Dienstag, 29. September 2015

Landgericht Hannover

Was falsch ist, kann aber auch richtig sein

Seit Jahr und Tag schlage ich mich mit einem Unternehmen herum, das eigentlich mehrere Firmen ist, was das Handelsgesetzbuch untersagt, aber das Landgericht Hannover sagt dazu: "Alles korrekt!" Auch der nicht existierende Firmensitz wird von diesem Gericht bestätigt. Er stehe korrekt im Handelsregister. 

Dann ist es wohl auch korrekt, dass Post bei diesem Unternehmen nicht ankommt, niemand vor Gericht erscheint, wenn Mieter ihre Kosten für Sanierungen von dieser Mehrfach-Firma zurückfordern und ihr Geld in den Wind Frankfurter Gerichtssäle schreiben müssen, weil sie dort allein unter Richtern sind.

Man stelle sich einmal vor, ein Bundesbürger würde sich mehrere Namen geben und wenn er verklagt wird, entscheidet das Landgericht Hannover: "Der vorgelegte Personalausweis ist aber korrekt!" Wenn sich dieser Bundesbürger auch noch nur dann einen Anwalt nehmen würde, wenn er behauptet, Gläubiger zu sein, wie würde dann das Landgericht von Hannover entscheiden? Etwa so: "Ist dieser Gläubiger Schuldner, kann auf seine Anwesenheit verzichtet werden"?

Die Mehrfach-Firma kann man übrigens spielend leicht googeln, der Geschäftsführer heißt immer André Haas und hat in Schollbrunn ein Schreibbüro. Will ihm jemand auf den Zahn fühlen, lässt er sich verleugnen. Aber immerhin: Er heißt immer André Haas - als Geschäftsführer von Anjas Erster Property, als Geschäftsführer von Anjas Zweiter Property, als Geschäftsführer von Beates Erster Property, als Geschäftsführer von Beates Zweiter Property - und erst recht als Besitzer eines Schreibbüros in Schollbrunn, während die Anjas und Beates täglich vergeblich auf ihn in Frankfurt warten. 

André Haas versetzt nicht nur diese vier Firmen-Damen, er versetzt auch das Landgericht von Hannover in eine Art juristischen Tiefschlaf...Wir wissen alle: Wer schläft, sündigt auch.

Während dessen kann dies geschehen: Mehrere Staatsanwaltschaften haben in der Vergangenheit Ermittlungsverfahren gegen Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) geführt. Laut Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern ist ein gewisser Dirk Tönges ab 5. Juli 2007 Geschäftsführer gewesen, die Nachfolge trat am 13. November 2008 ein gewisser Thomas Steger an. Ein gewisser Shankar, der das Unternehmen ab 10. März 2006 geleitet hatte, konnte im November 2011 von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich irgendwo versteckt hielt. In einem Schriftstück der Staatsanwaltschaft von Frankfurt tauchte sein Name am 28. Mai 2013 allerdings wieder auf. Dort hieß es, Ravi Shankar habe Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) bis zum 13. Dezember 2011 geführt. Neuer Geschäftsführer sei ein gewisser André Haas. 

Das alles und noch viel mehr berichte ich seit Jahren...Hier klicken







Samstag, 26. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (VII)

Wie Bilder täuschen können, weil ich diesen Heini
immer wieder täuschen kann. Im April bin ich fast
bis nach Bremen gelaufen, weil mein Herrchen
verreist war. Dort holte er mich aus einem Tierheim
ab, ich tat so, als wenn ich mich darüber freue...

























Ein Prophet bin nur ich/Ende der schönen Zeit im Tierheim

Die Roten machen sich Hoffnungen vor dem Spiel in Wolfsburg, die ich heute Nachmittag nicht mehr habe, denn dann holt mich der Heini am anderen Ende der Leine, also dieser Heinz-Peter Tjaden, wieder aus dem Tierheim Langenhagen-Krähenwinkel ab, in dem ich schon im Januar leider nur für kurze Zeit gewesen bin.

