Montag, 28. Dezember 2015

Frontzeck weg/Schaaf da

Nach persönlichem Gespräch mit Martin Bender

21. Dezember 2015. Die Fans zollen ihm Respekt bei Facebook, loben seine Ehrlichkeit und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft: Michael Frontzeck hat soeben nach einem persönlichen Gespräch mit Martin Bender seinen Rücktritt erklärt. Einige Anhänger der "Roten" meinen aber auch: "Er war der falsche Trainer" oder "Wir hatten auch schon bessere Trainer."

Michael Frontzecks Rücktritts-Grund: "Ich habe kein Vertrauen mehr gespürt."

Thomas Schaaf neuer Trainer

28. Dezember 2015. Es wird nicht leicht, den Klassenerhalt zu schaffen, sagt Thomas Schaaf nach der Vertragsunterzeichnung. Der Wunschtrainer unterschrieb für eineinhalb Jahre.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Kindertagesstätten

Fragen nach Beruf: Ministerin weiß nichts

Abgeordnete Horst Kortlang, Sylvia Bruns, Almuth von Below-Neufeldt, Björn Försterling, Christian Dürr, Jan-Christoph Oetjen, Christian Grascha und Hermann Grupe (FDP)

Antwort des Niedersächsischen Kultusministeriums namens der Landesregierung

Vorbemerkung der Abgeordneten

Viele, wenn nicht alle Formulare für den Antrag auf Aufnahme in einen Kindergarten beinhalten die Frage nach dem konkreten Beruf der Eltern.

Vorbemerkung der Landesregierung

Das Land Niedersachsen macht den Trägern der Kindertagesstätten keine Vorgaben, welche Daten im Rahmen der Anmeldung eines Kindes in einer Kindertagesstätte erhoben werden müssen. Die Gestaltung der Anmeldeformulare liegt in der Entscheidungshoheit des jeweiligen Trägers. Die Prüfung der Anmeldeformulare hinsichtlich der datenschutzrechtlichen Bestimmungen obliegt dem jeweiligen Träger.
Das Land hat keine Erkenntnisse darüber, welche Daten durch die Kindertagesstätten bei der Anmeldung erhoben werden. Die von den Kindertagesstätten in den Anmeldebögen erhobenen Daten werden nicht an die Schulen weitergegeben.

Gemäß § 31 Abs. 2 NSchG dürfen Schulen allerdings diejenigen personenbezogenen Daten von Kindern und deren Erziehungsberechtigten verarbeiten, die in Kindergärten bei der Wahrnehmung vorschulischer Förderaufgaben erhoben und an Schulen übermittelt werden. Die Übermittlung dieser Daten erfolgt nur, soweit die Verarbeitung zur Erziehung oder Förderung der Kinder in der Schule erforderlich ist.
1. Aus welchem Grund wird nicht nur die reine Berufstätigkeit samt Arbeitszeit abgefragt, und besteht die Gefahr, dass, aufgrund der jeweiligen Elternberufe, die Möglichkeit einer vorurteilsbeladenen Behandlung des Kindes besteht?

Auf die Vorbemerkung der Landesregierung wird verwiesen. Im Übrigen beteiligt sich die Landesregierung nicht an Spekulationen.
2. Auf welcher Grundlage werden die Daten erhoben?

Auf die Vorbemerkung der Landesregierung wird verwiesen.
3. Werden die Daten auch an andere Institutionen, wie beispielsweise Schulen, weitergegeben, und, wenn ja, auf welcher Grundlage geschieht dieses?

Auf die Vorbemerkung der Landesregierung wird verwiesen.

Freitag, 11. Dezember 2015

Aus einem Fremden

Wird ein Leser

"Können Sie mir helfen?", steht ein Mann vor meiner Zimmertür, ein Fremder will etwas von mir, in diesen Tagen, in denen viele Fremde zu uns kommen, was einigen Angst macht vor einer anderen Kultur, zu der eine andere Religion gehört, die aber wie die christliche Religion auch nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, was ich in dieser Woche aus der "arte"-Serie "Jesus und der Islam" lerne, in der sich Wissenschaftler mit dem Verhältnis von Mohammed zu den Juden beschäftigen, das gut ist, bis sich drei jüdische Stämme dem Propheten widersetzen, der sich in dieser Auseinandersetzung Argumentationshilfe bei den Christen sucht, denen er Aussagen in den Mund legt, um sie in seinem Sinne beantworten zu können, der durchaus mit einigen antijüdischen Passagen aus der Bibel im Einklang steht, aber neu formuliert werden muss, weil Jesus für Mohammed kein Gott ist. Ich wähne mich also gerüstet für meine Reaktion auf seine Bitte um Hilfe.

Burgdorfer Kreisblatt, 11. Dezember 2015

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Aus dem Netz holen

Religiöse Vielfalt im Kalender

Hannover. In Niedersachsen leben Menschen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften, sie alle feiern Feste und Feiertage. Einen umfangreichen Jahresüberblick gibt der Interkulturelle Kalender 2016 der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf:

„Ich freue mich, dass wir nun schon zum zweiten Mal einen Interkulturellen Kalender veröffentlichen. Der Kalender zeigt die religiöse Vielfalt unserer Gesellschaft auf und bietet eine gute Orientierung für Privatpersonen, aber auch für Firmen, Behörden oder Schulen. Im Berufsleben wie im Freizeitbereich erleben wir es leider immer wieder, dass Menschen zeitlich verhindert sind, weil sich Veranstaltungen mit ihren Gedenk-, Fest- oder Feiertagen überschneiden. Ein respektvoller und sensibler Umgang mit Kalenderdaten anderer Religionen und Kulturen fördert die Teilhabe aller in unserer Gesellschaft und gehört zur interkulturellen Kompetenz. Der Interkulturelle Kalender 2016 soll dazu anregen, sich mehr mit diesen Themen zu beschäftigen", so die Landesbeauftragte.

Der Kalender kann von der Website der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe heruntergeladen werden: http://www.migrationsbeauftragte-niedersachsen.de

Samstag, 5. Dezember 2015

Hannover geprägt

Die Symphonie in Red. 
Robert Simon: Bundesverdienstkreuz für Skulpturenmeile und Lichtkunst

Hannover. Der Kunstsammler und Leiter des ersten „24-Stunden-Kunstmuseums der Welt", Robert Simon, ist für seine Verdienste um die zeitgenössische Kunst mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet worden. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, händigte die von Ministerpräsident Stephan Weil verliehene Auszeichnung im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung in Hannover aus.

„Durch sein langjähriges und innovatives Wirken für die zeitgenössische Kunst, insbesondere für die Lichtkunst, hat Robert Simon einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Kunst im öffentlichen Raum zu etablieren", sagte Ministerin Heinen-Kljajić.

Seit mehr als 30 Jahren setzt sich Robert Simon für die zeitgenössische Kunst in Niedersachsen ein. Das Gesicht der Stadt Hannover prägte er mit der Erweiterung der Skulpturenmeile zwischen den Herrenhäuser Gärten und dem Niedersächsischen Landtag. Dazu gehört beispielsweise die Großskulptur „Symphony in Red" des amerikanischen Künstlers John Henry, die er im Jahr 2000 auf dem Königsworther Platz errichten ließ.

Zu den Künstlern seiner Galerie „KÖ24" in Hannover gehören bekannte Persönlichkeiten aus Niedersachsen, die er schon früh förderte: unter anderen Peter Basseler, Lienhard von Monkiewitsch, Hartmut Neumann, Rüdiger Stanko, Timm Ulrichs und Giso Westing,

Vor 20 Jahren gründete Robert Simon das Kunstmuseum Celle, das er seitdem ehrenamtlich leitet. Auf seine Erfindung geht auch das weltweit erste sogenannte „24-Stunden-Kunstmuseum" zurück. Im Halbtagesrhythmus wechselt das Kunstmuseum Celle sein Erscheinungsbild: Tagsüber können die Besucher während der regulären Öffnungszeiten die ausgestellten zeitgenössischen Kunstwerke im Innern des Gebäudes erleben, nach der Schließung bis morgens werden im von außen begehbaren Teil Lichtkunstwerke präsentiert. Simon entwickelte auch die Idee zur Umgestaltung des Celler Bahnhofes in den ersten deutschen Lichtkunstbahnhof.

Mit der Gründung der Robert Simon Kunststiftung im Jahr 2000 erhielt Simons private Kunstsammlung im Kunstmuseum Celle einen dauerhaften Ausstellungsort für die Öffentlichkeit. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Arbeit initiierte er den ersten Deutschen Lichtkunstpreis, der 2014 erstmals von der Robert Simon Kunststiftung vergeben wurde.


