Freitag, 29. April 2016

Stendels Aufstieg

Vertrag bis 2018

Der Mann, der aus dem Nichts gekommen ist, sah, einmal siegte und zweimal unentschieden spielte, bleibt Trainer der Profis von Hannover 96. Das hat der Verein heute mitgeteilt, Daniel Stendel bekam Vertrag bis 2018. 

Wenn der Weiterhin-Trainer ein 50+1-Projekt für die Zweite Liga startet, wäre er nicht einmal in Martin Kinds Augen ein Rebell. Doch er darf sogar ehrgeiziger sein. 60 plus x Punkte sollten schon das Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs sein.  

Dann ist 96 nur ein Jahr lang zweitklassig, gewinnt ganz nebenbei den DFB-Pokal und schickt Eintracht Braunschweig 2017 diesen Gruß: "Wir sind wieder weg. Ihr bleibt da. Vielen Dank für die Punkte in den Derbys."

Die auch gegen Werder Bremen geholt werden sollten...

Zum Beginn der Serie   

Donnerstag, 28. April 2016

Viele Facetten

Alles im Griff. Foto: Polizei Hannover
Polizei macht am Zukunftstag Schule

"Ich bin mir sicher, dass der Zukunftstag dazu beigetragen hat, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für den unglaublich facettenreichen Beruf der Polizeibeamtin und des Polizeibeamten zu wecken", sagt Polizeipräsident Volker Kluwe. 559 Schülerinnen und Schüler haben heute der Polizei in Burgdorf, Garbsen und Hannover auf die Finger geschaut.

Auf dem Programm standen Informationen und Führungen. In der Waterloostraße gab es für 109 Schülerinnen und Schüler auch Auftritte der Diensthundeführer und des Reiterzuges. Gestattet war zudem ein Blick in die Streifenwagen. Der Polizeipräsident beantwortete Fragen.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen eine Teilnahmeurkunde und Informationsmaterial mit nach Hause.     

Dienstag, 26. April 2016

Helm auf

Vor dem Rad fahren

Hannover. "Sicher auf dem Fahrrad nur mit Helm" lautet am 29. April von 8.30 bis 14 Uhr das Motto auf dem Goseriedeplatz. Polizei, Unternehmen und Verkehrswacht bauen Informationsstände auf und laden zu Mitmachaktionen ein, Räder werden kostenlos codiert, ab 10 Uhr werden Fahrräder aus dem Fundbüro versteigert. Das Polizeiorchester Niedersachsen macht Musik.

Im vorigen Jahr sind in der niedersächsischen Landeshauptstadt und in der Region über 170 Radfahrerinnen und Radfahrer bei Unfällen schwer verletzt worden, vier starben. Dazu die Polizei in einer Pressemitteilung: "Ein Helm kann das Risiko einer schweren Kopfverletzung deutlich vermindern."

Deswegen wird am Freitag auch der "Hannover-Helm" angeboten. Herstellerin ist die italienische Firma Limar. Das Modell "690 superlight" hat sogar ein abnehmbares Rücklicht. 

Montag, 25. April 2016

Zukunftstag

Weil er sonst nie Ministerpräsident
geworden wäre. 















Mit Erinnerungen der Landesregierung an ihre Vergangenheit

Hannover. Der 28. April ist Zukunftstag. Deswegen erinnern sich der niedersächsische Ministerpräsident und seine Minister-Mannschaft an die Ziele, die sie sich in ihrer Jugend gesteckt haben.

Ministerpräsident Stephan Weil lenkt ein wenig ab, wenn er sagt, dass er "zum Schulanfang" noch nicht gewusst habe, "was ich werden wollte" und hinzufügt, dass sich "heute viele mit dieser Entscheidung noch schwer tun", wenn sich die Schulzeit dem Ende zuneigt. Also merken: Wer nicht weiß, was er werden will, kann Ministerpräsident werden.

