Sonntag, 17. Dezember 2017

Weil Weil

Wenn Stephan Weil auf diesem Foto
eine Zeitung in der Hand halten
würde, würde er nicht so viel
Unsinn reden. 
Alles Wichtige immer nur aus den Medien erfährt

Da Sie die Überschrift sicherlich zur Kenntnis genommen haben, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, und mir deswegen auch zustimmen werden, denn mein blog gehört zu den Medien: Wenn Sie jetzt in einem Interview die Auffassung vertreten, dass ohne die SPD "nichts läuft", dann lesen Sie die falschen Medien. Derzeit läuft in Berlin nichts ohne den Bundespräsidenten, weil er seine SPD-Mitgliedschaft ruhen lässt. Worüber Sie gelegentlich ebenfalls nachdenken sollten. Vielleicht kann da die "Bild"-Zeitung weiterhelfen.

Der Deutsche Bundestag ist erst wieder im Spiel, wenn es um die Wahl einer Kanzlerin oder eines Kanzlers geht. Wie Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, aus den Medien erfahren haben sollten, lehnt Frank-Walter Steinmeier - so heißt der in SPD-Hinsicht ruhende Bundespräsident - Neuwahlen ab. Kanzler-Wahlen kann er nicht ablehnen.

Davon kann es so im März 2018 einige geben. Als Kanzlerin vorschlagen wird Steinmeier Angela Merkel. Was ich nun schreibe, würde auch für Martin Schulz gelten, obwohl der seine SPD-Mitgliedschaft nicht ruhen lässt, der ruht nicht, bis die SPD von der politischen Bundes-Bildfläche verschwunden ist. Angela Merkel braucht im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Die sie auch mit SPD nicht bekommen kann. Danach macht der Bundestag zwei Wochen Pause und schlägt eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten vor.

Ich hoffe, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, dass Sie das bis hierher Geschriebene verstanden haben. Vorgeschlagen werden könnte jede oder jeder über 18. Da Jogi Löw wahrscheinlich nicht zur Verfügung steht, dürfte erneut keine absolute Mehrheit zustande kommen. Anschließend wählt der Bundestag, bis jemand die relative Mehrheit bekommt.

Wenn Sie glauben sollten, dass nun endlich die SPD dran ist, täuschen Sie sich wieder. Der Bundespräsident entscheidet, ob er diese Kandidatin oder diesen Kandidaten zur Kanzlerin oder zum Kanzler ernennt. Was er tun wird, denn sonst würde Frank-Walter Steinmeier den Weg zu Neuwahlen frei machen.

Wenn Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, noch einmal oben nachschauen würden: Neuwahlen will der Bundespräsident nicht.  


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