Hoffnungen machen sich die Roten, weil Dieter Hecking keine Heimderbys gewinnen kann, wie ich, so lange ich bei diesem Heini bin, der mit mir nicht nur in der Stube hockt, der mir kein Fließband mit Leckerlis baut, das schmackhaft an mir vorbeizieht, während ich auf dem Sofa liege und in mich hineinfresse, was an mir in Schnappweite vorbeikommt, wie ich das tun würde, wenn es dieses Fließband gäbe. Aber eins hat dieser Heinz-Peter Tjaden vom Veterinäramt der Region Hannover per Verfügung nun endlich schriftlich: Seine Interessen haben hinter meinen zurückzustehen. Ein Menschenschutzgesetz gibt es zwar auch, aber dafür ist der Tierschutzverein nicht zuständig. Und das ist gut so. Mein Interesse ist und bleibt: Weg von diesem Heini! Irgendwann wird mir das dauerhaft gelingen. Schließlich bin ich ein erfolgreicher Orakel-Terrier.

Erfolgreich ist auch der "Marktspiegel"-Sportreporter Jens Kamm. Schreibt er hier. Angeblich ist er seit Mittwoch ein Prophet. Von wegen. Das bin nur ich. Das bleibt so. Da es mir ab heute gegen 15.30 Uhr bei meinem Herrchen wieder schlecht gehen wird, darf es dem 96-Trainer Michael Frontzeck in Wolfsburg nicht auch noch schlecht gehen. Er gewinnt mit den Roten, knapp, glücklich, aber egal - wie mir bald wieder alles ist.

Wehe, Sie rufen nach meiner Rückkehr zu diesem Heini am anderen der Leine hinter mir her, dass ich niedlich bin, ein hübsches Kerlchen und erstaunlich fit. Das wäre nicht in meinem Interesse.

Die Verfügung des Veterinäramtes der Region Hannover darf nur ein Anfang sein. Hier klicken

Mein bisher schönstes Erlebnis: die Beschlagnahme 

Nicht gut genug orakelt, Mike Tjaden!

VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 1 : 1

Liga-Orakel (VIII)


Freitag, 25. September 2015

Vorbildliches Hölty-Gymnasium

Schüler aus Wunstorf helfen Flüchtlingskindern

Hannover/Wunstorf. Im Frühjahr steigt die Zahl der Flüchtlinge, die Schülervertretung des Wunstorfer Hölty-Gymnasiums beschließt: "Wir besuchen Flüchtlingskinder, bieten ihnen Hilfe an." Daraus ist eine Initiative geworden, zu der inzwischen 75 Schülerinnen und Schüler gehören. Sie bringen den Flüchtlingskindern Deutsch bei, starten gemeinsame Aktionen.

Dafür ist das Hölty-Gymnasium heute vom Kinderschutzbund und vom Land Niedersachsen mit dem KinderHabenRechte-Preis ausgezeichnet worden. „Die Kinderrechte gelten für alle Kinder. Gemeinsam können wir für eine kindergerechte Gesellschaft sorgen. Eine Gesellschaft, die Kinderrechte achtet und stärkt, schafft ein tragfähiges Fundament für unser Zusammenleben in Vielfalt und Toleranz", sagte Sozial- und Familienministerin Cornelia Rundt bei der Preisverleihung. „Deshalb freut es mich besonders, dass sich in diesem Jahr auch eine Vielzahl von Initiativen beworben hat, die sich für Flüchtlingskinder einsetzt."

Krankenhäuser

Kriminalität wirkungsvoller bekämpfen

Hannover. Niedersachsen hat heute den Entschließungsantrag zur Stärkung der Sicherheit von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern in den Bundesrat eingebracht, der in den Ausschüssen diskutiert werden soll.

Nach Ansicht von Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt gibt es zwei grundlegende Schwachpunkte bei den vielfältigen Regelungen und Gremien, die sich mit dem Thema Patientensicherheit auseinandersetzen. Erstens lege die Patientensicherheit derzeit noch fast ausschließlich den Focus auf Qualitätssicherung und Vermeidung von Behandlungsfehlern. „Ausgeblendet ist der Schutz vor vorsätzlichem kriminellen Handeln in Krankenhäusern", so Rundt. „Hier gibt es Nachholbedarf."

Zum Zweiten seien durchaus auch in solchen Fällen anwendbare bestehende Reglungen relativ unverbindlich. Zwar gebe es Richtlinien zur Stärkung des Patientenschutzes und zum Risikomanagement, die Art der Umsetzung in den Krankenhäusern sei aber sehr allgemein gehalten: "Es fehlen Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten."