Umweltminister Stefan Wenzel sagt, ihm sei "schon früh" klar geworden, "wie bedeutend der Schutz der Natur ist. Und ich habe gelernt: Es lohnt sich, für die Dinge einzustehen, die einem wichtig sind." Also merken: Was man früh weiß, lohnt sich.

Sozialministerin Cornelia Rundt scheint es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt zu haben, schon damals habe sie "es doof" gefunden, "dass meine Brüder als Jungs mehr machen durften als ich als Mädchen". Also merken: Jungs doof finden, ist nicht immer ganz falsch.

Innenminister Boris Pistorius ist offenbar als 14-Jähriger auf die Welt gekommen, wusste "in dem Alter aber noch gar nicht, in welche Richtung es geht". Doch mit "Nebenjobs während der Schulzeit" habe sich das geändert, deshalb rate er jedem: "Seht euch um." Also merken: Wer sich umschaut, kommt richtig nach vorne.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz weiß etwas, was nur wenige wissen: "Geld verdienen muss später jeder." Also merken: Wer zu früh kommt, der wird Langzeitarbeitsloser.

Wirtschaftsminister Olaf Lies outet sich keinesfalls als Hobbypolitiker, wenn er sagt, dass ein "Hobby nur selten zum Traumberuf" werde, "manchmal aber doch." Also merken: Ein bisschen Spaß muss sein.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer hätte eigenen Angaben zufolge gern Karriere als Linksverteidiger gemacht, ist "dann aber doch als Schüler in die Politik gegangen, weil ich mich über Umweltzerstörung und Rassismus geärgert habe". Also merken: Immer einen großen Bogen um Linksverteidiger machen.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wollte als Jugendliche "Ärztin werden, doch das Geld fürs Studium fehlte. Heute kämpfe ich dafür, dass sich Bildungswünsche erfüllen können - auch ohne dicken Geldbeutel". Also merken: Ein schmales Portmonee operiert nicht gern.

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic hat als 17-Jährige festgestellt, dass "die Politik noch eine klassische Männerdomäne" gewesen ist, doch auch dieses "alte Rollenbild" sei inzwischen "aufgebrochen worden". Also merken: Immer wieder zu neuen Rollenbildern aufbrechen.

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider war als 12-Jähriger aus Salzgitter, wechselte danach aber immer wieder die Perspektive, das sei "auf jeden Fall immer ein Gewinn". Also merken: Das gilt nur für 12-Jährige aus Salzgitter.

Diesen Sprüchen lassen der Ministerpräsident und seine Minister-Mannschaft auch noch Foto-Taten auf den Internet-Seiten der Ministerien und im Facebook folgen. Die Schnappschüsse zeigen Stephan Weil mit Schultüte, Stefan Wenzel auf einem Trecker, Antje Niewisch-Lennartz in einem langen Mantel, Frauke Heiligenstadt in einem Schulbus, Olaf Lies mit einem Bonanza-Rad, Peter-Jürgen Schneider als Fußballer, Landwirtschaftminister Christian Meyer in Trikot und mit Stutzen, Cornelia Rundt als freche Grundschülerin, Boris Pistorius als Schelm, Gabriele Heinen-Kljajic als entschlossene Jugendliche.

Welches Kabinettsmitglied die meisten Likes bekommen hat, teilt die Landesregierung nach dem Zukunftstag mit.

Zukunftstag bei der Polizei   

Donnerstag, 21. April 2016

Erfolg für Amnesty International


Verwaltungsgericht Hannover: Von Mahnwache bei Obama-Besuch geht keine Gefahr aus 
Hannover. Amnesty International  hat für den 24. April, 16 bis 18.30 Uhr, eine Versammlung unter dem Motto „Menschenrechte in den USA" angemeldet (Mahnwache). Die Teilnehmerzahl soll auf 20 Personen begrenzt werden, die Teilnehmer der Versammlung sollen für die Sicherheitsüberprüfung vorher namentlich der Polizeidirektion Hannover bekannt gemacht werden und sind bereit, sich vor Ort einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen. Als Ort der Versammlung wurde der südliche Teil der großen Rasenfläche des Theodor-Heuss-Platzes in Sicht- und Hörweite des Vordereingangs des HCC-Kuppelsaals angegeben.

