Freitag, 24. April 2015

Liga-Orakel (XXX)

Hier habe ich übernachtet. Foto: Heinz-Peter Tjaden












Abhol- statt Jobgarantie

Als Jagdterrier lerne ich fast täglich von den Menschen, dass sie keine Jagdterrier sind. Wenn ich hinter einem Ball herrenne, freue ich mich. Auch sonst freue ich mich gern. Außerdem ist auf mich Verlass. Zweimal im Jahr laufe ich weg. Vorige Woche sogar bis fast nach Bremen. Dort habe ich in einem Tierheim übernachtet, während mein Herrchen noch weiter nördlich übernachtet hat. Bei so einer Langhaarigen. Wo ich hingelaufen bin, hat mein Herrchen, also dieser Heini fast jeden Tag am PC, bei Facebook herausgefunden. Sofort holte er mich aus dem Tierheim. Ich habe also eine Abhol-Garantie - sogar, wenn ich über 100 Kilometer durch Wald und Flur gelaufen bin.

Tayfun Korkut hatte bei Hannover 96 zwar keine Abholgarantie. Er hatte eine Jobgarantie. Dieser Garantieschein wurde von 96-Boss Martin Kind nach der Niederlage in Leverkusen weg- und Korkut rausgeworfen. Schon war der neue Trainer da, das Ziel blieb das Gleiche. Irgendwann sollen drei Punkte geholt werden. Dieses Mal gegen Hoffenheim. Da bin ich aber gespannt - und pfote hier nichts weiter.

Gut, dass du nicht orakelt hast, Mike!

Hannover 96 gegen TSG 1899 Hoffenheim 1 : 2

Liga-Orakel (XXXI): Wer zweimal grinst

Mittwoch, 15. April 2015

Liga-Orakel (XXIX)

Vorratsdatenspeicherung für Trainerwechsel beim Hamburger SV

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat in dieser Woche die Vorratsdatenspeicherung eingeführt, weil sonst die Trainerwechsel beim Hamburger SV für die Bundesliga-Geschichtsbücher nicht mehr korrekt erfasst werden können. Gespeichert werden die Daten jeweils für vier Wochen, weil sich kein Trainer bei diesem Abstiegsverein länger halten kann.

HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer hat vor dem Nordderby angekündigt: "Der Bruno wird gegen Werder in beiden Halbzeiten auf der Bank sitzen. Einen Trainerwechsel in der Halbzeitpause schließe ich definitiv aus." Es sei denn, er überlege es sich nach 30 Minuten anders.

Für diesen Fall sind mehrere Trainer im Gespräch, die Namen werden noch geheim gehalten, meldet Bild.de. Dazu Dietmar Beiersdorfer: "Diese Meldung kann ich nicht bestätigen. Ob Bruno nach dem Spiel zur Pressekonferenz erscheint, teile ich den Journalisten vor dem Schlusspfiff mit."

Hannover 96 dagegen sorgt nicht für Trainerwechsel-Schlagzeilen. Tayfun Korkut hat eine Jobgarantie - und schon geht er aus sich heraus. Er faltete die Spieler nach der Hertha-Blamage zusammen, damit sie sich gegen Leverkusen entfalten. Einzelschicksale gebe es bei den Roten nicht mehr.

Damit stehe ich als Jagdterrier ab sofort allein, um mein Einzelschicksal kümmert sich niemand mehr. Ich werde aber als Orakel-Terrier weiter mitleiden. Besonders beim Spiel gegen Leverkusen.

Bayer Leverkusen gegen Hannover 96 4 : 0

Liga-Orakel (XXX): Abhol- statt Jobgarantie

Montag, 13. April 2015

HAZ-Behauptungen falsch

Polizeidirektion Hannover: Stellungnahme zu HAZ-Bericht

Hannover. In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) über ein "Klima der Willkür" und beschreibt darin unter anderem eine "Serie umstrittener Personalentscheidungen" im PK Langenhagen. Die PD Hannover weist die in dem Artikel geübte Kritik an den Personalmaßnahmen und insbesondere am Vorgehen des Kommissariatsleiters zurück.