In den einschlägigen Berufsgesetzen der Gesundheitsberufe müsse die rechtliche Voraussetzung dafür formuliert werden, dass - anders als bisher - bei der Beantragung eines Ersatzdokuments von der zuständigen Stelle das Vorliegen von Widerrufsgründen zu prüfen sei - und zwar vor allem die Frage der Zuverlässigkeit. Daneben solle sich der Bundesrat gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss dafür einsetzen, dass bei der Überarbeitung der Richtlinie zum Risikomanagement in den Krankenhäusern Handlungsstrategien zur Vermeidung vorsätzlichen kriminellen Handelns aufgenommen werden.

Dienstag, 22. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (VI)

Nicht mit dem Rücken zur Wand

Auch dieses Mal orakele ich aus einem Tierheim, aus welchem, darf ich nach der Beschlagnahme vor sechs Tagen nicht verraten, weil laut Tierschutzverein Hannover mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini sonst am anderen Ende der Leine, das nicht wissen darf. Dass der mich quält, berichte ich seit Jahren, nun hat das endlich jemand geglaubt. 

Dass aber die Roten, wie von "Marktspiegel"-Sportreporter Jens Kamm behauptet, mit dem "Rücken zur Wand" stehen, glaube ich nicht, zumal ich bisher in keinem Stadion eine Wand gesehen habe. Bei Freistößen spricht man auch nicht von einer Wand, die von den Spielern gebildet wird, sondern von einer Mauer. 

Jens Kamm zuliebe möchte ich aber doch bei dem Bild "Rücken zur Wand" bleiben. Es bedeutet: Nach hinten ist der Weg versperrt. Das wäre gegen Stuttgart schon einmal gut. Wenn für die Roten der Weg nach hinten versperrt ist, ist der Weg der Stuttgarter nach vorn versperrt. Die Stuttgarter dagegen müssen nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, für die Roten läuft nach vorn sowieso kaum etwas bzw. kaum jemand. 

Im Laufe der Saison wird sich das aber noch ändern. Dann werden alle Wände eingerissen und schon kommt die Wende. Die heißt nicht mehr Michael Frontzeck...

Für Wolfsburg heißt es heute Abend in München, "Nadelstiche zu setzen". Sagt Trainer Dieter Hecking. Wahrscheinlich heckt der wieder etwas aus, denn gegen die Bayern gewinnt er seit einiger Zeit immer. Nur heute Abend  nicht. Trotzdem gilt wie immer in dieser Saison: Dortmund bleibt Tabellenführer.

Richtig orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

Bayern München gegen VfL Wolfsburg 5 : 1 
Hannover 96 gegen VfB Stuttgart 1 : 3 

Falsch orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

TSG 1899 Hoffenheim gegen Borussia Dortmund 1 : 1 

Liga-Orakel (VII)

Samstag, 19. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (V)

Die Einschläferung der Augsburger

Nach der Niederlage in Mainz bleibt Hoffenheim Einpünktchen, morgen treffen sich in Augsburg die beiden anderen Einpünktchen. Vielleicht aber auch nicht. Denn die Roten haben sich laut "Bild"-Zeitung einen Trick ausgedacht. Erst täuschten sie bei der Hotelzimmersuche Probleme vor, dann trainierten sie nicht richtig und nicht heute, sondern erst morgen setzen sie sich in einen Flieger, der nicht pünktlich landet und schläfern so den Gegner ein.

Denn Augsburg hat in dieser Woche auch in einem Flieger gesessen. Die Mannschaft flog 1590 Kilometer hin und kehrte 1590 Kilometer mit einer Niederlage aus Bilbao zurück. Das schlaucht. Sind die Roten morgen nicht rechtzeitig da, müssen die Augsburger 45 Minuten auf Hannover 96 warten, dann können sie den Platz verlassen und bekommen die drei Punkte. 

Das wird aber nicht passieren. Geschlaucht von Flugreise und Niederlage schlafen die Augsburger während der Warterei auf dem Platz ein und niemand kann sie mehr wecken. Im Schlaf gewinnt keine Mannschaft drei Punkte. Am grünen Tisch bekommen beide Mannschaften ein Pünktchen, dann sind Augsburg und Hannover 96 Zweipünktchen und die Hoffenheimer fragen sich, warum sie überhaupt nach Mainz gefahren sind. Also: Das Spiel in Augsburg darf auf keinen Fall stattfinden. 