Mit Bescheid vom 18. April verfügte die Polizeidirektion Hannover die Beschränkung, dass die Versammlung abweichend von der Anzeige auf dem (in Richtung stadtauswärts gesehen) rechtsseitigen Gehweg der Hans-Böckler-Allee zwischen Seligmannallee und Freundallee stattfindet (Ziffer 5 des Bescheides).

Dem dagegen gerichteten Eilantrag hat das Verwaltungsgericht Hannover teilweise stattgegeben. Die Mahnwache darf danach in dem angemeldeten Umfang von 20 Teilnehmern auf der östlich der Clausewitzstraße zwischen Theodor-Heuss-Platz und Eilenriedestadion gelegenen Rasenfläche stattfinden. Straßen und Gehwege dürfen von der Versammlung nicht genutzt werden. Der Zugang zum Kundgebungsort wird in der Weise beschränkt, dass die Namen der Teilnehmer vorher mitgeteilt werden müssen, damit sie einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden können.

Die Beschränkung der Versammlung in der Weise, dass sie nicht an dem vorgesehenen Ort, sondern an der Hans-Böckler-Allee stattfinden solle, greife in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ein. Werde der Versammlungszweck, wie er vom Veranstalter in Ausübung seines Selbstbestimmungsrechts festgesetzt werde, durch die Verfügung vereitelt, liege zumindest eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Versammlungsfreiheit vor. Dies sei hier der Fall, da die Kundgebung an dem zugewiesenen Versammlungsort von den Gästen der Eröffnungsfeier der Messe nicht wahrgenommen werde. Ein Beachtungserfolg sei nahezu ausgeschlossen. Eine solche schwerwiegende Beeinträchtigung der Versammlungsfreiheit dürfe nur bei einer unmittelbaren Gefahr der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung verfügt werden. Eine solche unmittelbare Gefahr sieht das Gericht bei einer Kundgebung auf der Rasenfläche nicht als gegeben an.

Zwar begegne die Gefahrenprognose der Polizeieidirektion insoweit keinen rechtlichen Bedenken, als eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit des US-Präsidenten, weiterer hochrangiger Politiker und sonstiger Gäste der Eröffnungsfeier im HCC angenommen worden sei. Auch ohne konkrete Erkenntnisse zu bevorstehenden Anschlägen bestehe aufgrund der allgemeinen islamistischen Terrorgefahr eine erhebliche Gefahr für Leib, Leben und Gesundheit des vorgenannten Personenkreises, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass ein Zusammentreffen dieser hochrangigen Persönlichkeiten als mögliches Anschlagsziel einen hohen Symbolwert hätte. Da die potenzielle Bedrohung durch internationalen Terrorismus und mögliche Anschlagspläne auch im Lichte vorangegangener Vorfälle eine ernstzunehmende Gefahr für das Leben des US-Präsidenten und der weiteren Teilnehmer an der Eröffnungsfeier im HCC darstelle, seien die Anforderungen an die Gewissheit, mit der ein Schadenseintritt zu erwarten sei, erheblich reduziert.
Vor diesem Hintergrund teilt das Gericht die Einschätzung, dass bei einer Versammlung am südlichen Ende des Theodor-Heuss-Platzes im Hinblick auf die Anreise der geladenen Gäste die Sicherheit erheblich gestört würde. Diese Einschätzung gelte aber nicht für den gesamten Sicherheitsbereich um das HCC, jedenfalls nicht für die Rasenfläche, auf der einer Versammlung ein Beachtungserfolg nahezu ungeschmälert zukommen könne.