2006 erhielt Robert Simon die Stadtplakette der Landeshauptstadt Hannover sowie die Ehrenmedaille der Stadt Celle. 2007 wurde das innovative Museumskonzept des „24-Stunden-Kunstmuseums" im Wettbewerb „Deutschland - Land der Ideen" als „Ausgewählter Ort" ausgezeichnet. Kürzlich wurde er Ehrenbürger der Stadt Celle.

Mittwoch, 25. November 2015

Bündnis duale Berufsausbildung

Für die beste Förderung junger Leute

Hannover.Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat am (heutigen) Mittwoch die Fachtagung „Vorfahrt für Duale Berufsausbildung" in der Berufsbildenden Schule Multi-Media eröffnet. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verbänden, Organisationen und Schulen meldeten sich auf Einladung des Niedersächsischen Kultusministeriums an, um in vier Fachforen über die Stärkung der dualen Berufsausbildung zu diskutieren.

Das duale System der beruflichen Bildung sei nach wie vor die wesentliche Säule für die Deckung des zukünftigen Fachkräftebedarfs der Wirtschaft, sagte Heiligenstadt. „Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in ihrem aktuellen Bericht »Bildung auf einen Blick 2015« noch einmal unterstrichen: Das duale Bildungssystem bietet jungen Menschen sehr gute individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und hervorragende Berufschancen. Die Landesregierung hat der Stärkung der dualen Berufsausbildung Vorfahrt eingeräumt. Es freut mich, dass Sie heute so zahlreich erschienen sind, um gemeinsam für dieses Ziel zu arbeiten", so die Kultusministerin.

Heiligenstadt erklärte, das Land Niedersachsen wisse um seine Mitverantwortung für die hohe Qualität der dualen Ausbildung. Heiligenstadt: „Wir werden die Handwerkskammern in den nächsten Jahren mit mehr als 11 Millionen Euro dabei unterstützen, die überbetrieblichen Bildungsstätten für Auszubildende zu modernisieren und auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Dieses Geld ist hervorragend investiert, weil die Handwerkskammern in ihren Bildungsstätten allen Auszubildenden die Chance auf einen High-Tech-Arbeitsplatz und damit auf ein hohes Ausbildungsniveau bieten. Das ist gut für die Auszubildenden, das ist gut für die Betriebe, das ist gut für Niedersachsen."


Die duale Berufsausbildung mit den Lernorten Betrieb und Schule sei mit ihrer Praxisnähe ein wesentlicher Bestandteil der Fachkräftesicherung und damit der wirtschaftlichen Stärke unseres Landes, betonte die Ministerin. Allerdings stehe sie immer stärker in Konkurrenz zu anderen Ausbildungswegen. „Mit dem Bündnis Duale Berufsausbildung wollen wir jungen Menschen den direkten Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Somit leistet das Bündnis auch einen Beitrag, die Chancen auf eine berufliche Ausbildung zu verbessern. Wir dürfen keinen Jugendlichen zurücklassen, wir müssen alle mitnehmen und Chancen eröffnen. Und die duale Berufsausbildung ist eine große Chance", sagte Heiligenstadt.

Die Fachtagung „Vorfahrt für Duale Berufsausbildung" findet im Rahmen des „Bündnis Duale Berufsausbildung" statt. Die 250 Expertinnen und Experten aus der beruflichen Bildung beschäftigen sich mit den Fragestellungen

  • Berufsorientierung - Jugendliche auf den Weg bringen
  • Jugendberufsagentur im Flächenland Niedersachsen
  • Dualisierung im Einstiegssystem - schulische Angebote als Konkurrenz zur dualen Berufsausbildung?
  • Was macht duale Berufsausbildung attraktiv?

Das „Bündnis Duale Berufsausbildung" ist ein zentrales Handlungsfeld der „Fachkräfteinitiative Niedersachsen", die die Landesregierung im vergangenen Jahr zur Sicherung des Fachkräftebedarfs gemeinsam mit den Arbeitsmarktpartnern initiiert hat. Ziele des „Bündnis Duale Berufsausbildung" sind die Stärkung der dualen Berufsausbildung und der Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit sowie die Reduzierung des Übergangssystems. Zudem soll die Gleichwertigkeit und Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu anderen Ausbildungen und Bildungswegen deutlich werden.

Freitag, 20. November 2015

Liga-Orakel (XII)

Zu diesem Spiel passt nur dieser Reporter

6. November 2015. Béla Réthy als Reporter, wenn Bayern München in der Champions League gegen Arsenal London spielt, das würde nur passen, wenn beide Mannschaften einen derart schlechten Tag erwischten, dass sogar eine schlechte Reportage besser wäre als das Spiel - aber nicht am Mittwoch, als die Engländer gegen den FCB nicht bestehen konnten, obwohl sie aus sehr vielen alten, aber auch jungen Franzosen bestehen, wie Réthy angemerkt hat, als ein Nigerianer eingewechselt wurde.  

Dieser gebürtige Ungar als Reporter eines Fußballspiels passt eigentlich nie, wie mein Herrchen, also dieser Heini am anderen Ende der Leine, schon im vorigen Jahr festgestellt hat, als dieser Heinz-Peter Tjaden einen seiner wenigen guten Tage als Schreiberling erwischte. Hier klicken 

Das Spiel heute Abend jedoch könnte Béla Réthy als Kommentator vertragen, denn zu Gast ist in Hannover eine alte Dame, die Rosi oder so heißt. Diese Rosi oder so kommt aus einer Stadt, die arm ist und sich deswegen für sexy hält. Flughäfen bauen kann sie nicht, weil sie sich auf Leute verlässt, die auch keine Elbphilharmonie bauen können.

Ein Spiel aufbauen kann bei 96 nur Hiroshi Kiyotake, der aber fehlt, weil er verletzt ist, deswegen muss die Mannschaft heute Abend aus einem Dänen bestehen, der für Béla Réthy bei seiner Auswechslung zu einem Franzosen werden würde, wenn ein Senegalese das Ehrentor per Kopf erzielte.

Gut orakelt, Mike Tjaden!

Hannover 96  gegen Hertha BSC 1 : 3

Der Liga-Orakel-Terrier Mike Tjaden ist am 19. November 2015 auf der Landesstraße zwischen Großburgwedel und Fuhrberg angefahren worden. Er schleppte sich noch zu einem Reiterhof und starb dort. Hier klicken   



  

Sonntag, 15. November 2015

Das Spiel gegen den IS



Mehr als ein Fußballspiel: Deutschland gegen die
Niederlande in der HDI-Arena. 
Jeder Pass und jeder Torschuss eine Verbeugung vor den Ermordeten 

Das Spiel findet statt. Diese Meldung gibt es heute zum zweiten Mal. Das Spiel hat lange auf der Kippe gestanden, als noch nicht feststand, ob sich die Niederlande doch noch für die Europameisterschaft qualifizieren können. Nach den Terroranschlägen in Paris stand das Spiel ebenfalls auf der Kippe.

Das Spiel findet statt. Das ist die richtige Entscheidung. Hannover wird am Dienstag Paris. In der schönsten Großstadt Niedersachsens und in einem der modernsten Stadien der Fußball-Bundesliga zeigen wir dem IS, dass er nicht zu unserem Leben gehört und dass er in unserem Leben nichts zu suchen hat. 

Spiele der deutschen Nationalelf gegen die Niederlande haben stets einen besonderen Charakter. Das gilt sogar für Spiele, die nicht stattfinden können, weil sich die Niederlande für ein Turnier nicht qualifiziert haben. Das könnte aber niemals für ein Spiel gelten, das ausgefallen ist, weil feige Mörder durch Paris zogen.

Der IS wird das ganz besondere Zeichen, das am Dienstag in der HDI-Arena gesetzt werden soll, nicht verstehen. Terroristen verstehen nie etwas. Übermorgen geht es nicht um das Prestige zweier großer Fußballnationen, wie sonst bei jeder Begegnung dieser beiden Mannschaften, am Dienstag werden wir uns nicht über die Gäste lustig machen, weil sie die Europameisterschaft verpasst haben, übermorgen werden 22 Spieler auf dem Rasen stehen, die sich mit jedem fantastischen Pass, mit jedem herrlichen Torschuss und mit jeder tollen Parade vor den Opfern des IS verbeugen. 

