Dienstag, 28. März 2017

Christine Kaufmann

Beinahe freie Journalistin in einer Kleinstadt

Christine Kaufmann ist im Alter von 72 Jahren an Blutkrebs gestorben. Noch einmal gewürdigt wird ihre Karriere als Schauspielerin, die im Alter von neun Jahren begonnen hat. Sie stand mit Kirk Douglas vor der Kamera, war mit Tony Curtis verheiratet, zur Schule ging sie nie, sie nahm Privatunterricht in den Drehpausen und wäre beinahe für kurze Zeit freie Mitarbeiterin der Burgdorfer Wochenzeitung "Neue Woche" geworden.

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Montag, 20. März 2017

Kindliches Vertrauen

Der typische Fußballreporter
aus Hannover. 
96-Boss macht auf Angela Merkel

Wenn die Bundeskanzlerin einem Minister das Vertrauen ausspricht, ist er nach wenigen Tagen weg. 96-Boss Martin Kind hat Daniel Stendel vor einer Woche das Vertrauen ausgesprochen. Horst Heldt war angeblich nicht Manager der "Roten" geworden, um Stendel zu entlassen. Alles nur Geschwätz. Verraten an die Presse.

Die Printmedien aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, die wochenlang nachbellten, was "Bild" vorkläffte, hetzten so lange, bis alle aus der Puste waren. Da hat man dann als 96-Verantwortlicher wohl nur noch die Wahl: Einen Trainer verheizen oder vor diesem Pöbel schützen. Besser aus dem Amt geflogen und gesund als weiterbeschäftigt und krank. 

Wie krank ist eigentlich ein Sportreporter, der Torsten Lieberknecht unterstellt, er habe den 96-Trainer nur gelobt, weil er selbst mit Eintracht Braunschweig aufsteigen will? Und was ist mit Ewald Lienen? Stellte der sich etwa auch nur schützend vor Daniel Stendel, weil er mit Sankt Pauli aufsteigen will?

Wären bis Abschluss des 24. Spieltages alle Schiedsrichterentscheidungen korrekt gewesen, müssten die "Roten" von Platz 3 aus nur noch nach oben schauen. Dresden und Braunschweig wären bereits aus dem Aufstiegsrennen. Darauf kann Daniel Stendel stolz sein, darüber darf sich die Mannschaft freuen. Unter einer falschen Zielsetzung werden die Spieler, die auf dem Platz stehen, weiter leiden. Jetzt mit André Breitenreiter als Trainer, der laut "Bild" die Nachfolge von Stendel nur antreten darf, weil er in Altwarmbüchen und somit nicht weit weg wohnt.

Deshalb jetzt nur noch eins: Wer wie "Bild" behauptet hat, dass vier Spiele gegen Abstiegskandidaten 12 Punkte bedeuten müssten, sollte die Sportseiten mit Berichten über Schach, Halma und Kniffelturniere füllen. Im Zweifelsfalle darf die Entlassung von Spielfiguren oder von Bechern gefordert werden. An irgendwas muss man sich ja abreagieren, wenn die Stimmung in der Redaktion schlecht ist...  

Mittwoch, 15. März 2017

Begabungslotse

Viele Angebote für Talente

Eltern, Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte können sich ab sofort im Internet über Niedersachsens Begabungsförderung informieren. Unter www.begabungslotse.de/special-niedersachsen präsentiert das Online-Portal „Begabungslotse" des bundesweiten Talentförderzentrums "Bildung & Begabung" Förderangebote für Schülerinnen und Schüler, Beratung für Eltern und Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt: „Unser Ziel ist es, der gesamten Vielfalt der Begabungen gerecht zu werden."

Das Online-Portal zur Talentförderung stellt beispielsweise Kooperationsverbünde von Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen vor. Außerdem informiert der „Begabungslotse" über Schülerakademien, Wettbewerbe und Hochschulen als außerschulische Lernorte für Jugendliche sowie über Angebote für musikalische und sportliche Talente. Vorgestellt wird auch die Arbeit der regionalen Beratungsteams der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Osnabrück.

„Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Begabungen und Fähigkeiten, in ihren Interessen und Neigungen", sagte Kultusministerin Heiligenstadt. „Der beste Bildungsweg für jede Schülerin und jeden Schüler ist derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit optimal zur Entfaltung bringt." Das landesweite Netz zur „Förderung besonderer Begabungen" umfasse 90 Kooperationsverbünde mit insgesamt 512 Schulen und 127 Kindertageseinrichtungen.

„Wir wollen uns nicht allein auf den kognitiven Bereich beschränken, sondern auch den musisch-künstlerischen, sportlichen, handwerklich-technischen und nicht zuletzt auch den sozialen Begabungen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen", so Heiligenstadt. Schule könne eine umfassende Begabungsförderung nicht allein leisten. „Wir sind froh darüber, dass sich in Niedersachsen viele außerschulische Partner für begabte junge Menschen engagieren", sagte die Kultusministerin.

Donnerstag, 9. März 2017

Unwort des Jahres

Warum sind junge Flüchtlinge neuerdings "junge Geflüchtete"?

Hannover. Warum junge Flüchtlinge seit einiger Zeit in Pressemitteilungen niedersächsischer Ministerien "junge Geflüchtete" genannt werden, müsste ein Sprachwissenschaftler erforschen, bevor das nächste "Unwort des Jahres" gewählt wird. Aber vielleicht sind "junge Geflüchtete" besser dran als junge Flüchtlinge, wenn es um den Sprachunterricht geht. 

Wer weiß das schon, ich nicht. Flüchtling wird auf jeden Fall von Flucht abgeleitet - und "junge Geflüchtete" von dem neuen Substantiv "Geflucht"? Vielleicht fallen den niedersächsischen Ministerien demnächst auch noch "Jünglinge auf der Flucht", "Fluchtjugendliche" und "Wegmussjugend" ein. 

Fest steht: Junge Leute, die aus Syrien und dem Irak geflüchtet sind, haben dem Kindergarten in der Edenstraße ein Geschenk gemacht: fünf Solar-Experimentiersets, die sie im Energielabor der Leonore-Goldschmidt-Schule hergestellt haben. Betreut werden solche Projekte von dem gemeinnützigen Verein "Werk-statt Schule".  

Montag, 6. März 2017

Ostern

Farbenfroh in den Frühling

Mit dem Palmsonntag beginnt die letzte Fastenwoche. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich auf das Osterfest vorzubereiten. Ostern ist nicht nur das höchste Fest im Kirchenjahr, die kalten Wintertage sind endgültig vorbei und rechtzeitig zum Osterfest erwacht wieder die Natur.

Neben dem Osterei und Osterlamm gehört ein bunter Blumenstrauß auf den festlich gedeckten Tisch. Das Osterfest ist eine gute Gelegenheit, lieben Menschen eine Freude zu bereiten. Mit einem bunten Osterstrauß oder einem frühlingshaften Blumengesteck liegen Sie zu diesem Anlass immer richtig und Blumen verschicken ist günstig und online auch schnell und bequem. Blumen als

Die Auswahl an Osterblumen und Frühlingsblüher ist groß. Tulpen sind die klassischen Frühlingsboten und auf www.blumenversand24.com werden Trends, Arrangements und zauberhafte Dekoideen für Ostern gezeigt. Dazu gibt es Tipps rund um die Blumen und den Onlineversand. Tulpensträuße gehören zu Ostern einfach dazu.

Die Farbvielfalt der Liliengewächse ist groß und für das Osterfest werden gerne Tulpen in Farben Lila und Gelb kombiniert. Bei der Wahl des Osterstraußes gibt es prinzipiell keine Vorschriften, welche Blumen verwendet werden sollten. Am schönsten wirken jedoch die typischen Frühlingsblumen und besonders österlich sieht ein Strauß mit Osterglocken, Narzissen und natürlich mit Tulpen aus.