Mehr habe ich dazu nicht zu schreiben. Also nur noch dies: Dortmund bleibt Tabellenführer.

Anmerkung: Wie alle wissen, bin ich der erste Jagdterrier, der eine Broschüre geschrieben hat, die man auch in der Niedersächsischen Landesbibliothek ausleihen kann. Sie ist bei www.lulu.com erschienen ("Wuff am Sonntag"). Im Internet bin ich nicht nur mit meinen trefflichen Orakeln vertreten, sondern auch mit http://tjadenleaks.blogspot.de Neu ist: Nun bin ich auch der erste beschlagnahmte Orakel-Terrier. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie doch mal hier.    

Richtig orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

Darmstadt 98 gegen Bayern München 0 : 3
Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen 3 : 0
FC Augsburg gegen Hannover 96 2 : 0

Liga-Orakel (VI)

Mittwoch, 16. September 2015

Abfallcontainer in Hemmingen

Streit mit der Stadt und mit aha!

Hannover-14. September 2015. Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichtes verhandelt am 16. September zwei Klagen des Unternehmers W. gegen die Stadt Hemmingen, in denen es um die Aufstellung von Altkleidersammelcontainern im öffentlichen Straßenraum geht.

Im Verfahren 7 A 6744/13 geht es um eine Beseitigungsanordnung für vier von W. im Jahre 2013 ohne Sondernutzungserlaubnis im Stadtgebiet von Hemmingen aufgestellte Sammelbehälter. Diese sind zwar inzwischen entfernt. Der Kläger hat den Rechtsstreit jedoch bislang nicht in der Hauptsache für erledigt erklärt.

Im Verfahren 7 A 6561/13 wendet sich der Kläger gegen die Ablehnung seines Antrages auf Erteilung einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis für die Aufstellung von je zwei Altkleidercontainern an sieben Standorten im öffentlichen Straßenraum der Stadt Hemmingen. Die Erteilung der Erlaubnis steht im Ermessen der Behörde. Die Stadt Hemmingen hatte den Antrag 2013 mit der Begründung abgelehnt, die Sammlung von Altglas, Altpapier und Altkleidern erfolge bereits durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), der in dem Verfahren beigeladen ist. Die Sauberkeit der Sammelstandorte sei nur gewährleistet, wenn ein (einziges) Unternehmen dafür verantwortlich sei. Außerdem sei der Kläger unzuverlässig, weil er bereits ohne Erlaubnis vier Behälter aufgestellt habe.

Beginn beider Verfahren: 10 Uhr in Saal 4

Unternehmer unterliegt vor Verwaltungsgericht

Hannover-16. September 2015. Mit Urteilen vom heutigen Tag hat die 7. Kammer zwei Klagen eines Unternehmers, der u. a. Altkleidersammelcontainer aufstellt, gegen die Stadt Hemmingen abgewiesen.

Im ersten Verfahren ging es um eine Verfügung der Stadt, mit der dem Kläger im Jahr 2013 aufgegeben worden war, vier Altkleidersammelcontainer, die ohne die erforderliche straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis im öffentlichen Straßenraum der Stadt aufgestellt worden waren, wieder zu entfernen. Entgegen der erstmals im Rahmen der heutigen mündlichen Verhandlung vom Kläger aufgestellten Behauptung, er habe mit diesen Containern gar nichts zu tun gehabt, ging das Gericht auf Grund einer Reihe von Indizien davon aus, dass dem Kläger die illegale Aufstellung der Container zurechenbar sei. An den Containern seien Aufkleber vorhanden gewesen, die auf den Kläger verwiesen hätten. Der Kläger habe weiterhin zwei Jahre lang im Klageverfahren nicht bestritten, für deren Aufstellung verantwortlich zu sein. Auch in einem von ihm gegen die Anordnung der sofortigen Vollziehung der Verfügung angestrengten Eilverfahren habe er dieses, obwohl das nahe gelegen hätte, nicht geltend gemacht, sondern im Gegenteil in seinen eigenen Schriftsätzen den Eindruck erweckt, es handele sich um ihm gehörende bzw. zumindest zurechenbare Container. Gegen den ablehnenden Beschluss der Kammer im Eilverfahren habe er zudem kein Rechtsmittel eingelegt. Schließlich habe der Kläger selbst eingeräumt, auch in anderen Kommunen Container ohne die erforderliche Sondernutzungserlaubnis aufgestellt zu haben. Die Beseitigungsanordnung sei rechtmäßig gewesen, auch wenn der Kläger seinerzeit parallel ein Verfahren zur Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen für die Aufstellung von Containern u. a. gerade auch für die betroffenen Standorte betrieben habe. Verbotene Eigenmacht bei der Aufstellung von Containern im öffentlichen Straßenraum sei nicht hinnehmbar.

