Mittwoch, 11. Oktober 2017

Friedliche Fankultur

Mehr Geld für Verhinderung von Gewaltorgien

Hannover. Innenminister Boris Pistorius will Fanprojekte stärker fördern.  „An den fünf Standorten Hannover, Wolfsburg, Braunschweig, Osnabrück und Meppen leisten die Fanprojekte hervorragende Arbeit. Die Arbeit der Fanprojekte istein wichtiger Bestandteil der Gewaltprävention im Zusammenhang mit Fußballspielen in Niedersachsen. Über die Fanprojekte können wir vor allem junge Menschen erreichen, bevor diese in eine gewalttätige Szene abrutschen. Was wir zuletzt bei Fußballspielen in Berlin, Rostock und anderswo gesehen haben, wo Chaoten den Fußball für ihre Gewaltorgien missbraucht haben, zeigt ganz klar: Wir müssen die friedliche Fankultur in ganz Deutschland noch weiter stärken. Dazu gehört die finanzielle Ausstattung der Fanprojekte", so der Minister.
Pistorius hat „intensive und konstruktive Gespräche" mit Vertretern aller niedersächsischen Fanprojekte, den Fanbeauftragten der niedersächsischen Fußballklubs und Vertretern der bundesweiten Interessengemeinschaft aktiver Fußballfans „Unsere Kurve" geführt. 
„Die präventive Arbeit der Fanprojekte mit der Fanszene ist enorm wichtig, sie arbeiten an der Basis und machen einen richtig guten Job." Im nächsten anstehenden Haushalt will das Innenministerium eine deutliche Erhöhung der Mittel zur Finanzierung der niedersächsischen Fanprojekte beantragen. Pistorius: „Wir wollen den Landesanteil deutlich erhöhen. Mein Ziel ist, dass wir die Summe um mehr als 50 Prozent der aktuellen Fördersumme auf 50.000 Euro pro Projekt anheben. Wir sind hier in der Verantwortung mehr zu tun."

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