Mittwoch, 30. März 2016

Tod im Vinzenz-Krankenhaus

Schreie einer 82-Jährigen

Schreie einer Sterbenden aus dem Vinzenz-Krankenhaus in Hannover. “Dagmar!” Dann “Lothar”. Dagmar L. hört diese Schreie am Telefon. Die 61-Jährige ist in Zweibrücken angerufen worden. Eine Frauenstimme teilt ihr mit, dass ihre Mutter soeben gestorben sei. Am 15. Januar 2015, kurz vor 7 Uhr morgens. Die Anruferin verhaspelt sich. Dagmar L.´s Mutter sei bereits kalt. Sie atme nicht mehr. Die Frauenstimme sagt aber auch: “Sie liegt im Sterben.”

Mittwoch, 23. März 2016

Hoffen auf Kostbarkeit

Mein Wohnzimmer mit hoffentlich
bald kostbaren Bildern.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 
Spiel mit Formen und Farben

Da ich immer noch hoffe, dass die Bilder von Monka, die sie mir geschenkt hat, irgendwann einmal auch in Euro kostbar werden, veröffentliche ich hier diesen Ausstellungs-Hinweis:

Die Vereinigung Barsinghäuser Künstler stellt vom 20. April bis 11. September im Bildungsverein Am Listholze 7 einige ihrer Werke aus. Ob Öl oder Acryl, die Malerinnen Renate Gänsslen, Helga Klimaschewski, Magdalena Koch, Marianne Ludwig-Surrey, Maike Pieper, Monika Rahn, Monka Schmidt-Rinke und Elke Willruth spielen mit Formen, Farben und Material, sie öffnen die Augen für Landschaften und Menschen. 

Die Vereinigung besteht seit über 40 Jahren.

Freitag, 18. März 2016

Verbot abgelehnt

"Bürgerwehr Hannover" verliert vor Verwaltungsgericht

Hannover-11. März 2016. Die "Bürgerwehr Hannover" hat für den 19. März eine Demonstration auf dem Weißekreuzplatz geplant, im Internet gibt es bereits Aufrufe zu einer Gegendemonstration unter dem Motto "Der rassistischen Mobilmachung entgegentreten". Die "Bürgerwehr" klagte vor dem Verwaltungsgericht. Das Gericht sollte diese Gegendemonstration verbieten. Das Verwaltungsgericht lehnte heute den Antrag ab.

Ein Verbot, so das Gericht, sei schon deshalb nicht möglich, weil der Polizei noch gar kein Antrag auf Genehmigung vorliegt. Ob die Gegendemonstration stattfinden solle, sei bisher "völlig ungewiss". Außerdem gebe es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass die "Bürgerwehr Hannover" mit Gewalt rechnen müsse. Sollte das der Fall sein, müsse die Polizei einschreiten.

Aktenzeichen 10 B 1629/16

Meine Meinung

Der gewählte Ort ist verräterisch. Die "Bürgerwehr Hannover" will nicht demonstrieren, sie will wieder einmal nur provozieren - auch auf dem Rücken der Polizei. Weil sich die "Bürgerwehr Hannover" für die bessere Polizei hält, die besser geschützt werden muss als die Männer und Frauen, die ihren Dienst legal verrichten. Gegen solche Leute muss nicht mobilisiert werden. Das sind auch keine Rassisten. Die können dieses Wort nicht einmal schreiben. 

Man stelle sich einmal vor, Eltern würden eine "Schülerwehr Hannover" gründen und behaupten, sie könnten ihre Kinder besser unterrichten als alle Pädagogen. Das Gelächter wäre sicherlich groß. Am lautesten lachen würden wahrscheinlich die Kinder, sobald die erste Unterrichtsstunde beendet ist. 

Die Polizei leistet viele Überstunden, nun auch noch wegen Falschberufener, die meinen, dass sie nicht den richtigen Beruf gewählt haben, und denken, Polizist sein kann ich auch so.

Verwaltungsgericht entscheidet gegen die Polizei

Hannover-18. März 2016. Der Antragsteller zeigte unter dem  8. 2. 2016 für die „Bürgerwehr Hannover" eine stationäre Versammlung am Weißekreuzplatz in Hannover für den 19. 3. 2016 im Zeitraum von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr zum Thema „Missbrauch des Asylrechts und sofortige Räumung des Weißekreuzplatzes" an, für die er ca. 100 Teilnehmer erwartet.