Unmittelbare Gefahren für die Sicherheit der Gäste der Eröffnungsfeier könnten durch Maßnahmen wie die von der Antragstellerin angebotene Benennung der Teilnehmer und die Ermöglichung von Sicherheitsüberprüfungen im Vorfeld der Versammlung, wie sie auch bei den akkreditierten Gästen und Journalisten vorgenommen werde, in hinreichendem Maße verringert werden. Empfindlichkeiten ausländischer Politiker könnten Beschränkungen der Versammlungsfreiheit dann nicht rechtfertigen, wenn auf diese Weise der in Deutschland verfassungsrechtlich geschützte Meinungsbildungsprozess und der Schutz der darauf bezogenen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit beeinträchtigt würden. Die Versammlung der Antragstellerin dürfe sich daher auch gegenüber ausländischen Machtträgern kritisch äußern.

Der Entscheidung stehe auch die sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung zur Einrichtung von Sicherheitsbereichen der Landeshauptstadt Hannover vom 13.04.2016 nicht entgegen, da diese keine versammlungsrechtlichen Regelungen enthalte und solche auch nicht rechtmäßig enthalten dürfte.
Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.

Aktenzeichen: 10 B 2387/16

Samstag, 16. April 2016

Betreuter Aufstieg

Wir wollen Stendel!
Mit Daniel Stendel als Trainer

Nach dem erfolgreichen Projekt "Betreutes Absteigen" startet das "Burgdorfer Kreisblatt" das hoffentlich genauso erfolgreiche Projekt "Betreutes Aufsteigen". Die erste Frage, die beantwortet werden muss, ist die Trainerfrage.

Nach dem 2 : 0 gegen die Fohlen stellt das "Burgdorfer Kreisblatt" fest: Die "Roten" spielen endlich wieder schönen Fußball in einem schönen Stadion und in einer schönen Stadt. Daniel Stendel hat das Team wieder erstligareif gemacht, deswegen wird die Zweite Liga mit ihm als Trainer auch kein DauerTrauerZustand sein. 

Martin Kind versteht etwas von Akustik, deswegen wird er aufmerksam zuhören, wenn sich die Fans weiter so melden: "Daniel Stendel muss Trainer der 96-Profis bleiben". 

Die Trainer-Kirschen in fremden Gärten mögen noch so verführerisch sein, doch an der Trainer-Kirsche im eigenen 96-Garten führt kein Weg mehr vorbei. Steht auch in der Petition, die hier unterschrieben werden kann.

Daniel Stendel bekommt Vertrag bis 2018 Hier klicken  

Donnerstag, 14. April 2016

Rote Liste

Keine Zunahme der gefährdeten Vogelarten

Hannover. Licht und Schatten in der neuen Rote Liste der Brutvögel in Niedersachsen und Bremen der Staatlichen Vogelschutzwarte des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz): Ein Vergleich mit der Ausgabe aus dem Jahre 2007 zeigt, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der heimischen Vogelarten in der Roten Liste oder der so genannten Vorwarnliste aufgeführt sind und nur rund 44 Prozent der Arten als ungefährdet gelten können.

Umweltminister Stefan Wenzel sagt dazu: „Die Rote Liste muss einmal mehr als Warnung verstanden werden. Die menschliche Einflussnahme auf die Natur und der prognostizierte Klimawandel schaden der Biodiversität. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt auch und gerade in der Vogelwelt gehört ohne Zweifel zu den zentralen Herausforderungen für den Naturschutz."

„Auch wenn die Anzahl der gefährdeten Arten nicht zugenommen hat, so haben sich doch einige Verschiebungen innerhalb des Artenspektrums ergeben", so Dr. Markus Nipkow, Leiter der Vogelschutzwarte. So konnten Uhu und Grünspecht aus der Roten Liste gestrichen werden und auch für den Weißstorch, den Wanderfalken und den Eisvogel ist die Entwicklung positiv.