Gegen das Urteil ist ein Antrag auf Zulassung der Berufung beim Nds. Oberverwaltungsgericht zulässig.

Az. 7 A 6744/13

Im zweiten Verfahren begehrte der Kläger die Neubescheidung seines von der Stadt Hemmingen abgelehnten Antrages auf Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen für die Aufstellung von Altkleider- und Altpapiersammelcontainern an mehreren Standorten im Stadtgebiet. Nach Auffassung der Kammer durfte die Stadt die Erteilung zu Recht allein mit dem Argument versagen, der Kläger habe sich mit der vorherigen illegalen Aufstellung von vier Altkeidersammelcontainern als unzuverlässig im straßenrechtlichen Sinne erwiesen.

Weil es zu der Frage, ob der Belang der Zuverlässigkeit bei der Erteilung straßenrechtlicher Sondernutzungserlaubnisse rechtlich eine Rolle spielen kann, noch keine obergerichtliche oder höchstrichterliche Rechtsprechung gibt, hat die Kammer in diesem Verfahren eine Berufung zum Nds. Oberverwaltungsgericht wegen grundsätzlicher Bedeutung von sich aus zugelassen.

Az. 7 A 6561/13

Dienstag, 15. September 2015

Streit um Pavillon

Altenbekener Damm: Wichtig für Erscheinungsbild?

Hannover-8. September 2015. Gestritten wird vor dem Verwaltungsgericht um einen von zwei nahezu identischen, in den 50-er Jahren errichteten Pavillons auf den Grundstücken Altenbekener Damm 11 und 13, die im äußeren Erscheinungsbild noch einen weitgehend originären Zustand aufweisen.

Die Landeshauptstadt Hannover hält den Abriss des betroffenen Ladenpavillons für unzulässig. Sie hat inzwischen eine Erhaltungssatzung für das Gebiet beschlossen. Das in den 50-er Jahren als Genossenschaftssiedlung entstandene Gebiet besitze eine Eigentümlichkeit des Ortsbildes und trage zur städtebaulichen Gestaltung bei. Die beiden kleinen Pavillons leisteten einen erheblichen Beitrag zum besonderen Erscheinungsbild der Stadt. Die Kläger halten die Satzung für unwirksam. Die Pavillons seien zu klein, als dass sie einen erheblichen Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt leisten könnten.

Die Landeshauptstadt prüft zudem die Denkmaleigenschaft der Pavillons.

Die 4. Kammer verhandelt vor Ort. Treffpunkt am 15. September um 11.00 Uhr auf dem Grundstück Altenbekener Damm 13

Aktenzeichen: 4 A 12399/14

Klage zurückgenommen

Hannover-15. September 2015. Nach mehrstündiger mündlicher Verhandlung haben die Bauherren, die anstelle des Pavillons ein Wohnhaus errichten möchten, ihre Klage zurückgenommen, um ihr Bauvorhaben gegenüber der Bauaufsichtsbehörde noch einmal präzisieren zu können. Beendet ist die rechtliche Auseinandersetzung um die Zukunft des Pavillons damit aber voraussichtlich nicht. Die Kläger kündigten an, nunmehr zunächst einen neuen Antrag bei der Baubehörde stellen zu wollen, ggf. auch auf Erteilung einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege hat beim Ortstermin darauf hingewiesen, dass der Pavillon aus Sicht seiner Behörde als Denkmal anzusehen ist.

Die 4. Kammer stellte den Verfahrensbeteiligten in Aussicht, für den Fall, dass gegen die von der Baubehörde neu zu treffende Entscheidung erneut geklagt würde, zügig zu terminieren.