Über 40000 Zuschauer im Stadion und Millionen an den Bildschirmen werden die Dunkelheit des IS vertreiben und die Welt des Fußballs in das Licht der Ermordeten tauchen. Hannover hat schon viele gute Länderspiele erlebt, so manches Spiel hat das Publikum schon zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht - das wird am Dienstag wieder so sein.

Euer Allah ist ein Wicht      

Donnerstag, 12. November 2015

Mittwoch, 4. November 2015

Internettes Neuland

Wird von Kfz-Fachbereich nicht betreten?

Ronnenberg (tj). Die Handlung wird aus dem Budapest der 1930-er Jahre ins New York der 1990-er Jahre verlegt, die Frau und der Mann schreiben sich keine Briefe mehr, sondern E-Mails - so ist aus "Rendezvous nach Ladenschluss" die romantische Liebeskomödie "E-mail für dich" geworden. Doch bei der Region Hannover wäre aus den beiden wahrscheinlich gar nichts geworden. Tom Hanks und Meg Ryan hätten schon beim Hochfahren ihrer Computer Probleme bekommen. 

Fürchtet ein Autofahrer, der sich vor zwei Wochen über Post vom Fachbereich Kfz-Zulassungsangelegenheiten der Region Hannover gewundert hat. Seine Autoversicherung habe der Behörde mitgeteilt, dass der Versicherungsschutz für sein Fahrzeug am 1. September 2015 erloschen sei, erfuhr er aus diesem Schreiben. Gedroht wurde ihm mit Stilllegung seines Autos und mit einer Gebühr bis zu 286 Euro, wenn er dem Fachbereich Kfz-Zulassungsangelegenheiten nicht bis zum 29. Oktober 2015 eine Versicherungsbestätigung vorlege. 

Darauf reagierte der Autofahrer sofort - per E-Mail an TeamKfz@region-hannover.de. Er teilte der Behörde mit, dass er seine alte Versicherung im Mai 2015 gekündigt und eine neue abgeschlossen habe. Die Mitteilung, der Versicherungsschutz sei am 1. September 2015 erloschen, stamme von der alten Versicherung. 

"Diese Mail hat niemand gelesen", schließt der Autofahrer aus einem zweiten Schreiben des Fachbereichs Kfz-Zulassungsangelegenheiten, das am 30. Oktober 2015 verfasst worden ist. Darin hieß es: "Sie haben mein Schreiben nicht beachtet." Deswegen müsse der Autofahrer eine Gebühr von 50 Euro bezahlen, die "innerhalb einer Woche" fällig sei, bis zum 9. November 2015 müsse er bei der Behörde die Nummernschilder seines Autos und den Fahrzeugschein abliefern. Die Betreff-Zeile des Schreibens lautet "Zwangsweise Außerbetriebsetzung Ihres nichtversicherten Fahrzeuges - Sofortige Vollziehung".

"Die Behörde plant das Unmögliche", meint der Autofahrer, "denn mein Auto ist versichert." Außerdem frage er sich, warum dieser Fachbereich der Region Hannover in seinen Schreiben eine Mail-Adresse angebe, wenn elektronische Post gar nicht gelesen werde...

Inzwischen hat der Autofahrer den Postweg für die Klärung der Angelegenheit gewählt. "Schriftliches auf Papier in einem Briefumschlag mit Marke drauf wird hoffentlich beachtet", hat er den Mut noch nicht ganz verloren. 



Samstag, 31. Oktober 2015

Liga-Orakel (XI)

Von 96 das Beste-vom Gegner das Bessere

Mit diesem Liga-Orakel habe ich mir so viel Zeit wie möglich gelassen, denn es ist mir einfach nicht mehr möglich, die Ergebnisse von Spielen der "Roten" vorherzusagen. Das hat mehrere Gründe. Der erste Grund: Hannover 96 spielt keinen Fußball mehr. Der zweite Grund: Die Mannschaft rennt pro Spiel 120 Kilometer durch die Spielfeld-Gegend, meidet aber die Tor-Gegend. Der dritte Grund: Nach jedem Spiel sagt Trainer Michael Frontzeck, seine Elf hätte das Beste auf den Rasen gebracht, obwohl fast jeder Gegner besser gewesen ist. Der vierte Grund: Vor dem Spiel ist nur noch hoffentlich bald nach dem Spiel.

Morgen fahren die "Roten" nach Hamburg. Beide Mannschaften haben bisher neun Tore erzielt. Das Spiel wird also nicht torreich. Gut auch nicht. Angepfiffen wird es aber. Der Schiedsrichter kommt aus Niederkassel. Der weiß, wo unten ist. Der neue sportliche Leiter von Hannover 96, Christian Möckel, kommt aus Nürnberg und ist angeblich die richtige Lösung. Die Nürnberger stehen in der Zweiten Liga auf Platz 10. Wenn das die richtige Lösung für Hannover 96 ist, dann kann ich nur wuffen: Weiter so!

Gut orakelt, Mike Tjaden!

Hamburger SV gegen Hannover 96 1 : 2

Liga-Orakel (XII)  

Samstag, 24. Oktober 2015

Tjaden-Bücher


Großeltern leben länger
Immer mehr brave Enkel tippen Sinnvolles in ihr Smartphone
Hier mitfreuen

Meine Broschüren gibt es nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Hugendubel. Auf www.hugendubel.de oder www.amazon.de "Heinz-Peter Tjaden" ins Suchfeld eingeben.  Erschienen sind meine Broschüren bei www.lulu.com 

Freitag, 23. Oktober 2015

Liga-Orakel (X)

Handball beim Fußball nicht unsportlich

Diese Woche hat nicht Jens Kamm, sondern Klaus Depenau den 96-Bericht für den "Marktspiegel" geschrieben. Dieser Reporter hat lange für eine Bank in Hänigsen gearbeitet, er war zwischendurch auch einmal Stadionsprecher im Niedersachsenstadion und hatte mit Albert Depenau einen Vater, der in Hänigsen als Lehrer, Chronist und freier Mitarbeiter mehrerer Zeitungen schon zu Lebzeiten eine Legende war, die auch noch im hohen Alter mit ihren Manuskripten den Bus nahm und nach Burgdorf fuhr, um die Redakionen mit den neuesten Nachrichten zu versorgen.

Klaus Depenau behauptet: "96 muss gegen Frankfurt nachlegen." Wenn das der Schiedsrichter sieht, wie Albert Depenau als freier Mitarbeiter in Hänigsen alles gesehen hat, dann wird daraus allerdings nichts. Oder soll Leon Andreasen bei seinem nächsten Tor den Arm anlegen? Wie soll dann der Ball über die Linie fliegen?

Inzwischen wissen allerdings alle Spieler von Hannover 96: Wenn die Mannschaft erfolgreich Handball spielt, kann sie auch in einem Fußballspiel erfolgreich sein. Dafür braucht man nur einen Schiedsrichter, der das eine Spiel nicht von dem anderen unterscheiden kann und der keine Fragen stellt, weil er sich das nicht anmerken lassen will. Dann ist Handball beim Fußball auch nicht unsportlich.

Gegen Frankfurt nachlegen können die "Roten" also so: Nach einer Ecke legt sich irgendein Spieler von Hannover 96 die Pille auf die linke Hand, dann geht er rechts am Schiedsrichter vorbei und fragt den gegnerischen Torwart: "Willst du auch noch Hand anlegen oder soll ich dir die Pille gleich reinlegen?"

Das Tolle am Handball ist auch: Abseits gibt es nicht. Nachgelegt werden darf also immer und überall. Deshalb orakele ich als Jagdterrier: Die "Roten" können gegen Frankfurt nachlegen, wenn der Schiedsrichter nicht nachfragt...

Gut orakelt, Mike Tjaden

Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt 1 : 2

Liga-Orakel (XI)



Dienstag, 20. Oktober 2015

Wilde Wälder

Für mehr biologische Vielfalt

Hannover. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium will gemeinsam mit dem Umweltressort den Anteil der natürlichen Waldentwicklung (NWE) im Landeswald auf zehn Prozent erhöhen. Pflegemaßnahmen und Holzernte sollen dort künftig unterbleiben. „Niedersachsens Wälder werden dadurch noch ein Stück wilder. Unzählige Tier- und Pflanzenarten werden davon profitieren und die biologische Vielfalt wird deutlich erhöht", sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer heute (Dienstag) bei der Vorstellung des sogenannten NWE-10-Ziels.