Deutlich verschlechtert hat sich dagegen die Situation der Wiesenvögel sowie anderer Arten der Agrarlandschaft: „Die Bekassine, die feuchtes Grünland oder intakte Moore braucht, ist in den vergangenen 25 Jahren in ihrem Bestand um rund 80 Prozent zurückgegangen", warnt NLWKN-Experte Thorsten Krüger, der die Studie federführend erstellte. Ähnlich schlecht sei es um das Rebhuhn bestellt und auch ehemals häufige Arten wie Feldlerche, Kiebitz, Bluthänfling und sogar der Star verzeichnen deutliche Rückgänge. „Auch die neu in die Vorwarnliste aufgenommene Goldammer sowie der Stieglitz zeigen deutlich, dass wir ein Umdenken in der Bewirtschaftung von Feldern und Wiesen brauchen, wenn wir die Artenvielfalt in der Niedersächsischen Kulturlandschaft erhalten wollen", sagt Nipkow.


Die Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel stützt sich auf Bestandszahlen, die von vielen Hundert ehrenamtlich tätigen Beobachtern erhoben werden. Aus den Zahlen werden regelmäßig Bestandstrends für die vorangegangenen 25 Jahre ermittelt. Sie liefern die Grundlage für die Einstufung der Vogelarten in verschiedene Gefährdungskategorien.

Mittwoch, 13. April 2016

Wohnungsnot verhindern

Rede der niedersächsischen Sozialministerin vor dem Landtag

„Die Lage auf den Wohnungsmärkten ist auch in Niedersachsen längst nicht mehr entspannt. Das haben wir hier im Hause bereits mehrfach festgestellt und darüber beraten. Und auch in Niedersachsen steigen die Angebotsmieten, insbesondere in Ballungszentren und Universitätsstädten und in den wirtschaftsstarken Regionen.   

Wohnungsmangel darf nicht in Wohnungsnot umschlagen. Alle Menschen in Niedersachsen sollen in würdigen Verhältnissen wohnen und leben können. Und dafür hat diese Landesregierung bereits Einiges auf den Weg gebracht:
  • Das Wohnraumförderprogramm wurde von der Landesregierung um 400 Millionen Euro aufgestockt. Zusammen mit den erhöhten Bundesmitteln stehen bis 2019 damit insgesamt 713 Millionen Euro für die soziale Wohnraumförderung bereit.
  • Dazu haben wir Anfang des Jahres die Förderbedingungen noch einmal angepasst und verbessert. Dadurch kann nun auch der ländliche Raum von der Wohnraumförderung profitieren.
  • Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine Sonderabschreibung für neue Gebäude in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Eine entsprechende Änderung des Einkommensteuergesetzes befindet sich aktuell in der parlamentarischen Beratung im Bundestag.
Baumaßnahmen sind das eine - Mietkosten das andere: Um die Mieterinnen und Mieter in einem besonders angespannten Marktumfeld besser vor überhöhten Mieten zu schützen, werden wir noch in diesem Jahr die Niedersächsische Mieterschutzverordnung beschließen. Die Verordnung wird in 19 Kommunen, die die NBank unter Anwendung fundierter und nach unserer Überzeugung rechtssicherer Verfahren identifiziert hat, eingeführt werden und fünf Jahre gelten. Sie wird auch die viel diskutierte Mietpreisbremse einschließen, die in den letzten Tagen von einigen Interessenvertretern hier im Land massiv angegriffen wurde.

Alle am Wohnungsmarktgeschehen beteiligten Interessenverbände, einschließlich Haus und Grund, haben seit vielen Jahren stets vertrauensvoll und engagiert mit uns in der Konzertierten Aktion Bauen und Wohnen zusammengearbeitet.