Es müssen nicht immer Schnittblumen sein. Ostergrüße können mit frühlingshaften Blumenkörben übermittelt werden. Dazu werden Weidenkörbe oder Porzellantöpfe mit Frühlingsboten bepflanzt. Am beliebtesten sind Primeln, Hyazinthen und Narzissen. Die drei können gemeinsam im Korb gepflanzt sein. Abgedeckt wird der Weidenkorb mit Moos.

Dekorativ wirkt der Blumengruß, wenn das Pflanzenensemble mit Eiern, Häschen, Weidenzweigen und bunten Schleifen verziert wird.

Anja Koehler

Plakataktion

Plakatentwurf von Heinz-Peter Tjaden
Bürger bedanken sich bei Stephan Weil

Für gute Arbeit eines Politikers sollte man sich als Bürgerin und Bürger durchaus auch einmal bedanken. Nicht nur per Kreuzchen auf einem Wahlzettel - sondern möglicherweise auch mit einer Plakataktion.

Wie ausgezeichnet Stephan Weil arbeitet, hat er jüngst erst wieder bewiesen und deshalb auch öffentlich gemacht. Obwohl das Studium von Zeitungen zeitaufwändig ist, erfuhr er aus der Presse, was bei VW so alles möglich ist. Das ist doch wohl nicht möglich, dachte sich sogleich der niedersächsische Ministerpräsident und wartete auf einen Anruf von VW. 

Auf diesen Anruf hätte er als Aufsichtsratsmitglied sicherlich ein Recht gehabt, zumal er einen Großaktionär vertritt, aber kein Schwein rief ihn an. Also musste er sich sogar noch selbst erkundigen. Danach trank er einen Winterkorn.

Hier wird Weil noch einer eingeschenkt




Donnerstag, 2. März 2017

Kindergärten kostenlos

Rede der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Landtag
"Kostenlose Kindergartenplätze werden kommen"

Ich freue mich, dass die Ankündigung des Landesvorsitzenden der SPD zur Abschaffung der Elternbeiträge für Kinder ab drei Jahren in Kindertagesstätten ab dem Jahr 2018 ein derart breites Echo in der Öffentlichkeit und in diesem Hohen Haus erfährt. Dies macht doch eines deutlich: Stephan Weil hört den Menschen vor Ort zu und setzt die richtigen Schwerpunkte.

Die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung war und ist immer ein zentrales Anliegen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gewesen. Und ich möchte direkt zu Beginn betonen, dass die Eltern und Kinder in diesem Land sich auf uns verlassen können. Wir werden uns dem Thema der Beitragsfreiheit widmen, wir werden mit dem Bund verhandeln, wir werden mit den Kommunen vertrauensvoll reden und alle relevanten Akteure einbeziehen.


Diese Landesregierung verbessert den Bereich der frühkindlichen Bildung - und nicht nur im Rahmen einzelner Anträge - systematisch und nachhaltig:
So ist es diese Landesregierung, die die Sprachförderung in Kindertagesstätten in den Haushaltsjahren 2016 bis 2018 auf 12 Millionen Euro aufgestockt und damit verdoppelt hat.

So ist es diese Landesregierung, die mit der stufenweisen und durch das Land finanzierten Einführung einer dritten Kraft in Krippengruppen eine zentrale Forderung nach Verbesserungen des Fachkraft-Kind-Schlüssels in Kindertageseinrichtungen Rechnung getragen hat. Die für diese Maßnahme erforderlichen Haushaltsmittel werden bis 2021 auf mehr als 160 Mio. Euro jährlich ansteigen. Jede Krippengruppe, die mit mehr als 10 Kindern belegt ist, wird dann für den gesamten Umfang ihrer Betreuungszeit über eine dritte Regelkraft verfügen.