Zum Regierungswechsel 2013 waren 5,1 Prozent des Landeswaldes nutzungsfrei. Gemeinsam mit dem Umweltministerium haben die Landesforsten seitdem fast 11.500 Hektar zusätzliche „Hotspots der Artenvielfalt" neu ausgewiesen. Mit rund 27.800 Hektar sind damit jetzt bereits 8,3 Prozent der Landeswaldfläche als nutzungsfrei gesichert. „Das ist eine großartige Leistung unserer Landesforsten und ein Meilenstein für den Naturschutz, der Nachahmung auch in den Wäldern von Bund, Stiftungen und Kommunen verdient. Alle sind aufgefordert, zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen", so der Minister. Um bis 2020 die Lücke bis zum Zehn-Prozent-Ziel zu schließen, sollen auch die Bürgerinnen und Bürger mithelfen. Sie können eigene Vorschläge für weitere Landesflächen machen, die in das Programm aufgenommen werden sollen.
Niedersachsen setzt mit dem NWE-Programm im Landeswald - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - Ziele der „Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt"(NBS) der Bundesregierung um. Hierzu zählt die natürliche Waldentwicklung auf fünf Prozent der gesamten Waldfläche und gleichzeitig auf zehn Prozent der Waldfläche in öffentlicher Hand bis 2020. Welche Flächen in Niedersachsen bereits nutzungsfrei sind und damit zur Artenvielfalt beitragen, wird auf einem neuen Online-Portal transparent dargestellt, das die Vertreter von Landwirtschafts- und Umweltministerium heute starteten (http://www.nw-fva.de/NWE5ip).
Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) hat die Flächen gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den Niedersächsischen Landesforsten zusammengestellt und bewertet. „Mit der Erfassung von Flächen, die sich für die natürliche Waldentwicklung eignen, kommen wir dem Ziel, den Wald als Zentrum der natürlichen Arten- und Lebensraumvielfalt dauerhaft zu schützen, wieder ein Stück näher. Daher begrüßen wir das NWE-Programm ausdrücklich", sagte der zuständige Abteilungsleiter im Umweltministerium, Kay Nitsche.
Bei der Auswahl der bisherigen Flächen für das NWE-10-Ziel seien bereits vorhandene Naturwälder, der Nationalpark Harz und die so genannten „Biologischen Hotspots" - also biologisch vielfältige, aber gefährdete Gebiete - berücksichtigt worden, so Nitsche. „Der größte Anteil sind mit über 9.500 Hektar naturnahe, alte Buchenwälder, gefolgt von der Fichte mit 5.780 Hektar vor allem im Harz. Aber auch wertvolle alte Eichenbestände werden mit 1.740 Hektar aus der Nutzung genommen und tragen zur Wildnisentwcklung bei."
Bürgerinnen und Bürger können sich jetzt auf dem Portal der Forstlichen Versuchsanstalt anhand einer interaktiven Karte über die bestehenden NWE-Flächen informieren und bis zum 18. Dezember 2015 schriftlich eigene Vorschläge für weitere landeseigene Flächen machen, die in die natürliche Waldentwicklung einbezogen werden sollen. Die zukünftigen Naturwald-Flächen müssen dabei mindestens 3.000 Quadratmeter groß und sollen dauerhaft nicht forstlich genutzt werden. „Ich freue mich hier auf eine große Zahl interessanter Vorschläge für künftige naturnahe Waldgebiete", so Minister Meyer. Bei der späteren Auswahl der Flächen spielen dann unter anderem die vorhandenen Baumarten, die Biotopvernetzung, der Totholzanteil, die Naturnähe sowie das Bestandsalter eine Rolle.
Größere zusammenhängende Flächen sind besonders geeignet, das ganze Spektrum an Entwicklungsphasen natürlicher Wälder zu entwickeln. Zu den bisherigen NWE-Gebieten zählen daher auch drei über 1000-Hektar-große Kernflächen des Nationalparks Harz. Ein weiteres sehr großes Gebiet liegt im Drömling. Neben den Landesforst-Flächen sollen sich aber möglichst auch Wälder in privater Hand dem Ziel der natürlichen Waldentwicklung unterstellt werden. „Ich appelliere auch an Privatwaldbesitzer, Kirchen, Kommunen, Verbände und Stiftungen, dem guten Beispiel der Landesforsten zu folgen und weiterhin eigene Wälder für das NWE-Programm zu melden", so Meyer. "Deutschland muss seinen Anteil zum weltweiten Schutz der Wälder leisten. 95 Prozent der Waldflächen werden weiterhin bewirtschaftet. Die Versorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz und der wirtschaftliche Erfolg der Niedersächsischen Landesforsten werden sicher gestellt", sagte der Minister.

Alle wichtigen Ansprechpartner finden sich auf der neuen Internet-Seite unter www.nw-fva.de>. Auch das Landwirtschaftsministerium hält unter www.ml.niedersachsen.de> im Themenbereich „Wald, Holz und Jagd" die wichtigsten Informationen bereit (s. „Wälder für Niedersachsen/Natürliche Waldentwicklung").

Sonntag, 18. Oktober 2015

Freie Wähler

Der neue Regionsvorstand der Freien Wähler: Bettina
Redöhl (Schriftführerin), Beate Lange (stellvertretende
Vorsitzende), Andreas Bienstein (Vorsitzender), Wolfgang
Lange (Kassenprüfer) und Günter Wachsmann (Schatzmeister).

Neuer Vorstand nimmt Kurs auf Kommunalwahlen

Region Hannover. Die Regionsvereinigung der Freien Wähler (FW) hat eine neue Spitze. Vorsitzender wurde Andreas Bienstein, der als stellvertretender Vorsitzender bereits Vorstandserfahrungen gesammelt hat. Nach seiner Wahl sagte er: "Nun gilt es, den Fokus auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr zu legen."

Zu dieser Mitgliederversammlung angereist war auch der FW-Landesvorsitzende Udo Striess-Grubert aus Wilhelmshaven. In seinem Grußwort warf er den "erstarrten etablierten Parteien" vor: "Sie überlassen das politische Spielfeld immer mehr der AfD und ihren Ablegern." Auch deshalb seien die Freien Wähler "die einzige wählbare bürgerliche Alternative". Dem neuen FW-Vorstand gab er mit auf den Weg: "Überzeugt die Menschen von den Ideen und von der bürgernahen Politik der Freien Wähler und kümmert euch auch um die Menschen, die auf der Suche nach einer politischen Heimat sind."

Freitag, 16. Oktober 2015

Liga-Orakel (IX)

Versteht keiner, klebt aber. 
Fast in Köln ist so gut wie gar nicht

Sonntags gehen die Kölner fast zur Kirche, ein paar Mal im Jahr gehen sie fast zu einer Oberbürgermeister-Wahl. Irgend etwas kommt immer dazwischen. Vor dem Kirchgang einige Kneipen, vor der Wahl falsche Stimmzettel, nicht eingehaltene Fristen und alles, was sonst noch schiefgehen kann, so lange der Dom noch gerade steht, und zwar gerade so eben neben dem Hauptbahnhof. 

Auf dem Weg zur Domplatte gibt es die beste Bratwurst Deutschlands. Wie Bratwürste spielen in dieser Saison auch die "Roten", aber leider nicht wie die besten, sondern eher wie verkohlte, zu spät vom Rost geholte. Zu den Geholten gehört bei Köln Sportchef Jörg Schmadtke. Der muss nur da sein, schon wird ein Verein erfolgreich. Wie soll da Hannover 96 am Sonntag in Köln gewinnen?

Moment, ich schaue mal in meinen Fressnapf. Nichts drin. Wie für die "Roten" übermorgen am Rhein. Tut mir leid. Ich kann als Jagdterrier nur orakeln, was ich sehe.

Zu einem Wiedersehen mit alten Bekannten kommt es heute Abend auch in Mainz, wo der Trainer von Borussia Dortmund auf Tuchel-Fühlung mit seinem einstigen Arbeitgeber geht, den er Knall und auf jeden Fall verlassen hat. Die Mainzer nehmen nicht viel krumm, das aber doch ein bisschen. Die Mainzer lassen sich nicht gern überraschen, sie überraschen lieber mit einer schönen Altstadt, tollen Plätzen und mit einem Blick auf den Rhein, wenn man schon nicht mehr damit rechnet, überhaupt an diesen Fluss zu kommen.

Bei diesem Spiel sehe ich gelb, also schwarz für die Rheinhessen... 

Erfreulicher Lesetipp: Mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini am anderen Ende der Leine, muss fast 300 Rappen beeuren, pardon: fast 300 Euro berappen. Pfote drauf!