Umso befremdlicher, ja geradezu unverantwortlich ist für mich der Aufruf der letzten Woche, die Mieten so weit wie möglich zu erhöhen, um die Mietpreisbremse zu umgehen. Ich halte es für kaum vorstellbar, dass führende Interessenvertreter der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in diesem Punkt für die Mehrheit ihrer Mitglieder sprechen.

Gerade die Vermieterinnen und Vermieter in der Stadt Osnabrück - von wo der Aufruf zuerst kam - werden aller Voraussicht nach sogar von der Einführung der Mietpreisbremse profitieren: Nur dadurch - und ich betone das: nur dadurch - erhalten sie überhaupt Zugang zu der geplanten Sonderabschreibung des Bundes für Neubaumietwohnungen von 29 Prozent innerhalb von drei Jahren. Ohne Mietpreisbremse bleibt es in Osnabrück bei der jährlichen Abschreibung von 2 Prozent.

Neben der Mietpreisbremse werden wir in den gleichen Städten und Gemeinden auch die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen neu regeln. Künftig wird die Miete innerhalb von drei Jahren nur noch um höchstens 15 statt um 20 Prozent bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden dürfen. Dies wird vor allem Mieterinnen und Mietern mit geringem Einkommen zugutekommen, die einst eine geförderte Wohnung bezogen haben, deren Bindungsfrist nun abläuft.

Schließlich wollen wir auch die Mieterinnen und Mieter schützen, deren Mietwohnung in eine Eigentumswohnung umgewandelt und verkauft wird. Grundsätzlich kann der neue Wohnungseigentümer von seinem Recht auf Kündigung wegen Eigenbedarfs erst nach drei Jahren Gebrauch machen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass es vielen Mieterinnen und Mietern in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt nicht möglich ist, für sich und ihre Familien eine neue angemessene bezahlbare Wohnung innerhalb von drei Jahren zu finden. Wir arbeiten daran, die Kündigungssperrfrist mit Augenmaß an die Marktbedingungen anzupassen.

Diese Landesregierung möchte allen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Gesellschaft zu einem guten und sicheren Leben verhelfen. Dazu gehört auch bezahlbarer Wohnraum. Deshalb gehen wir das Thema entschlossen und umfassend an.


Vielen Dank!"

Dienstag, 12. April 2016

Oliver Welkes Hannover

"Bild Hannover", 12. April 2016
Lästereien mit Foto aus Salzgitter

Wenn Oliver Welke in der "heute-show" über Hannover lästert und seine Lästereien mit einem Foto belegen will, dann ist dieser Schnappschuss bestimmt in Salzgitter entstanden. Der 49-Jährige liegt als Satiriker eben häufiger daneben als in seiner Funktion als Kommentator von Fußballspielen. Das gleicht Oliver Kahn als "Experte" in der Halbzeitpause aber wieder aus...

"Hannover ist für mich die schönste Stadt", sagt dagegen die 20-jährige Studentin Theresa Hein heute in der "Bild"-Zeitung. Diese Zeitung liegt zwar ebenfalls häufiger daneben, in diesem Fall aber nicht. "Bloggerin Theresa trommelt im Netz für ihre Heimat", lautet die "Bild"-Schlagzeile. Das tut sie auf hannoverlife.blogspot.de

In der Halbzeitpause meiner Abwesenheit von Hannover hat mich eine Frau in der Eilenriede gescholten, als ich ihr berichtete, ich sei in meine Heimatstadt Wilhelmshaven zurückgekehrt: "Das macht man nicht. Hannover verlässt man nicht wieder." Diesen Fehler habe ich inzwischen wieder korrigiert.