Neben dem Antragsteller hat für den Samstag in der Zeit zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr und für den Zeitraum von Samstag, 17.00 Uhr, bis zum 21. 3. 2016, 17.00  Uhr, die Partei GRÜNE Linden-Limmer auf dem Weißekreuzplatz - möglichst nahe am „Refugee Protest-Camp" - eine versammlungsrechtliche Aktion in Form einer stationären Kundgebung unter dem Motto „Rassismus ist keine Meinung - Solidarität mit dem Refugee Camp Hannover" angezeigt, die dort auch stattfinden darf.

Mit Bescheid vom 16. 3. 2016 verfügte die Polizeidirektion Hannover gegenüber der Versammlung des Antragstellers die versammlungsrechtliche Beschränkung, dass die Versammlung abweichend von der Anzeige auf dem Andreas Hermes-Platz stattfinden dürfe. Aus der Email-Korrespondenz mit dem Antragsteller und seinen Äußerungen auf Facebook werde ersichtlich, dass öffentliche Auseinandersetzungen, wenn nicht gar Übergriffe, mit den Teilnehmern des sudanesischen Protestcamps (und den Unterstützergruppen des Protestcamps aus der linken Szene) bewusst provoziert werden sollten.

Das Verwaltungsgericht hat dem Eilantrag des Antragstellers mit der Maßgabe stattgegeben, dass die Versammlung im nördlichen Bereich des Weißkreuzplatzes stattfinden darf: Die versammlungsrechtliche Beschränkung sei rechtswidrig. Gemäß § 8 Abs. 1 des Niedersächsischen Versammlungsgesetzes (NVersG) könne die zuständige Behörde eine Versammlung unter freiem Himmel beschränken, um eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Entgegen der Auffassung der Polizeidirektion stelle die Verlegung des Versammlungsortes vom Weißekreuzplatz zum Andreas-Hermes-Platz nicht lediglich eine geringfügige örtliche Beschränkung dar, die den Kernbereich des Versammlungsrechts nicht berühre. Dem gewählten Versammlungsort komme im Hinblick auf das Versammlungsthema eine hohe Symbolkraft zu, so dass die Versammlung nicht an einem beliebigen anderen Ort stattfinden könne. 

Soweit sich die Polizeidirektion auf eine unmittelbare Gefahr gewalttätiger Auseinandersetzungen berufe, fehle es hierfür an konkreten Erkenntnissen. Solche ergäben sich insbesondere nicht aus dem von der Polizeidirektion vorgelegten Gefährdungslagebild vom 14. 3. 2016. Auch wenn es Erkenntnisse gebe, dass zwei aus der rechtsextremen Szene bekannte Personen ihre Teilnahme zugesagt hätten, gebe dieses der Versammlung noch kein gewalttätiges Gepräge. 

Auch der Umstand, dass es auf dem Weißekreuzplatz am gleichen Tag mehrere Versammlungen gebe, rechtfertige eine Verlegung nicht. Das Gericht hält es für möglich, diese Demonstrationen voneinander zu trennen, zumal diese Gruppen den Platz zu unterschiedlichen Zeiten für sich in Anspruch nehmen und die Polizeidirektion für die Versammlung des Antragstellers eine Teilnehmerzahl lediglich im „oberen zweistelligen Bereich" erwarte. Anhaltspunkte dafür, dass es der Polizei nicht möglich wäre, Teilnehmer der Veranstaltungen auf der Rasenfläche des Weißekreuzplatzes durch entsprechende Maßnahmen auseinanderzuhalten, seien dem Gefährdungslagebild nicht zu entnehmen. Dass die Polizei nicht über ausreichende Einsatzkräfte verfüge, habe sie selbst nicht vorgetragen. Die Polizei habe auch keine Überlegungen dazu angestellt, warum einer Gefahrenlage, die durch Teilnehmer der anderen Veranstaltungen hervorgerufen werde, nicht durch entsprechende Beschränkungen gegenüber dem anderen Anzeigenden begegnet werden könnte.