Gut orakelt, Mike Tjaden

FSV Mainz 05 gegen Borussia Dortmund 0 : 2

Falsch orakelt, Mike Tjaden

1. FC Köln gegen Hannover 96 0 : 1

Liga-Orakel (X)


ver.di klagt

Streit wegen verkaufsoffener Sonntage

Hannover-9. Oktober 2015. Am kommenden Donnerstag verhandelt die 11. Kammer des Verwaltungsgerichts über eine im Mai dieses Jahres erhobene Klage der Gewerkschaft ver.di gegen die Ausnahmegenehmigung zur Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen in der hannoverschen Innenstadt im Jahr 2015.

Die Genehmigung hat die beklagte Landeshauptstadt der Citygemeinschaft Hannover, einem Verein, in dem in der hannoverschen Innenstadt ansässige Geschäftsleute organisiert sind, für insgesamt vier Sonntage im Jahr 2015 erteilt, davon stehen der 8. 11. und der 27. 12. noch aus. Ihre Rechtsgrundlage findet die Genehmigung in § 5 des Niedersächsischen Gesetzes über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten (NLöffVZG). Danach soll die Behörde von dem grundsätzlichen Öffnungsverbot für Sonntage auf Antrag der überwiegenden Anzahl der Verkaufsstellen eines Ortsbereichs oder einer den örtlichen Einzelhandel vertretenden Personenvereinigung, ausnahmsweise auch auf Antrag von Einzelunternehmen an insgesamt höchstens vier Sonn- und Feiertagen und jeweils höchstens für die Dauer von fünf Stunden täglich Ausnahmen zulassen.

Für das Jahr 2015 hat die Landeshauptstadt bezogen auf das gesamte Stadtgebiet insgesamt 107 Ausnahmegenehmigungen für Einzelunternehmen sowie außer der angegriffenen noch drei weitere Ausnahmegenehmigungen für verschiedene lokale Unternehmergemeinschaften an unterschiedlichen Sonntagen erteilt.
Ver.di vertritt die Auffassung, die von ihr angegriffene Ausnahmegenehmigung der Ladenöffnung an Sonntagen beeinträchtige ihre grundgesetzlich geschützte Vereinigungsfreiheit, da ihre Mitglieder wegen der Arbeitsverpflichtung nicht an gewerkschaftlichen Veranstaltungen an den regulär arbeitsfreien Sonntagen teilnehmen könnten. Außerdem werde die Sonntagsruhe verletzt. Ausnahmen vom Öffnungsverbot seien nach Maßgabe einer Entscheidung des BVerfG aus dem Jahr 2009 zum Ladenöffnungsgesetz Berlins nur zulässig, wenn dafür besondere Sachgründe vorlägen. Solche seien aber für die genehmigten Sonntagsöffnungen nicht ersichtlich. Das allgemeine wirtschaftliche Interesse der in der Citygemeinschaft organisierten Unternehmer oder das Interesse von Kunden an zusätzlichen Öffnungszeiten reichten nicht aus.
Die beklagte Landeshauptstadt und die am Verfahren beteiligte Citygemeinschaft zweifeln an, dass ver.di als Gewerkschaft überhaupt klagebefugt ist, und verteidigen die Genehmigung auch in der Sache.
Az. 11 A 2676/15
Beginn: 15. 10. 2015, 13.45 Uhr in Saal 1

Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes Hannover

Hannover-16. Oktober 2015. In diesem Jahr gibt es keine verkaufsoffenen Sonntage mehr. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. Die Stadt habe das niedersächsische Ladenöffnungsgesetz falsch ausgelegt. Eine Kommune dürfe pro Jahr viermal an einem Sonntag verkaufsoffen sein. 

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Elektro-Autos

Wirtschaftsminister fordert Kaufanreize für Privatleute

Hannover. Als „längst überfällig" hat heute Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies den Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendrik bezeichnet, staatliche Kaufzuschüsse für Elektroautos zu zahlen. Wichtig sei jetzt aber, dass der Bund nicht nur Ankündigungen mache, sondern konsequent sei.

Wörtlich sagte Lies: „Wir fordern schon seit langem Kaufanreize für Privatleute beim Kauf von E-Autos und Plugin-Hybrides. Im Sommer haben wir eine entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht. Der Vorstoß der Bundesregierung ist längst überfällig. Erfahrungen aus anderen Ländern wie Norwegen haben gezeigt, dass die Begeisterung in der Bevölkerung für Elektroautos in den Ländern groß ist, in denen es auch für Privatleute eine staatliche Förderung gibt. Unsere Forderung ist deshalb eine Prämie von 5.000 Euro für den Kauf eines reinen E-Autos und eine Prämie von 2.500 Euro beim Kauf eines Plugin-Hybrides, dies befristet auf drei Jahre."

Lies forderte die Bundesregierung auf, die geplante Sonderabschreibung für gewerbliche Fahrzeuge und die Absicht, mehr Geld für Landesäulen zur Verfügung zu stellen, um eine Umweltprämie für Privatleute zu ergänzen. Lies: „Ich hätte mir von der Bundesregierung bei diesem Thema deutlich eher mehr Engagement erwünscht. Denn: Wir müssen uns in Deutschland bei diesem Thema mehr anstrengen, wenn wir die weltweite Spitzenposition im Automobilbau sichern wollen."

Allerdings erteilte Lies den jetzt immer wieder öffentlich geforderten strengeren Vorschriften für Diesel-Motoren eine Abfuhr. „Wir dürfen uns hier nichts vormachen. Trotz aller Anstrengungen bei der Elektromobilität brauchen wir zur CO2-Reduzierung moderne Dieselmotoren. Der Dieselmotor ist vergleichsweise klimafreundlich. Eventuelle Defizite im Bereich der Stickoxid-Emission lassen sich beheben. Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt bestimmte Technologien nicht verteufeln. Dies wäre fatal für den Auto­mobilstandort Deutschland." Die Industrie forderte Lies auf, technologische Entwicklungen weiter zu verfeinern.

Vor diesem Hintergrund begrüßte Lies den von VW angekündigten Baukasten für die Elektrifizierung. Lies sagte: „Weitere Richtungsentscheidungen der von VW vorgestellten neuen Zukunftsstrategie sind, das Effizienzprogramm zu beschleunigen und die Diesel-Strategie neu auszurichten. Für Europa und Nordamerika wurde der vollständige Umstieg bei Diesel-Aggregaten auf eine fortschrittlichere und teurere Technologie zur Abgasreinigung „zum frühestmöglichen Zeitpunkt" beschlossen. Nur noch die umwelttechnisch besten Abgassysteme sollen in den Diesel-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Zur Entwicklung der Elektrofahrzeuge wird ein „Elektrizifizierungsbaukasten" für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zusammengestellt. Dieses standardisierte System soll für alle Aufbauformen und Fahrzeugtypen ausgelegt sein. VW hat damit die Weichen gestellt, damit der Konzern auch in schwierigen Zeiten konzentriert an der Zukunft arbeiten kann."

Dienstag, 6. Oktober 2015

Ideen für Südschnellweg

Straßenbaubehörde informiert die Öffentlichkeit

Hannover. Neues vom Ideenwettbewerb zum Ausbau des Südschnellweges (B 3) in Hannover: Die teilnehmenden Planungsbüros sind jetzt von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aufgefordert worden, bis Ende dieses Jahres Vorschläge für die Neugestaltung des 3,8 Kilometer langen Abschnitts vom Landwehrkreisel bis zu den Bahntrögen vor dem Seelhorster Kreuz zu erarbeiten. Dies teilte die Behörde am Dienstag in Hannover mit. Insgesamt haben sich für den Wettbewerb 15 Planungsbüros gemeldet.

Gleichzeitig versendet die Landesbehörde in diesen Tagen Briefe an rund 1.000 zufällig ausgewählte Anwohner und Eigentümer, die sich für eine Mitarbeit im sogenannten „Planungsdialog" bewerben können; dieser wird den Ideenwettbewerb und die anschließende Planung mit Anregungen begleiten. Per Losentscheid werden aus den Rückmeldungen etwa 10 Anwohner und Eigentümer für dieses Gremium ausgewählt, dem außerdem Vertreter aus Gewerbe, Vereinen, Verbänden und der lokalen Politik angehören werden.

Im Ideenwettbewerb sollen unter dem Motto „Landschaft - Straße - Stadt" Möglichkeiten erarbeitet werden, wie der Südschnellweg für die künftige Verkehrsbelastung bedarfsgerecht, aber auch landschafts- und stadtverträglich ausgebaut werden kann. Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auf vier Brücken im Streckenverlauf. Dabei ist die Frage, wie die Querung der Hildesheimer Straße (L 393) künftig aussehen kann, von besonderer Bedeutung.