Richtig ist, dass es im PK Langenhagen personelle Veränderungen gegeben hat. Soweit die Personalentscheidungen Beamte mit Führungsfunktionen betroffen haben, wurden sie in allen Fällen mit der vorgesetzten Polizeiinspektion und der Behördenleitung abgestimmt. Hierbei handelt es sich um eine übliche Verfahrensweise für Personalmaßnahmen bei Beamten mit Führungsfunktionen ab einer bestimmten Besoldungsgruppe. Von willkürlichen Entscheidungen, insbesondere des PK-Leiters, kann deshalb keine Rede sein.

Auch Spekulationen in dem Artikel, dass der PK-Leiter sich mit den Personalmaßnahmen aufgrund anstehender Umstrukturierungen in der Behörde "in Stellung zu bringen" versucht, tritt die Behörde entschieden entgegen. Hinsichtlich der in dem Beitrag der HAZ angestellten Mutmaßungen über eine anstehende Reduzierung der Anzahl der Polizeiinspektion in der Polizeidirektion Hannover ergänzt Polizeipräsident Volker Kluwe: "Zur Überprüfung der Effizienz unserer Organisation führt derzeit eine von mir eingesetzte, behördeninterne Arbeitsgruppe eine ergebnisoffene Organisationsanalyse der bestehenden Strukturen in der Polizeidirektion durch. Diese Analyse ist keine Vorgabe des Innenministeriums, weder aus der "Strategie 2020" des Landespolizeipräsidiums, noch durch Erlassregelung. Der Abschlussbericht wird mir zum 1. August dieses Jahres vorgelegt."/

Samstag, 11. April 2015

Betr. Atommüll

Pressemitteilung des Umweltministeriums

Hannover. Die Überprüfung der Dokumentation der Qualitätssicherung bei der Herstellung von Tragzapfen aller Castorbehälter in Deutschland ist abgeschlossen. Dabei hat die sowohl als Zulassungsbehörde als auch als Sachverständige tätige Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gemeinsam mit dem Behälterhersteller, der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) festgestellt, dass bundesweit 315 beladene Behälter von dem Qualitätsfall Tragzapfenfertigung betroffen seien, hierunter 58 in niedersächsischen Zwischenlagern. Alle Behälter betreffend bestehen Mängel in der Dokumentation der Qualitätsprüfungen; demnach kann zur Zeit nicht konkret aufgelistet werden, bei welchen Tragzapfen Qualitätsprobleme bestehen und bei welchen nicht.

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz als atomrechtliche Aufsichtsbehörde erwartet von den Betreibern für jeden einzelnen Behälter eine Stellungnahme zum sicherheitstechnischen Handlungsbedarf und wird auf dieser Grundlage eine Bewertung vornehmen. Nach Auffassung der Atomaufsicht und der BAM seien Konsequenzen erforderlich. Tatsächliche Fertigungsmängel sollen laut Behälterhersteller GNS bislang nicht festgestellt worden sein. 92 vorsorglich an betroffenen, unbeladenen Behältern ausgetauschte Tragzapfen wiesen in einer Nachprüfung laut GNS und BAM die erforderliche Qualität aus.

Umweltminister Stefan Wenzel hatte sich bereits bei einem Besuch der BAM im September 2014 über den seinerzeitigen Sachstand informiert. „Angesichts der erheblichen Ausweitung des Qualitätsfalles Tragzapfenfertigung muss eine bessere und umfassende Information der Öffentlichkeit durch die GNS und die Betreiber der Zwischenlager erfolgen. Auch wenn von dem Fall derzeit keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben ausgeht, haben wir es offenbar mit einem Defizit in der Sicherheitsphilosophie zu tun", so der Minister. „In einem Schreiben an den Präsidenten der BAM habe ich darauf hingewiesen, dass die Informationswege und die Zusammenarbeit der beteiligten Sachverständigen mit der Atomaufsicht verbessert werden müssen, um somit auch für mehr Transparenz zu sorgen." Nach Auffassung von Wenzel muss die Atomaufsicht über die Zwischenlagerung von hochradioaktivem Atommüll und die Behälterfertigung vor dem Hintergrund der zu erwartenden langen Zwischenlagerzeiten intensiviert werden.

Freitag, 10. April 2015

Liga-Orakel (XXVIII)

Noch so ein ahnungsloser Peter!