Auch beim quantitativen Ausbau der Krippenplätze können sich die Eltern auf diese Landesregierung verlassen. Wir haben im Rahmen der Zukunftsoffensive Bildung die Anzahl der Krippenplätze noch einmal deutlich ausgeweitet. Mehr als 58.000 Kinder unter 3 Jahre in Krippe oder Tagespflege sprechen eine deutliche Sprache.

Ab diesem Jahr wird diese Landesregierung auch in die Verbesserung des Personalschlüssels in Kindergartengruppen investieren und über die Richtlinie „Qualität in Kindertagesstätten" (QuiK) die Beschäftigung von zusätzlichen Fach- und Betreuungskräften in Kindergartengruppen fördern. Das Land stellt in den Haushaltsjahren 2017 und 2018 jeweils rd. 55 Mio. Euro und in den Folgejahren jeweils 60 Millionen Euro zur Verfügung. In den Kindertagesstätten soll unter Berücksichtigung des Ziels der Integration von Kindern mit Fluchterfahrung durch eine verstärkte Personalförderung eine deutliche qualitative Verbesserungen erreicht werden.

Die notwendigen Maßnahmen für die Fachkräftegewinnung hat diese Landesregierung ebenfalls eingeleitet. In diesem Sinne haben wir die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern inhaltlich umfassend aktualisiert, kompetenzorientiert ausgerichtet und damit zukunftsfest gemacht. Gleichzeitig haben wir die Ausbildungskapazitäten bisher jedes Jahr um 500 Plätze gesteigert und werden auch weiterhin reagieren, wenn die Nachfrage nach sozialpädagogisch ausgebildeten Fachkräften anhält.

Alleine die hier genannten Beispiele zeigen: Diese Landesregierung hat für die frühkindliche Bildung in Niedersachsen viel getan. Dies lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Die Ausgaben für frühkindliche Bildung haben sich in dieser Legislaturperiode von 515 Mio. Euro in 2013 auf 806 Mio. Euro in 2018 um rd. 60 % erhöht und werden bis 2021 gemäß der im Landeshaushalt eingeplanten Mittel bis 2021 auf knapp eine Milliarde Euro pro Jahr ansteigen - und das bei einer Haushaltsplanung, die insgesamt ohne neue Schulden auskommt.

Es ist daher schlichtweg unrichtig zu behaupten, das Land hätte für all diese Maßnahmen keine Landesmittel zur Verfügung gestellt. Wer diese Aussage so tätigt, liegt gleich in mehrfacher Hinsicht falsch. Zur Finanzierung Ihrer Vorschläge haben Sie auch nicht viel ausgeführt. Die Finanzierung soll nach dem Gesetzentwurf der FDP über eine Globale Minderausgabe erfolgen. Hier werden lediglich Stichworte in den Raum geworfen. Sie, meine Damen und Herren von der FDP, haben überhaupt keine realistischen Finanzierungsvorschläge vorzuweisen. Damit entlarvt sich der Antrag selbst als reiner Show-Antrag.

Die Beitragsfreiheit im Kindergarten soll kommen und sie wird kommen! Aber doch nicht als unseriöser, weil nicht solide durchfinanzierter Schnellschuss!

Wenn im Zusammenhang mit der Ankündigung des SPD-Landesvorsitzenden nun von Wahlkampfversprechen gesprochen wird, möchte ich dazu nur folgendes ausführen: Vor der letzten Landtagswahl haben wir als zentralen Schwerpunkt versprochen, die Studiengebühren abzuschaffen. Unmittelbar nach der Wahl haben wir dieses Wahlversprechen eins zu eins umgesetzt.
So wird es auch mit den Elternbeiträgen für Kinder ab drei Jahren in Kindertagesstätten sein. Wir werden die Elternbeiträge abschaffen!
Wir werden auch in diesem Bereich nachhaltig vorgehen und die Finanzierung so ausgestalten, dass sie dauerhaft tragfähig ist. Auch hier gilt unser Credo: Gründlichkeit vor Schnelligkeit!