Die lästerlichen Kommentare von Oliver Welke korrigiert hat vorige Woche auch eine 61-Jährige aus Zweibrücken, mit der ich eigentlich wegen eines Krankenhaus-Skandals sprechen wollte. Über eine Stunde lang machte ich mit ihr Gedankenreisen durch die niedersächsische Landeshauptstadt. Wir waren im "Café Tabac" in der List, in der "Schateke" und im "Barfuß" in der Altstadt, sie schwärmte über Linden und die Nordstadt, ich über die List, Bothfeld, Buchholz, die Ricklinger Kiesteiche, die Calenberger Neustadt. Wir fanden kaum ein Ende. 

Über eine hässliche Stadt behaupte man, dass sie auch "schöne Ecken" habe, sagte jüngst ein Radioreporter, der gern durch Hannover radelt, weil er dann auch Zeit hätte für die "hässlichen Ecken". Diese ironische Anmerkung hat mir mehr gesagt, als jede Lästerei von Oliver Welke.  

Donnerstag, 7. April 2016

Sie packen an

Startschuss für Wettbewerb "Unbezahlbar und freiwillig"

Hannover. Die Bewerbungsfrist beginnt, sie endet am 26. Juni: Die Sparkassen von Niedersachsen, die VGH Versicherungen und die niedersächsische Landesregierung schreiben zum 13. Mal den Wettbewerb "Unbezahlbar und freiwillig" aus. Die Preise werden am 26. November von Ministerpräsident Stephan Weil und von den Jurymitgliedern im Sparkassenforum verliehen. NDR 1 Niedersachsen stiftet einen Hörerpreis, der mit 3 000 Euro dotiert ist. 

Die Bewerbung kann online unter www.unbezahlbarundfreiwillig.de oder schriftlich auf dem Postweg erfolgen - Bewerbungen an Niedersächsische Staatskanzlei, „Unbezahlbar und freiwillig", Planckstr. 2, 30169 Hannover. In den Bewerbungsunterlagen ist das Projekt o­der die Maßnahme nachvollziehbar zu beschreiben. Diese Informationen sind notwendig für die Auswahl durch die Jury. 

Die Bewerbung soll folgende Informationen beinhalten: eine Be­schreibung des freiwilligen Einsatzes (maximal 2 Seiten, Anlagen sind möglich), die Darstellung der Ziele und Ziel­gruppe des Projektes/der Tätigkeit, der Startzeitpunkt des Pro­jektes/der Tätigkeit, die Anzahl der Ehrenamtlichen, eventuelle Kooperationspartner sowie An­gaben zur Finanzierung des Pro­jektes. 

Dienstag, 5. April 2016

Schlaflos im Schrebergarten

Pal Dardai hellwach, wenn er Blumen pflanzt

Nach der 0 : 5-Klatsche in Mönchengladbach bekommt Hertha-Trainer Pal Dardei kein Auge mehr zu. Seine Freizeit verbringt er in seinem Schrebergarten. Dort pflanzt der 40-Jährige Blumen. Meldet "Berlins größte Zeitung", die "BZ". 

Einige Kopfstein-Pflastersteine "im alten Ortskern" von Groß-Buchholz bringen eine 87-Jährige um den Mittagsschlaf. Die "breiten Fugen" stellen für die Rentnerin mit ihrem Rollator eine "große Hürde" dar. Meldet Hannovers kleinste Zeitung, die "Neue Presse". 

Pal Dardai wird spätestens nach dem Spiel gegen Hannover 96 wieder hervorragend schlafen, die 87-Jährige schon vorher, wenn sie ihren Rollator über den nicht weit entfernten Weg am Schiffgraben schiebt. Dort ist es wunderschön. Wunderschönes entspannt. Hier anschauen   

Montag, 4. April 2016

Obama kommt

Höchste Alarmstufe bei Messeeröffnung

Hannover. Die Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft, die Polizei hat einen Vorbereitungsstab gebildet, im Zooviertel werden Briefe mit Informationen für die Haushalte verteilt: Der amerikanische Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnen am 24. April, 18 Uhr, im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums die Hannover-Messe. Die USA sind Messe-Partnerland.