Im Frühjahr 2016 werden die Wettbewerbsbeiträge öffentlich ausgestellt. Bis zum Jahresende soll auf Grundlage des Ideenwettbewerbs eine Entscheidung fallen, welche Planung weiterverfolgt wird. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen.

Terminhinweis:

Am Donnerstag, 15. Oktober, laden Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zwischen 16 und 20 Uhr zu einem öffentlichen Informationstermin zum Ausbau des Südschnellwegs in das Freizeitheim Döhren, An der Wollebahn 1, 30519 Hannover, ein.

Freitag, 2. Oktober 2015

Liga-Orakel 2015/16 (VIII)

Ein gemeiner Witz und wichtige Spiele

Wie gemein mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini am anderen Ende der Leine ist, habe ich heute als Orakel-Terrier wieder erfahren. Auf einer Bank am Waldesrand saß er in der Sonne, ich auch, aber nicht auf der Bank. Er las die kostenlose "Bild"-Ausgabe zum "Tag der deutschen Einheit", ich nicht. Plötzlich lachte er, ich nicht. Über den Lieblingswitz eines Prominenten, dessen Name ich hier nicht einmal hüsteln würde. 

"Was macht man mit einem Hund, der keine Beine hat? Um die Häuser ziehen."

Um die Häuser gezogen sind die Spieler von Hannover 96 vor dem Spiel gegen Werder Bremen nicht. Sie zogen in ein Trainingslager und dort ihre Schlüsse aus dem bisherigen Saisonverlauf, der nicht so besonders war, wie täglich mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden. Endlich wollen die Roten auch einmal als Sieger vom Platz gehen. Dafür soll Werder nach drei Niederlagen der richtige Gegner sein. Könnte sein, muss aber nicht, denn diese Duelle haben immer etwas Besonderes. Das gilt besonders für die Ergebnisse. Aber ein knapper Sieg ist drin - auch in meinem Orakel.

Auf dem Spielplan steht auch ein Kracher. Bayern München spielt gegen den ins Straucheln geratenen Verfolger Borussia Dortmund. Der FCB kommt umso mehr in Fahrt, je schneller die Dortmunder den Anschluss verlieren. Aber spannend soll es bleiben, finde ich  - doch schon nur sehr selten ein Leckerli in meinem Fressnapf, obwohl mir in dieser Woche viele gespendet worden sind. Hier klicken

Deswegen orakele ich ein Unentschieden mit mindestens vier Toren.

Richtig orakelt, Mike Tjaden!

Hannover 96 gegen Werder Bremen 1 : 0 

Falsch orakelt, Mike Tjaden!

Bayern München gegen Borussia Dortmund 5 : 1 

Liga-Orakel (IX)


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Fünf Fachgerichte

Das neue Fachgerichtszentrum.














Im Zentrum von Hannover

Hannover. „Inmitten der Landeshauptstadt ist ein modernes, leistungsfähiges Justizgebäude entstanden, das funktional und auch architektonisch gelungen ist - ein Gewinn für die niedersächsische Justiz und ein Gewinn für die Landeshauptstadt", so Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz heute vor rund 120 Gästen bei der feierlichen Eröffnung des Fachgerichtszentrums in Hannover. „Ich bin sehr zufrieden, dass die zeitlichen und finanziellen Vorgaben eingehalten worden sind."

In der Leonhardtstraße gibt es fünf Fachgerichte: das Niedersächsische Finanzgericht, das Landesarbeitsgericht Niedersachsen, das Arbeitsgericht Hannover, das Sozialgericht Hannover und das Verwaltungsgericht Hannover. Das neue Fachgerichtszentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs, des Amts- und Landgerichts Hannover sowie der Staatsanwaltschaft Hannover an zentraler Stelle in der Landeshauptstadt.

"Das Fachgerichtszentrum ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dem Vorhaben hat es außerdem sehr gut getan, dass den fünf Gerichten die Verantwortung für das Innenleben des Gebäudes und die innere Organisation übertragen wurde. Die Angehörigen der Gerichte haben sich dabei in vorbildlicher Weise engagiert. Damit ist das Ergebnis viel besser geworden, als es eine Planung vom grünen Tisch erlaubt hätte", sagte Niewisch-Lennartz zum Abschluss der Eröffnung.

Dienstag, 29. September 2015

Landgericht Hannover

Was falsch ist, kann aber auch richtig sein

Seit Jahr und Tag schlage ich mich mit einem Unternehmen herum, das eigentlich mehrere Firmen ist, was das Handelsgesetzbuch untersagt, aber das Landgericht Hannover sagt dazu: "Alles korrekt!" Auch der nicht existierende Firmensitz wird von diesem Gericht bestätigt. Er stehe korrekt im Handelsregister. 

Dann ist es wohl auch korrekt, dass Post bei diesem Unternehmen nicht ankommt, niemand vor Gericht erscheint, wenn Mieter ihre Kosten für Sanierungen von dieser Mehrfach-Firma zurückfordern und ihr Geld in den Wind Frankfurter Gerichtssäle schreiben müssen, weil sie dort allein unter Richtern sind.

Man stelle sich einmal vor, ein Bundesbürger würde sich mehrere Namen geben und wenn er verklagt wird, entscheidet das Landgericht Hannover: "Der vorgelegte Personalausweis ist aber korrekt!" Wenn sich dieser Bundesbürger auch noch nur dann einen Anwalt nehmen würde, wenn er behauptet, Gläubiger zu sein, wie würde dann das Landgericht von Hannover entscheiden? Etwa so: "Ist dieser Gläubiger Schuldner, kann auf seine Anwesenheit verzichtet werden"?

Die Mehrfach-Firma kann man übrigens spielend leicht googeln, der Geschäftsführer heißt immer André Haas und hat in Schollbrunn ein Schreibbüro. Will ihm jemand auf den Zahn fühlen, lässt er sich verleugnen. Aber immerhin: Er heißt immer André Haas - als Geschäftsführer von Anjas Erster Property, als Geschäftsführer von Anjas Zweiter Property, als Geschäftsführer von Beates Erster Property, als Geschäftsführer von Beates Zweiter Property - und erst recht als Besitzer eines Schreibbüros in Schollbrunn, während die Anjas und Beates täglich vergeblich auf ihn in Frankfurt warten. 

André Haas versetzt nicht nur diese vier Firmen-Damen, er versetzt auch das Landgericht von Hannover in eine Art juristischen Tiefschlaf...Wir wissen alle: Wer schläft, sündigt auch.

Während dessen kann dies geschehen: Mehrere Staatsanwaltschaften haben in der Vergangenheit Ermittlungsverfahren gegen Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) geführt. Laut Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern ist ein gewisser Dirk Tönges ab 5. Juli 2007 Geschäftsführer gewesen, die Nachfolge trat am 13. November 2008 ein gewisser Thomas Steger an. Ein gewisser Shankar, der das Unternehmen ab 10. März 2006 geleitet hatte, konnte im November 2011 von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich irgendwo versteckt hielt. In einem Schriftstück der Staatsanwaltschaft von Frankfurt tauchte sein Name am 28. Mai 2013 allerdings wieder auf. Dort hieß es, Ravi Shankar habe Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) bis zum 13. Dezember 2011 geführt. Neuer Geschäftsführer sei ein gewisser André Haas. 

Das alles und noch viel mehr berichte ich seit Jahren...Hier klicken







Samstag, 26. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (VII)

Wie Bilder täuschen können, weil ich diesen Heini
immer wieder täuschen kann. Im April bin ich fast
bis nach Bremen gelaufen, weil mein Herrchen
verreist war. Dort holte er mich aus einem Tierheim
ab, ich tat so, als wenn ich mich darüber freue...

























Ein Prophet bin nur ich/Ende der schönen Zeit im Tierheim

Die Roten machen sich Hoffnungen vor dem Spiel in Wolfsburg, die ich heute Nachmittag nicht mehr habe, denn dann holt mich der Heini am anderen Ende der Leine, also dieser Heinz-Peter Tjaden, wieder aus dem Tierheim Langenhagen-Krähenwinkel ab, in dem ich schon im Januar leider nur für kurze Zeit gewesen bin.