Az.: 4 A 12399/14

Montag, 14. September 2015

96 kostenlos

Freier Eintritt für Flüchtlinge

Hannover. "Wir wollen zeigen, dass die Menschen in Hannover und bei 96 willkommen sind", sagt Club-Chef Martin Kind. Zum Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 23. September hat der Verein alle Flüchtlinge eingeladen. Sie haben freien Eintritt, bekommen kostenlos Getränke. Das Motto lautet "Hannover ist bunt!" Martin Kind verweist auf die ersten Zeilen der 96-Hymne: "Niemals allein..."

In den mehr als 30 Flüchtlingsheimen der niedersächsischen Landeshauptstadt leben derzeit 3 200 Frauen, Männer und Kinder. 96 hat ihnen bereits Trikots und Fußbälle geschenkt.

Freitag, 11. September 2015

Krimifest

Lesungen in Polizeikantine und im Schlachthof

Spannend sind nicht nur die Krimis, spannend sind auch die Orte, an denen die Lesungen stattfinden: Polizeikantine, Schlachthof, Straßenbahn...Gefeiert wird das 5. Krimifest vom 14. September bis 1. Oktober. Neun Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Weitere Informationen 

Zu den gelobten Krimis, die in Hannover geschrieben worden sind, gehört auch meine Erzählung "Tödliche Wolke". Sie ist inzwischen in dritter Auflage bei www.lulu.com erschienen, bestellt werden kann sie auch bei Amazon und Hugendubel. 

Kriminell geht es zudem in meiner Geschichte "KrimIrrsinn" zu: Ein Spitzbube wird Leiter einer Sonderkommission...Diese Erzählung habe ich in meine Broschüre "Ich packe mein Buch" gepackt. Leserinnen und Leser fanden sie amüsant und packend. Das sollte so sein...

Die Heinz-Peter Tjaden-Autorenseite bei Amazon 

Donnerstag, 10. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (IV)

Man soll den Jens vom "Marktspiegel" nicht über den Kamm scheren

Auch als Orakel-Terrier sollte man nicht alle Sportreporter über einen Kamm scheren, auch nicht, wenn sie Jens heißen und für den "Marktspiegel" aus Burgdorf bei Hannover arbeiten. Manchmal aber schreiben die einen Unsinn zusammen, dass sich mir die Nackenhaare sträuben. Besonders bei Jens Kamm, der derzeit behauptet, die "Roten" hätten gegen Borussia Dortmund nichts zu verlieren.

"Ein Spiel elektrisiert nun bereits seit Wochen die Anhänger von Hannover 96", schreibt er und liefert auch gleich die Erklärung dafür, dass diese Behauptung nicht zutreffend sein kann: "Zu bescheiden sind die Ansprüche bei den 96-Anhängern nach den zuletzt gezeigten Leistungen geworden, um gegen den Tabellenführer ein Wunder zu erwarten."

Das elektrisiert mich keinesfalls, weil ich sofort an den Heini am anderen Ende der Leine, also an Heinz-Peter Tjaden, denken muss, von dem ich nicht nur nichts, sondern auch keine Wunder erwarte, obwohl meine Ansprüche eigentlich sehr hoch sind, die jedoch mit der Realität nicht in Einklang gebracht werden können, denn Wunder mag es geben, solche jedoch nicht. Bescheidenheit hat noch nie jemanden elektrisiert. 

Außerdem haben die "Roten" auch im Spiel gegen Dortmund etwas zu verlieren. Ist wie bei jedem Spiel - sind immer zwei oder drei Punkte. Gegen den Tabellenführer zwei Punkte verlieren, wäre schon ein Gewinn. Wundern würde ich mich darüber nicht, nur freuen. Jens Kamm könnte dann schreiben: "Die ´Roten´ haben gegen den gewesenen Tabellenführer doch etwas verloren." Das soll es für heute gewesen sein. 

Richtig orakelt, Mike Tjaden!

Bayern München gegen FC Augsburg 2 : 1

Nicht ganz richtig orakelt, Mike Tjaden! 

Hannover 96 gegen Borussia Dortmund 2 : 4  

Liga-Orakel (V)

"Niedersachsen ist nicht Sachsen"

Der dumme Satz des niedersächsischen Ministerpräsidenten

Der NDR behauptet, der niedersächsische Ministerpräsident habe heute im niedersächsischen Landtag eine "emotionale Rede" gehalten. Wann dieser Sender auch noch behauptet, Stephan Weil sei ein brillanter Redner, möchte ich gar nicht wissen. 