Geplant ist auch eine Informationsveranstaltung, die am 13. April, 19 Uhr, in der Aula des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums stattfinden soll. Fragen werden zudem an einem Bürgertelefon beantwortet, die kostenlose Rufnummer lautet 0800/73 13 131. 

Sonntag, 3. April 2016

Schaaf macht Urlaub

Nun soll Stendel keine Punkte sammeln

Da weiß man doch, wen man in Urlaub schickt: Hannover 96 Thomas Schaaf, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde. Kaum ist sie endgültig hin, ist er weg. Die Personalpolitik der "Roten" sucht wieder einmal ihresgleichen und Nachfolger ist der U19-Trainer Daniel Stendel. U19 steht für unter 19 Punkte.

"Spiegel online" meldet: "In einer Stellungnahme des Tabellenletzten heißt es, der Schritt sei das Ergebnis von "langen, intensiven Analysen zwischen den 96-Geschäftsführern Martin Kind und Martin Bader sowie dem bisherigen Coach". Der bisherige U19-Trainer Daniel Stendel wird demnach die Mannschaft bis Saisonende betreuen. Stendel spielte zwischen 1999 und 2006 für den Verein."

Das ist doch nun wirklich grober Unfug einer Vereinsspitze, die den Überblick ebenso verloren hat wie die 96-Spieler, wenn sie in die Nähe des gegnerischen Strafraums kommen. Wenn nun ein ehemaliger Spieler am Spielfeldrand steht, unterscheidet der sich doch kaum von den Spielern, die auf dem Rasen stehen. Was ist denn da von Martin Kind, Martin Bader und Thomas Schaaf intensiv analysiert worden? Mit dieser Mannschaft ist doch keine Erste Liga zu machen.

Erfolgreich ist und bleibt nur das Projekt "Betreutes Absteigen" des "Burgdorfer Kreisblatts". Das war doch schon vor Wochen klar.

Zum Beginn der Abstiegsserie

Nun das Projekt "Betreuter Aufstieg" 

Freitag, 1. April 2016

Genossenschafts-Idee stärken

Wettbewerb für gemeinsame Kreativität

Hannover. „Was einer allein nicht schafft, das machen wir zusammen" ist das Motto jeder Genossenschaft. Damit diese Idee in wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Prozesse einfließt, hat das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems den zweiten landesweiten Wettbewerb „Gemeinsam kreativ" gestartet. Gesucht werden genossenschaftliche Unternehmenskonzepte in den Themenfeldern:

• Technische und soziale Infrastruktur nachhaltig sichern

• Infrastruktur für innovative Wirtschaftsaktivitäten entwickeln

• Gemeinschaftsleben verbessern

Die Bewerber sollten eine ausgereifte Idee haben, die auch realisierbar sein sollte. 

Eine Jury unter Leitung von Staatssekretärin Daniela Behrens, wird die besten Vorschläge mit Geldpreisen im Wert von 4.500 Euro, 3.000 Euro und 2.000 Euro sowie mit einem 500-Euro-Sonderpreis für eine besonders innovative Genossenschaftsidee auszeichnen. Die Sieger erhalten zusätzlich eine kostenlose Beratung des Genossenschaftsverbandes, damit ihre Konzepte erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.

Einsendeschluss ist der 31. August 2016.

Genossenschaften sind mit mehr als 21 Millionen Mitgliedern die stärkste Wirtschaftsorganisation in Deutschland. An dem vor 150 Jahren entwickelten Genossenschaftsprinzip - Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung -  hat sich bis heute nichts geändert. Viele gesellschaftliche Aufgaben wie Energieversorgung, Sicherung von Daseinsfürsorge und Infrastruktur werden bereits in der Unternehmensform der Genossenschaft realisiert. Der Wettbewerb soll helfen, diese Möglichkeiten weiter auszubauen.

Nähere Informationen und das Bewerbungsformular auf

www.123-wir.de.