Freitag, 29. September 2017

Krankenhäuser

665 Millionen für 57 Kliniken

Hannover. Niedersachsens Kliniken erhalten in den kommenden Wochen verbindliche Förderbescheide in einem Umfang von 665 Millionen Euro. Darüber informierte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt den Krankenhaus-Planungsausschuss des Landes. Insgesamt können somit Förderbescheide für 57 Kliniken in ganz Niedersachsen erstellt werden, die dann in den kommenden Wochen übergeben oder zugestellt werden. Die 665 Millionen Euro sind Teil des großen Investitionsprogramms für Niedersachsens Krankenhäuser im Umfang von rund 1,3 Milliarden Euro bis 2020. 

Der Krankenhaus-Planungsausschuss tagte am Mittwoch, im Anschluss wurden zunächst die Mitglieder des Sozialausschusses des Landtags schriftlich über die Ergebnisse informiert. Voraussetzung für die Ausstellung von Förderbescheiden war die Tatsache, dass der Niedersächsische Landtag die Investitionsprogramme in der vergangenen Woche passieren ließ. Sowohl die Anzahl der Förderbescheide als auch die Investitionssumme sind bislang einmalig in der Krankenhausförderung des Landes Niedersachsen. "Wir versprechen nicht, wir handeln verbindlich; in einem Kraftakt baut das Land gemeinsam mit den Kommunen den Investitionsstau an Niedersachsen Krankenhäusern nachhaltig ab", sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt: "Die hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten in Niedersachsen wird damit langfristig gesichert, besonders wichtig ist uns, dass auch in den ländlichen Regionen gut erreichbare Kliniken eine Zukunftsperspektive erhalten und auf dem neuesten Stand der Technik sind."

Im Krankenhausplanungsausschuss des Landes sind neben dem Sozialministerium die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft, die kommunalen Spitzenverbände, die Landesgremien der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsens und die Ärztekammer Niedersachsens vertreten. 

Dienstag, 26. September 2017

Sturmfest

Es ist Zeit, dass er geht...
Das findet Stephan Weil stark?

Kann das Niedersachsenlied die SPD noch retten - oder ist sie nicht mehr zu retten? Letzteres dürfte stimmen. Oder glaubt Stephan Weil tatsächlich, dass die Schergen von Bernd Althusmann bis zum 15. Oktober noch fallen? Wird die CDU wirklich versinken?

Wenn sich Weil für "sturmfest und stark" hält, dann ist das seine Sache. Hoffentlich bald seine private. Wer Assoziationen mit Schlachten und Blut weckt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. 

Dieser Ministerpräsident hätte vor Jahren Altin Lala zuhören sollen. Als der vor einem Heimspiel von Hannover 96 das Niedersachsenlied gehört hat, vertrat er die Auffassung, dass ein solcher Text in einem Fußballstadion nicht zu suchen hätte. Aber im SPD-Wahlkampf? Sind die AfD-Plakate nicht schon blöd genug? Oder Altin Lala zu klug?

Wer beweisen will, dass er sturmfest ist, braucht Sturm. Deshalb sollte Stephan Weil so schnell wie möglich an die Nordsee ziehen. Ostfriesennerz steht ihm vielleicht. 

Montag, 18. September 2017

Leidender Spitzenreiter

Martin Kind-Hassobjekt des
Fußball-Pöbels.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
So feiert man Erfolge von Hannover 96...

15. September 2017, 22.22 Uhr: Schlusspfiff in Hannover. 96 ist Spitzenreiter. Die Mannschaft startet nach dem 2 : 0-Sieg gegen den Hamburger SV eine Ehrenrunde. Die "Ultras", die angeblich mehr vom Bundesliga-Geschäft verstehen als 96-Chef Martin Kind, verlassen fluchtartig das Stadion. In der niedersächsischen Landeshaupt freuen sich eben nicht alle über historische Momente. Auch nicht nach 48 Jahren.

16. September 2017, 23.01 Uhr: Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter werden im ZDF-Sportstudio von Katrin Müller-Hohenstein begrüßt, 96-Chef Martin Kind wird später zugeschaltet. Ein Viertel der 40 Punkte, die man für den Klassenerhalt brauche, habe der Aufsteiger bereits gehamstert, meint sie. Irrtum. 40 Punkte reichen dem Hamburger SV seit Jahren für zwei Spielzeiten. Also auch 96. Auf dem Lerchenberg der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt hört man also nicht immer die Nachtigall trapsen. 

17. September 2017, 14.30 Uhr: Die Streetdrummer aus Hannover hauen beim Bissendorfer Sonntag auf Fasstrommeln. Ein Radfahrer wird von einem Festbesucher mit "96"-Gesang begrüßt. Er springt vom Rad, sagt: "Das war doch ein Scheiß-Spiel am Freitag." In Bissendorf (Wedemark) werden also zwar Streetdrummer auf die Straße gelassen, gesungen wird aber allenfalls auf Bühnen.   

Donnerstag, 7. September 2017

Nicht wählbar

Zur Direktkandidatur der niedersächsischen Justizministerin

Ich hätte vielleicht doch nach Burgdorf zurückkehren sollen.

Dies vorweg geschickt, erkläre ich zur Nominierung von Antje Niewisch-Lennartz als Direktkandidatin der Grünen in Burgdorf, Lehrte und Uetze, dass es durchaus richtig klingt, wenn sie sagt, dass auch "außerhalb der großen Städte ... Gerichte in erreichbarer Nähe" zur "besten Infrastruktur für ein gutes Leben und Arbeiten" gehören. Doch richtig klingen ist noch lange nicht richtig sein. 


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