Wissen möchte ich allerdings, was sich der niedersächsische Ministerpräsident bei dem Satz "Niedersachsen ist nicht Sachsen" gedacht hat. Möglicherweise nichts. Bestreiten kann das eigentlich auch niemand. Wenn es dieses Aber nicht gäbe. Denn: Aber es ging um das Flüchtlingsthema.

Deswegen ist der Satz "Niedersachsen ist nicht Sachsen" dumm. Wer an brennende Asylbewerberheime den Rechenschieber anlegen und aus dem Ergebnis schließen will, dass die Sachsen gegenüber Flüchtlingen mehr Vorurteile haben als die Niedersachsen, der baut die nächste Mauer, von der er mit unerträglicher Arroganz auf andere herabschaut. 

Wo auch immer ein Asylbewerberheim brennt, es ist eins zu viel. Wo auch immer Flüchtlinge auf Hass und Ablehnung stoßen, es ist schlimm. Wo auch immer das Wort "Fremdenfeindlichkeit" benutzt wird, es ist ein Zeichen dafür, dass an der Erkenntnis, wie sehr wir alle auf diesem Planeten aufeinander angewiesen sind, noch gearbeitet werden muss. Wo auch immer diese Arbeit gemacht wird, sie wird nicht von Menschen getan, die einander fremd sind.

Lesetipp: Die Menschen in der DDR sind nicht auf die Straße gegangen, um gut 25 Jahre später als "Schmuddelkinder" bezeichnet zu werden.







  

Donnerstag, 3. September 2015

Kleine Füße

Emma (7) und Olaf Lies markieren sicheren Schulweg.


















Emma und Verkehrsminister greifen zur Spraydose

Hannover. Verkehrsminister Olaf Lies und die siebenjährige Schülerin Emma greifen für die Aktion "Kleine Füße - sicherer Schulweg" zur Spraydose: Vor der Grundschule in der Suthwiesenstraße haben sie so einen sicheren Weg von einer Straßenseite zur anderen markiert. 

„Kleine Füße - sicherer Schulweg" ist eine gemeinsame Aktion des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und des Niedersächsischen Kultusministeriums. Zu den Kooperationspartnern gehören der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, die Landesverkehrswacht Niedersachsen, der Landeselternrat und die Gemeindeunfallverbände Hannover, Braunschweig und Oldenburg. 

„Die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr hat Vorrang vor allem anderen. Dabei ist es mir wichtig, dass Eltern ihren Kindern die Möglichkeit geben, ihre Umwelt selbstständig zu entdecken. Sie sollten gemeinsam mit ihren Kindern deren Schulweg üben. Die Kinder selbst sollten den Schulweg am besten zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Die Eltern möchten wir dazu auffordern, das Auto für den Weg zur Schule stehen zu lassen oder ihre Kinder zumindest nicht direkt bis vor die Schultür zu fahren", sagte der Minister. 

Zu Beginn des Schuljahres gibt es einen neuen Aufkleber für die Rückseite von Bussen, der von der üstra bereits genutzt wird. Im Herbst erscheint die Broschüre "Fußgänger-Profi" für die Verkehrserziehung in den ersten Grundschulklassen. Weiteres Material gibt es auch im Internet.   

Dienstag, 1. September 2015

Mehr Geld

Für ehemalige Heimkinder

Hannover. 2015 und 2016 legt das Land noch einmal 6,9 Millionen Euro drauf: Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am (heutigen) Dienstag beschlossen, den Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975" aufzustocken. Bisher flossen 4,5 Millionen Euro aus Niedersachsen in diesen Fonds.

120 Millionen Euro von Bund, Ländern und Kirchen reichten für die Ansprüche ehemaliger Heimkinder nicht aus. Nun sind 302 Millionen Euro im Topf.

19 567 ehemalige Heimkinder meldeten sich bis Ende 2014 bei den regionalen Anlauf- und Beratungsstellen. 2219 waren es bis Ende Juli 2015 in Niedersachsen, die mit insgesamt 16,6 Millionen Euro entschädigt wurden. 

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