Der Polizeidirektion bleibt aber nachgelassen, darüber hinausgehende Beschränkungen anzuordnen, die einen Sicherheitsabstand zu dem bestehenden „Refugee Protest- Camp" sicherstellen sollen.
Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.

Aktenzeichen: 10 B 1775/16     





Mittwoch, 16. März 2016

In eigener Sache

Wirrkopf schmiert Seiten voll

Ein anonymer Kommentator schreibt sich wieder einmal die Finger wund, auf http://www.burgdorferkreisblatt.de und auf heinzpetertjaden.wordpress.com. Nun behauptet er, er wohne in Wilhelmshaven und habe fünf Verbündete, in meinem Wohnort Burgwedel gebe es bereits einen Spion, der in der gleichen Straße wohne wie ich.
Dass dieser Wirrkopf Verbündete hat, ist mir schon lange bekannt, sie sind nur noch nicht zu fassen. Die Polizei hat es vor Jahren einmal versucht, die Fahndung endete immer im virtuellen Hamburg. Bei einer Staatsanwaltschaft ruht ein Ermittlungsverfahren gegen anonyme blogger, die vor keiner Lüge zurückschrecken.
Ich habe auf http://www.burgdorferkreisblatt.de und bei Wordpress die Kommentarfunktion geändert. Nun haben es Wirrköpfe schwerer.
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Samstag, 12. März 2016

Nun Handball

96-Profiabteilung soll gemeinnütziger Verein werden

Das "Kreisblatt"-Projekt "Betreutes Absteigen" gehört inzwischen zu den erfolgreichsten Projekten, die es in Deutschland je gegeben hat. Mit dem Fuß trafen die "Roten" das Kölner Tor wieder nicht, Handspiele waren dieses Mal verboten. Darauf reagierte 96-Boss unverzüglich mit einem Antrag an den Deutschen Handballbund auf sofortige Spielerlaubnis für die Handball-Bundesliga bis zum Ende der Saison.

Sonst noch im Köcher von Martin Kind: Die Anerkennung der Profiabteilung als gemeinnütziger Verein. Vereinszweck: Die ausschließliche Beschäftigung von Spielern, die keinem Gegner die Punkte stehlen. Dafür bürgen soll Thomas Schaaf als Trainer auf Lebenszeit, der so weiterarbeiten soll wie bisher.

Die Deutsche Fußball-Liga reagierte darauf bereits mit der Anforderung einer eidesstattlichen Versicherung. Text: "Hannover 96 versichert an Eides Statt, dass die Mannschaft keine Punkte mehr holen wird, um nicht die Gegner zu benachteiligen, die in der Rückrunde gegen Hannover 96 noch nicht gewonnen haben." 

Dazu Thomas Schaaf: "Wir bringen auch in Frankfurt auf den Rasen, was wir an Eides Statt eigentlich gar nicht versichern müssen, weil wir gar nicht anders können." Stuttgart bleibe die Ausnahme, sei ein "einmaliger Ausrutscher".

Betreutes Absteigen: Nun macht Schaaf Urlaub

Zum Beginn der Abstiegsserie  

Mittwoch, 9. März 2016

Zwei Fremdsprachen

Kultusministerin hält Lösung für gut

Hannover-7. März 2016. Zwei Fremdsprachen sollen an Gymnasien und Kooperativen ab dem 11. Schuljahr Pflicht bleiben. So steht es im neuen Entwurf des niedersächsischen Kultusministeriums für die "Verordnung über die gymnasiale Oberstufe". Zusätzlich erhalten die Schulen Spielraum, um abweichend von der grundsätzlichen Belegungsverpflichtung einer zweiten Fremdsprache eine Alternative als Wahlpflichtangebot einzurichten. Hierüber müsste der Schulvorstand entscheiden. Der Verordnungsentwurf befindet sich bis zum 14. März in der öffentlichen Anhörung.

