 auf der Landstraße nur zwei Sekunden auf sein Smartphone sieht, fliegt fast 60 Meter im Blindflug über die Straße - eine Strecke auf der unheimlich viel passieren kann. Mit unserer Untersuchung in mehreren Bereichen Niedersachsens wollen wir noch mehr über dieses Phänomen erfahren, auch um alle Verkehrsteilnehmer durch passgenaue Maßnahmen besser schützen zu können. Grundsätzlich gilt aber schon jetzt: Kopf hoch. Das Smartphone hat im Straßenverkehr nichts zu suchen!"
Zur weiteren Erforschung der Unfallursache „Handynutzung" stehen der Polizei verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Durchsuchung von Unfallfahrzeugen, Sicherstellung oder Beschlagnahme von aufgefundenen Mobiltelefonen und das anschließende Auslesen zur Verfügung. 
Bei der einjährigen Untersuchung wirkt die Technische Universität Braunschweig mit. Dabei wird in unmittelbarer zeitlicher Nähe zu Verkehrsunfällen mit hohem Sachschaden und Personenschäden an vergleichbaren Örtlichkeiten das Verhalten der Verkehrsteilnehmer von Studenten der Technischen Universität Braunschweig beobachtet, um damit die Rolle von Ablenkung bei der Unfallverursachung besser zu verstehen. Ergänzt wird dies durch Untersuchungen der Verkehrsunfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover, die Unfallbeteiligte in einem anonymisierten Verfahren zum Unfallhergang befragt.

Dienstag, 23. Januar 2018

Glanzlichter

Hier leistet Rosamunde Großartiges.
Lesung im "Stellwerk" der Step gGmbH
Was die Seile schafften
Hier lesen 

Montag, 15. Januar 2018

Kosten für Schulbücher

Schülerin gewinnt vor Landessozialgericht gegen Jobcenter

Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) hat erstmals obergerichtlich entschieden, dass Kosten für Schulbücher als Mehrbedarfsleistungen vom Jobcenter zu übernehmen sind. Zu der Entscheidung liegen jetzt die schriftlichen Urteilsgründe vor.
Geklagt hat eine Schülerin der gymnasialen Oberstufe, die auf Hartz IV angewiesen ist. Sie machte Kosten für die Anschaffung von Schulbüchern (135,65 €) - die von der Schule nicht im Rahmen der Lernmittelfreiheit leihweise zur Verfügung gestellt werden - und eines grafikfähigen Taschenrechners (76,94 €) geltend. Diese Kosten begehrte sie vom Jobcenter als Zusatzleistungen zum Regelbedarf. Das Jobcenter bewilligte mit dem sog. Schulbedarfspaket insgesamt 100,00 € pro Schuljahr. Zur Begründung hieß es, dass die Norm des § 28 Abs. 3 SGB II als Pauschale ausgestaltet sei. Für eine konkrete Bedarfsermittlung fehle eine Rechtsgrundlage.
Das LSG hat die Schulbuchkosten als Mehrbedarfsleistungen in analoger Anwendung des § 21 Abs. 6 SGB II anerkannt. Bücher würden nach der Gesetzesbegründung nicht von der Schulbedarfspauschale nach § 28 Abs. 3 SGB II umfasst, sondern müssten grundsätzlich aus dem Regelbedarf bestritten werden. Da dieser jedoch nur Kosten für Bücher jeglicher Art von rund 3 € / Monat vorsehe, seien hierdurch nur weniger als ein Drittel der notwendigen Schulbuchkosten gedeckt. Hierfür seien auch ansonsten im SGB II keine auskömmlichen Leistungen vorgesehen. Dies stelle eine planwidrige Regelungslücke dar, weil der Gesetzgeber das gesamte menschenwürdige Existenzminimum einschließlich der Kosten des Schulbesuchs sicherstellen müsse. Diese Lücke sei für Einmalbedarfe wie Schulbücher über eine verfassungskonforme Auslegung des § 21 Abs. 6 SGB II zu schließen, auch wenn diese Norm ihrem Wortlaut nach nur laufende Bedarfe betrifft.
Demgegenüber seien die Kosten für grafikfähige Taschenrechner von der Schulbedarfspauschale abgedeckt. Eine evidente Unterdeckung ergebe sich selbst nicht bei einer einmaligen Bedarfsspitze. Ein solcher Taschenrechner müsse nämlich nicht für jedes Schuljahr erneut angeschafft werden, sodass die Pauschalen insgesamt auskömmlich seien.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Neues aus Burgwedel

Einstmals Mitglied des Literaturvereins
"Dachluke" Foto: Anita Kreutzer
Das schwache System

Die Mutter zweier Kinder wird von ihrem Freund ermordet, der Ehemann schwer verletzt. Eine Pflegemutter betreut die Kinder, doch Ende 2016 werden sie ihr wieder weggenommen. Eine Kinderärztin wirft der Pflegemutter Misshandlung der beiden Kinder vor. Die Kinder kommen in ein Heim. Heinz-Peter Tjaden, Redakteur und Schriftsteller aus Burgwedel, schildert nicht nur einen Sorgerechtsstreit, er beschäftigt sich auch mit den Mängeln im deutschen Kinder- und Jugendhilfesystem, das der familienpolitische Sprecher der CDU, Marcus Weinberg, gern reformieren möchte, weil er auch Beschwerden von Eltern bekommt, die ihn nachdenklich stimmen.

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