Jetzt will mir auch noch Peter Neururer ins terrieristische Orakel-Handwerk pfuschen. Gestern hat er in der "Bild"-Zeitung das Restprogramm der abstiegsgefährdeten Mannschaften vom 1. FC Köln bis zum VfB Stuttgart getippt. Da kann ich nur wuffen: Das ist dem 59-Jährigen, der von "Bild" als "Rettungsfachmann" bezeichnet wird, weil er Schalke, Köln, Hannover, Bochum, Duisburg und Ahlen vor dem Abstieg gerettet hat, so was von gründlich misslungen, dass angeblich Paderborn mit 26 Punkten und der Hamburger SV mit 31 Punkten absteigen müssen, während Freiburg mit 32 Punkten noch zwei Relegations-Chancen bekommt.

Stuttgart sammelt Neururer zufolge noch 12 Punkte, Hannover 96 11. Die Roten fangen damit gegen Hertha BSC an, die Stuttgarter gegen Bremen, während Paderborn gegen Augsburg verliert und der Hamburger SV gegen Wolfsburg Unentschieden spielt. Keine Ahnung hat dieser Peter! Deswegen hat er auch den gleichen Vornamen wie mein Herrchen, das genauso ahnungslos ist.

Da muss ich dringend für Orakel-Durchblick sorgen: Die Roten werden heute Abend gewinnen, das stimmt, wenn ein 1 : 1 ein Sieg ist, die Stuttgarter werden nicht gegen Bremen gewinnen, Paderborn wird nicht verlieren, dafür aber der Hamburger SV. Trotzdem steigt der HSV nicht ab. Der hat im vorigen Jahr den Klassenerhalt ohne Siege erfunden und hat ein Patent darauf. 96 bald auch. Pfote drauf!

Gut orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen Hertha BSC 1 : 1
SC Paderborn gegen FC Augsburg 2 : 1
Hamburger SV gegen VfL Wolfsburg 0 : 2

Falsch orakelt, Mike!

VfB Stuttgart gegen Werder Bremen 3 : 2

Liga-Orakel (XXIX): Vorratsdatenspeicherung für HSV-Trainerwechsel

Freitag, 3. April 2015

Liga-Orakel (XXVII)

Über Rügsiechs- und Rügsiegslosigkeit

Meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also diesem Heini am anderen Ende der Leine, muss ich eine gewisse Rügsiechslosigkeit vorwerfen. Sie meinen, das müsse Rücksichtslosigkeit heißen? Wenn Sie - wie ich - in Burgwedel wohnen würden und zweimal in der Woche eine Wochenzeitung wie den "Marktspiegel/Burgwedeler Nachrichten" im Briefkasten hätten und die auch noch lesen würden, dann würde Ihnen nach wenigen Wochen so was schon gar nicht mehr auffallen.

Fällt Ihnen aber auf. Und das ist gut so. Doch ich habe Rügsiechslosigkeit keinesfalls falsch geschrieben. Ist ein neues, von mir erfundenes Wort, das ich Ihnen wie folgt auseinandernehme: Rüg steht für Rügen, die ich immer dann von meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also von diesem Heini am anderen Ende der Leine, zu hören bekomme, wenn ich vom Weg abweiche, was derzeit allerdings nicht möglich ist, weil der Anleinzwang für Hunde gilt, damit Katzen ungestört Vögel jagen können. Siech steht für siechen, mein Herrchen siecht inzwischen sogar schon auf dem Rad vor sich hin statt mir zu folgen, besser geschrieben: folgen zu können. Lustlosigkeit scheidet als Grund aus.

Auch die Roten siechen in der Bundesliga-Tabelle vor sich hin, weil sie nicht mehr siegen. Der Sieg wird immer auf den nächsten Spieltag verschoben. Dieses Mal soll es in Frankfurt so weit sein, weil einen Tag später Ostern ist. Denn Ostern vor einem Jahr hat 96 in Frankfurt gewonnen. Vor zwölf Monaten trafen die Roten das Ei so, dass es dreimal im Nest dieses Gegners lag. Das lag an Andreasen, Stindl und Ya Konan.

Liegt deswegen wieder ein Sieg in der Oster-Luft? Ich schnupper mal - und was steigt mir in die Nase? Der Geruch einer gewissen Rügsiegslosigkeit. Der Trainer wird nicht gerügt, der Boss würde schon ein Unentschieden in Frankfurt für einen Sieg halten. Halte ich für einen Fehler. Ein Verein muss immer gewinnen wollen, dann kann er es auch wieder...

Gut orakelt, Mike!

Eintracht Frankfurt gegen Hannover 96 2 : 2

Liga-Orakel (XXVIII): Noch so ein ahnungsloser Peter!