„Angesichts der Bedeutung der Fremdsprachen und vor dem Hintergrund des von den Schulen verbindlich anzubietenden sprachlichen Profils in der Qualifikationsphase wird die zweite Pflichtfremdsprache in jedem Fall auch künftig fester Bestandteil der Stundentafel der Einführungsphase bleiben. Gleichzeitig können sich Schülerinnen und Schüler, die bereits im 11. Schuljahrgang wissen, dass sie ein anderes Profil in der Qualifikationsphase anwählen möchten, dann schon in der Einführungsphase durch das zusätzliche Wahlpflichtangebot intensiv auf die entsprechenden Schwerpunktfächer vorbereiten. Ich halte das für eine gute Lösung, die allen Anliegen gerecht wird", sagt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Im bundesweiten Vergleich liege Niedersachsen in der Summe der Stunden für die zweite Fremdsprache mit der vorgeschlagenen Regelung weit vorne. Die KMK-Regelung gehe zudem von einer Mindestbelegungszeit von vier Jahren für die zweite Fremdsprache aus. „In Niedersachsen sind mindestens fünf Jahre verpflichtend, selbst wenn die Schule von der abweichenden Regelung Gebrauch macht. Es gibt keinen Zweifel, dass wir dem Erlernen der zweiten Fremdsprache eine hohe Priorität einräumen. Die zweite Fremdsprache ist und bleibt ein zentraler Bestandteil der gymnasialen Bildung in Niedersachsen", so Heiligenstadt.


In einem ersten Verordnungsentwurf war geplant, die zweite Pflichtfremdsprache in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe als ausnahmslos verpflichtend vorzusehen. Nach Hinweisen in der Anhörung, bei der zu dieser Frage sehr unterschiedliche Positionen eingenommen wurden, wurde der entsprechende § 8 der „Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO)" angepasst. Dies erfolgte im Zuge der Umstellung auf einen neuen dreizehnjährigen Bildungsgang an Gymnasien und an den nach Schulzweigen gegliederten Kooperativen Gesamtschulen („G9"). 

Im Juni 2015 hatte der Niedersächsische Landtag ein neues Schulgesetz verabschiedet und damit unter anderem das so genannte „Turbo-Abi" abgeschafft. Seit dem Schuljahr 2015/2016 haben die Schülerinnen und Schülern der Schuljahrgänge 5 bis 8 wieder mehr Zeit zum Leben und Lernen: Die Schulzeit wird gestreckt, aber nicht mehr Stoff in die Lehrpläne gepackt. Somit bleibt mehr Zeit, um jede Schülerin und jeden Schüler besser individuell zu fördern und den Übergang von der Schule in das Studium oder den Beruf intensiver zu begleiten.

Pressemitteilung zur Kritik des Philologenverbandes

Hannover-9. März 2016. Das Niedersächsische Kultusministerium weist die Kritik des Philologenverbandes an der neuen Entwurfsfassung der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in aller Form zurück. „Es gibt einen fundierten, modernen und innovativen Verordnungsentwurf für die Oberstufe der Zukunft. Hier wird Bewährtes bewahrt und Neues als Möglichkeit eingeräumt. Der Entwurf sichert die hohe Qualität des niedersächsischen Abiturs und garantiert die Einhaltung der Bildungsstandards", so ein Sprecher des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Form und Inhalt der Verlautbarung seien kein Beitrag zur sachgemäßen Auseinandersetzung über die Arbeit in der Oberstufe. Auch wenn sich der Philologenverband auf politische Oppositionsrhetorik beschränke, bleibe das Kultusministerium aber sachlich, erklärt der Sprecher. „Leider werden falsche Tatsachen in den Raum gestellt, wie die angebliche Kürzung in den MINT-Fächern im Sekundarbereich I oder das angebliche Ziel, die Anforderungen herabzusetzen. Das entbehrt jedweder Grundlage." Dennoch sei das Ministerium immer gesprächsbereit und nehme weitere Hinweise der Verbände im Rahmen der Anhörung selbstverständlich entgegen. Dies gelte auch für die Versetzung in die Qualifikationsphase und die Bewertungen in 12 Fächern. Sollten in dieser Frage die Rückmeldungen in der erneuten Anhörung überwiegend kritisch sein, wäre der Vorschlag noch einmal zu prüfen.