Hoffnungen machen sich die Roten, weil Dieter Hecking keine Heimderbys gewinnen kann, wie ich, so lange ich bei diesem Heini bin, der mit mir nicht nur in der Stube hockt, der mir kein Fließband mit Leckerlis baut, das schmackhaft an mir vorbeizieht, während ich auf dem Sofa liege und in mich hineinfresse, was an mir in Schnappweite vorbeikommt, wie ich das tun würde, wenn es dieses Fließband gäbe. Aber eins hat dieser Heinz-Peter Tjaden vom Veterinäramt der Region Hannover per Verfügung nun endlich schriftlich: Seine Interessen haben hinter meinen zurückzustehen. Ein Menschenschutzgesetz gibt es zwar auch, aber dafür ist der Tierschutzverein nicht zuständig. Und das ist gut so. Mein Interesse ist und bleibt: Weg von diesem Heini! Irgendwann wird mir das dauerhaft gelingen. Schließlich bin ich ein erfolgreicher Orakel-Terrier.

Erfolgreich ist auch der "Marktspiegel"-Sportreporter Jens Kamm. Schreibt er hier. Angeblich ist er seit Mittwoch ein Prophet. Von wegen. Das bin nur ich. Das bleibt so. Da es mir ab heute gegen 15.30 Uhr bei meinem Herrchen wieder schlecht gehen wird, darf es dem 96-Trainer Michael Frontzeck in Wolfsburg nicht auch noch schlecht gehen. Er gewinnt mit den Roten, knapp, glücklich, aber egal - wie mir bald wieder alles ist.

Wehe, Sie rufen nach meiner Rückkehr zu diesem Heini am anderen der Leine hinter mir her, dass ich niedlich bin, ein hübsches Kerlchen und erstaunlich fit. Das wäre nicht in meinem Interesse.

Die Verfügung des Veterinäramtes der Region Hannover darf nur ein Anfang sein. Hier klicken

Mein bisher schönstes Erlebnis: die Beschlagnahme 

Nicht gut genug orakelt, Mike Tjaden!

VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 1 : 1

Liga-Orakel (VIII)


Freitag, 25. September 2015

Vorbildliches Hölty-Gymnasium

Schüler aus Wunstorf helfen Flüchtlingskindern

Hannover/Wunstorf. Im Frühjahr steigt die Zahl der Flüchtlinge, die Schülervertretung des Wunstorfer Hölty-Gymnasiums beschließt: "Wir besuchen Flüchtlingskinder, bieten ihnen Hilfe an." Daraus ist eine Initiative geworden, zu der inzwischen 75 Schülerinnen und Schüler gehören. Sie bringen den Flüchtlingskindern Deutsch bei, starten gemeinsame Aktionen.

Dafür ist das Hölty-Gymnasium heute vom Kinderschutzbund und vom Land Niedersachsen mit dem KinderHabenRechte-Preis ausgezeichnet worden. „Die Kinderrechte gelten für alle Kinder. Gemeinsam können wir für eine kindergerechte Gesellschaft sorgen. Eine Gesellschaft, die Kinderrechte achtet und stärkt, schafft ein tragfähiges Fundament für unser Zusammenleben in Vielfalt und Toleranz", sagte Sozial- und Familienministerin Cornelia Rundt bei der Preisverleihung. „Deshalb freut es mich besonders, dass sich in diesem Jahr auch eine Vielzahl von Initiativen beworben hat, die sich für Flüchtlingskinder einsetzt."

Krankenhäuser

Kriminalität wirkungsvoller bekämpfen

Hannover. Niedersachsen hat heute den Entschließungsantrag zur Stärkung der Sicherheit von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern in den Bundesrat eingebracht, der in den Ausschüssen diskutiert werden soll.

Nach Ansicht von Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt gibt es zwei grundlegende Schwachpunkte bei den vielfältigen Regelungen und Gremien, die sich mit dem Thema Patientensicherheit auseinandersetzen. Erstens lege die Patientensicherheit derzeit noch fast ausschließlich den Focus auf Qualitätssicherung und Vermeidung von Behandlungsfehlern. „Ausgeblendet ist der Schutz vor vorsätzlichem kriminellen Handeln in Krankenhäusern", so Rundt. „Hier gibt es Nachholbedarf."

Zum Zweiten seien durchaus auch in solchen Fällen anwendbare bestehende Reglungen relativ unverbindlich. Zwar gebe es Richtlinien zur Stärkung des Patientenschutzes und zum Risikomanagement, die Art der Umsetzung in den Krankenhäusern sei aber sehr allgemein gehalten: "Es fehlen Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten."

In den einschlägigen Berufsgesetzen der Gesundheitsberufe müsse die rechtliche Voraussetzung dafür formuliert werden, dass - anders als bisher - bei der Beantragung eines Ersatzdokuments von der zuständigen Stelle das Vorliegen von Widerrufsgründen zu prüfen sei - und zwar vor allem die Frage der Zuverlässigkeit. Daneben solle sich der Bundesrat gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss dafür einsetzen, dass bei der Überarbeitung der Richtlinie zum Risikomanagement in den Krankenhäusern Handlungsstrategien zur Vermeidung vorsätzlichen kriminellen Handelns aufgenommen werden.

Dienstag, 22. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (VI)

Nicht mit dem Rücken zur Wand

Auch dieses Mal orakele ich aus einem Tierheim, aus welchem, darf ich nach der Beschlagnahme vor sechs Tagen nicht verraten, weil laut Tierschutzverein Hannover mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini sonst am anderen Ende der Leine, das nicht wissen darf. Dass der mich quält, berichte ich seit Jahren, nun hat das endlich jemand geglaubt. 

Dass aber die Roten, wie von "Marktspiegel"-Sportreporter Jens Kamm behauptet, mit dem "Rücken zur Wand" stehen, glaube ich nicht, zumal ich bisher in keinem Stadion eine Wand gesehen habe. Bei Freistößen spricht man auch nicht von einer Wand, die von den Spielern gebildet wird, sondern von einer Mauer. 

Jens Kamm zuliebe möchte ich aber doch bei dem Bild "Rücken zur Wand" bleiben. Es bedeutet: Nach hinten ist der Weg versperrt. Das wäre gegen Stuttgart schon einmal gut. Wenn für die Roten der Weg nach hinten versperrt ist, ist der Weg der Stuttgarter nach vorn versperrt. Die Stuttgarter dagegen müssen nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, für die Roten läuft nach vorn sowieso kaum etwas bzw. kaum jemand. 

Im Laufe der Saison wird sich das aber noch ändern. Dann werden alle Wände eingerissen und schon kommt die Wende. Die heißt nicht mehr Michael Frontzeck...

Für Wolfsburg heißt es heute Abend in München, "Nadelstiche zu setzen". Sagt Trainer Dieter Hecking. Wahrscheinlich heckt der wieder etwas aus, denn gegen die Bayern gewinnt er seit einiger Zeit immer. Nur heute Abend  nicht. Trotzdem gilt wie immer in dieser Saison: Dortmund bleibt Tabellenführer.

Richtig orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

Bayern München gegen VfL Wolfsburg 5 : 1 
Hannover 96 gegen VfB Stuttgart 1 : 3 

Falsch orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

TSG 1899 Hoffenheim gegen Borussia Dortmund 1 : 1 

Liga-Orakel (VII)

Samstag, 19. September 2015

Liga-Orakel 2015/16 (V)

Die Einschläferung der Augsburger

Nach der Niederlage in Mainz bleibt Hoffenheim Einpünktchen, morgen treffen sich in Augsburg die beiden anderen Einpünktchen. Vielleicht aber auch nicht. Denn die Roten haben sich laut "Bild"-Zeitung einen Trick ausgedacht. Erst täuschten sie bei der Hotelzimmersuche Probleme vor, dann trainierten sie nicht richtig und nicht heute, sondern erst morgen setzen sie sich in einen Flieger, der nicht pünktlich landet und schläfern so den Gegner ein.

Denn Augsburg hat in dieser Woche auch in einem Flieger gesessen. Die Mannschaft flog 1590 Kilometer hin und kehrte 1590 Kilometer mit einer Niederlage aus Bilbao zurück. Das schlaucht. Sind die Roten morgen nicht rechtzeitig da, müssen die Augsburger 45 Minuten auf Hannover 96 warten, dann können sie den Platz verlassen und bekommen die drei Punkte. 

Das wird aber nicht passieren. Geschlaucht von Flugreise und Niederlage schlafen die Augsburger während der Warterei auf dem Platz ein und niemand kann sie mehr wecken. Im Schlaf gewinnt keine Mannschaft drei Punkte. Am grünen Tisch bekommen beide Mannschaften ein Pünktchen, dann sind Augsburg und Hannover 96 Zweipünktchen und die Hoffenheimer fragen sich, warum sie überhaupt nach Mainz gefahren sind. Also: Das Spiel in Augsburg darf auf keinen Fall stattfinden. 