Insbesondere sei die Kritik des Philologenverbandes an der Rolle der zweiten Fremdsprache in der Oberstufe „im Ton maßlos und in der Sache nicht nachvollziehbar", so der Sprecher. Grundsätzlich bleibe die zweite Fremdsprache verbindlich, die Abweichung müsse ausdrücklich vom Schulvorstand beschlossen werden. „Das Kultusministerium hat Vertrauen in die Schulleitungen, die Lehrkräfte, die Elternvertretungen sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Schülerinnen und Schüler, sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Die Schule bleibt verpflichtet, die zweite Fremdsprache anzubieten. Das alternative Wahlpflichtangebot bietet Schülerinnen und Schülern aber die Möglichkeit, sich auf eine Schwerpunktbildung in der Qualifikationsphase vorzubereiten. Es bleibt völlig unklar, warum die Schulen mit dieser Möglichkeit aus der Sicht des Philologenverbandes `Bildungsabbau' betreiben sollten".

Auch die Ablehnung einer Präsentationsprüfung im 5. Abiturprüfungsfach kann nicht nachvollzogen werden, da sie in mehreren Bundesländern, z. B. in Baden-Württemberg, bereits Standard ist. „Wir halten eine solche Prüfungsmöglichkeit für einen sehr zeitgemäßen Schritt. Die Schülerinnen und Schüler müssen die Präsentation ausarbeiten und dem Fachprüfungsausschuss vorstellen und gut begründen. Eine solche Arbeitsleistung fördert das selbständige Arbeiten von Schülerinnen und Schülern und das intensive Durchdringen von Sachverhalten."

„Die unkonstruktive Haltung des Philologenverbandes ist bedauerlich, insbesondere, da dieser in den Dialogprozess für den neuen neunjährigen Bildungsgang an den niedersächsischen Gymnasien intensiv eingebunden war", so das Fazit des Sprechers.

Samstag, 5. März 2016

Betreuter Abstieg

Schaaf wird von Werder rasiert

"Wie ein Schaaf rasiert wird", hat der NDR 2-Reporter wortgespielt, Das war gar trefflich formuliert, denn kurz zuvor hatte Werder zum vierten Mal gegen Hannover 96 getroffen. Die Rasar wurde perfekt.

Wer der Mannschaft den Abstieg immer noch nicht zugetraut hat, täuschte sich heute Nachmittag ein letztes Mal. Das Punkte-Polster zum Relegations- und zum Nicht-Abstiegsplatz lässt solche Trugbilder nicht mehr zu, dafür aber das "Kreisblatt"-Projekt "betreutes Absteigen".

Der rasierte Schaaf wird die "Roten" natürlich ebenfalls weiter betreuen. Betreuung ist das Einzige, was bleibt. Vielen Spielern, die in Bremen auf dem Platz gestanden haben, wird die Zweite Liga erspart bleiben. Darüber freut sich schon so mancher Zweitligist, denn so bleibt auch ihnen einiges erspart.

Nun Handball

Zum Beginn der Abstiegsserie 

Mittwoch, 2. März 2016

Kein 96-Chaos

"Neue Presse" verbreitet Unsinn - die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" nicht

Die "Neue Presse" behauptet heute Unsinn über Hannover 96. Bei der knappen 0 : 4-Niederlage gegen Wolfsburg ist keineswegs das Chaos ausgebrochen. Die Abwehr stand meistens gut, nur bei den Gegentoren falsch und einige wenige Male schlecht.

96-Boss Martin Kind verließ das Stadion auch nicht nach 60 Minuten, weil er mit den Nerven am Ende war, sondern weil er dachte, dass er sich versehentlich ein Spiel der C-Jugend der "Roten" angesehen hatte. Als aber auch nach einer Stunde noch kein Spieler mit einem Smartphone Selfies gemacht und ins Netz gestellt hatte, war ihm klar geworden, dass diese Vermutung nicht richtig sein konnte.

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" dagegen lag heute richtig, als sie den "Roten" riet, die knappe Niederlage abzuhaken und so weiter zu machen wie bisher. Die Erste Liga ist zwar schon abgehakt, aber bis zum Saisonende wird Hannover 96 noch so tun müssen, als sei 96 für irgendeine Mannschaft ein Gegner. Das wird schwer genug.

Schaaf in Bremen rasiert

Zum Beginn der Abstiegs-Serie