Mehr habe ich dazu nicht zu schreiben. Also nur noch dies: Dortmund bleibt Tabellenführer.

Anmerkung: Wie alle wissen, bin ich der erste Jagdterrier, der eine Broschüre geschrieben hat, die man auch in der Niedersächsischen Landesbibliothek ausleihen kann. Sie ist bei www.lulu.com erschienen ("Wuff am Sonntag"). Im Internet bin ich nicht nur mit meinen trefflichen Orakeln vertreten, sondern auch mit http://tjadenleaks.blogspot.de Neu ist: Nun bin ich auch der erste beschlagnahmte Orakel-Terrier. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie doch mal hier.    

Richtig orakelt, beschlagnahmter Mike Tjaden!

Darmstadt 98 gegen Bayern München 0 : 3
Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen 3 : 0
FC Augsburg gegen Hannover 96 2 : 0

Liga-Orakel (VI)

Mittwoch, 16. September 2015

Abfallcontainer in Hemmingen

Streit mit der Stadt und mit aha!

Hannover-14. September 2015. Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichtes verhandelt am 16. September zwei Klagen des Unternehmers W. gegen die Stadt Hemmingen, in denen es um die Aufstellung von Altkleidersammelcontainern im öffentlichen Straßenraum geht.

Im Verfahren 7 A 6744/13 geht es um eine Beseitigungsanordnung für vier von W. im Jahre 2013 ohne Sondernutzungserlaubnis im Stadtgebiet von Hemmingen aufgestellte Sammelbehälter. Diese sind zwar inzwischen entfernt. Der Kläger hat den Rechtsstreit jedoch bislang nicht in der Hauptsache für erledigt erklärt.

Im Verfahren 7 A 6561/13 wendet sich der Kläger gegen die Ablehnung seines Antrages auf Erteilung einer straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnis für die Aufstellung von je zwei Altkleidercontainern an sieben Standorten im öffentlichen Straßenraum der Stadt Hemmingen. Die Erteilung der Erlaubnis steht im Ermessen der Behörde. Die Stadt Hemmingen hatte den Antrag 2013 mit der Begründung abgelehnt, die Sammlung von Altglas, Altpapier und Altkleidern erfolge bereits durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha), der in dem Verfahren beigeladen ist. Die Sauberkeit der Sammelstandorte sei nur gewährleistet, wenn ein (einziges) Unternehmen dafür verantwortlich sei. Außerdem sei der Kläger unzuverlässig, weil er bereits ohne Erlaubnis vier Behälter aufgestellt habe.

Beginn beider Verfahren: 10 Uhr in Saal 4

Unternehmer unterliegt vor Verwaltungsgericht

Hannover-16. September 2015. Mit Urteilen vom heutigen Tag hat die 7. Kammer zwei Klagen eines Unternehmers, der u. a. Altkleidersammelcontainer aufstellt, gegen die Stadt Hemmingen abgewiesen.

Im ersten Verfahren ging es um eine Verfügung der Stadt, mit der dem Kläger im Jahr 2013 aufgegeben worden war, vier Altkleidersammelcontainer, die ohne die erforderliche straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis im öffentlichen Straßenraum der Stadt aufgestellt worden waren, wieder zu entfernen. Entgegen der erstmals im Rahmen der heutigen mündlichen Verhandlung vom Kläger aufgestellten Behauptung, er habe mit diesen Containern gar nichts zu tun gehabt, ging das Gericht auf Grund einer Reihe von Indizien davon aus, dass dem Kläger die illegale Aufstellung der Container zurechenbar sei. An den Containern seien Aufkleber vorhanden gewesen, die auf den Kläger verwiesen hätten. Der Kläger habe weiterhin zwei Jahre lang im Klageverfahren nicht bestritten, für deren Aufstellung verantwortlich zu sein. Auch in einem von ihm gegen die Anordnung der sofortigen Vollziehung der Verfügung angestrengten Eilverfahren habe er dieses, obwohl das nahe gelegen hätte, nicht geltend gemacht, sondern im Gegenteil in seinen eigenen Schriftsätzen den Eindruck erweckt, es handele sich um ihm gehörende bzw. zumindest zurechenbare Container. Gegen den ablehnenden Beschluss der Kammer im Eilverfahren habe er zudem kein Rechtsmittel eingelegt. Schließlich habe der Kläger selbst eingeräumt, auch in anderen Kommunen Container ohne die erforderliche Sondernutzungserlaubnis aufgestellt zu haben. Die Beseitigungsanordnung sei rechtmäßig gewesen, auch wenn der Kläger seinerzeit parallel ein Verfahren zur Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen für die Aufstellung von Containern u. a. gerade auch für die betroffenen Standorte betrieben habe. Verbotene Eigenmacht bei der Aufstellung von Containern im öffentlichen Straßenraum sei nicht hinnehmbar.

Gegen das Urteil ist ein Antrag auf Zulassung der Berufung beim Nds. Oberverwaltungsgericht zulässig.

Az. 7 A 6744/13

Im zweiten Verfahren begehrte der Kläger die Neubescheidung seines von der Stadt Hemmingen abgelehnten Antrages auf Erteilung von Sondernutzungserlaubnissen für die Aufstellung von Altkleider- und Altpapiersammelcontainern an mehreren Standorten im Stadtgebiet. Nach Auffassung der Kammer durfte die Stadt die Erteilung zu Recht allein mit dem Argument versagen, der Kläger habe sich mit der vorherigen illegalen Aufstellung von vier Altkeidersammelcontainern als unzuverlässig im straßenrechtlichen Sinne erwiesen.

Weil es zu der Frage, ob der Belang der Zuverlässigkeit bei der Erteilung straßenrechtlicher Sondernutzungserlaubnisse rechtlich eine Rolle spielen kann, noch keine obergerichtliche oder höchstrichterliche Rechtsprechung gibt, hat die Kammer in diesem Verfahren eine Berufung zum Nds. Oberverwaltungsgericht wegen grundsätzlicher Bedeutung von sich aus zugelassen.

Az. 7 A 6561/13

Dienstag, 15. September 2015

Streit um Pavillon

Altenbekener Damm: Wichtig für Erscheinungsbild?

Hannover-8. September 2015. Gestritten wird vor dem Verwaltungsgericht um einen von zwei nahezu identischen, in den 50-er Jahren errichteten Pavillons auf den Grundstücken Altenbekener Damm 11 und 13, die im äußeren Erscheinungsbild noch einen weitgehend originären Zustand aufweisen.

Die Landeshauptstadt Hannover hält den Abriss des betroffenen Ladenpavillons für unzulässig. Sie hat inzwischen eine Erhaltungssatzung für das Gebiet beschlossen. Das in den 50-er Jahren als Genossenschaftssiedlung entstandene Gebiet besitze eine Eigentümlichkeit des Ortsbildes und trage zur städtebaulichen Gestaltung bei. Die beiden kleinen Pavillons leisteten einen erheblichen Beitrag zum besonderen Erscheinungsbild der Stadt. Die Kläger halten die Satzung für unwirksam. Die Pavillons seien zu klein, als dass sie einen erheblichen Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt leisten könnten.

Die Landeshauptstadt prüft zudem die Denkmaleigenschaft der Pavillons.

Die 4. Kammer verhandelt vor Ort. Treffpunkt am 15. September um 11.00 Uhr auf dem Grundstück Altenbekener Damm 13

Aktenzeichen: 4 A 12399/14

Klage zurückgenommen

Hannover-15. September 2015. Nach mehrstündiger mündlicher Verhandlung haben die Bauherren, die anstelle des Pavillons ein Wohnhaus errichten möchten, ihre Klage zurückgenommen, um ihr Bauvorhaben gegenüber der Bauaufsichtsbehörde noch einmal präzisieren zu können. Beendet ist die rechtliche Auseinandersetzung um die Zukunft des Pavillons damit aber voraussichtlich nicht. Die Kläger kündigten an, nunmehr zunächst einen neuen Antrag bei der Baubehörde stellen zu wollen, ggf. auch auf Erteilung einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Der Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege hat beim Ortstermin darauf hingewiesen, dass der Pavillon aus Sicht seiner Behörde als Denkmal anzusehen ist.

Die 4. Kammer stellte den Verfahrensbeteiligten in Aussicht, für den Fall, dass gegen die von der Baubehörde neu zu treffende Entscheidung erneut geklagt würde, zügig zu terminieren.

Az.: 4 A 12399/14