Freitag, 27. Juni 2014

Unter Strom

Foto: enercity













Ladestation für E-Räder

Hannover. Vor dem enercity-KundenCenter in der Ständehausstraße 6 befindet sich nun eine E-Fahrrad-Ladestation. In drei verschließbaren Ladeboxen können die Akkus und Ladegeräte von E-Fahrrädern an einen Schukostecker angeschlossen und sicher verstaut werden, was an anderen öffentlichen Ladestationen nicht möglich ist. Sogar ein Fahrradhelm fände in den Boxen Platz. An drei benachbarten Fahrradständern können die E-Fahrräder vor einem Stadtbummel abgeschlossen werden.  
   
Zur Nutzung ist eine individualisierte Ladekarte der enercity Contacting GmbH nötig, die gewährleistet, dass die Tür der Ladebox nicht von Unbefugten geöffnet werden kann. Interessenten können sich die Ladekarte vor Ort im enercity-KundenCenter sofort aushändigen lassen oder ihren Bedarf unter emobility@enercity.de per E-Mail anmelden. Die Nutzung der E-Fahrrad-Ladestation ist kostenlos.  

Dienstag, 24. Juni 2014

Augen auf!

Gesucht: der Hirschkäfer

Hannover - Er ist schwarz-braun, etwa sieben Zentimeter groß und wird in der Abenddämmerung so richtig aktiv: der Hirschkäfer. Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ruft dazu auf, den Hirschkäfer zu suchen und ihn zu kartieren. Warum ist der Käfer so interessant?

"Nach der FFH-Richtlinie haben wir für seine Erhaltung eine besondere Verpflichtung übernommen", sagt Roland Heuser vom NLWKN. Denn der Bestand der Hirschkäfer hat in Mittel- und Südeuropa stark abgenommen - für die Tiere sind immer weniger Lebensräume vorhanden.

Doch um den Hirschkäfer zu schützen, müssen die Naturschützer zunächst einmal wissen, wo er lebt. Der Käfer ist leicht zu erkennen - besonders auffällig ist sein "Geweih", das ihm den Namen Hirschkäfer eingebracht hat. Dabei handelt es sich um massiv vergrößerte Oberkiefer. Über die Verbreitung und den Bestand dieses größten europäischen Käfers gibt es trotz seiner Größe nur unzureichende Informationen, da die Tiere sehr unauffällig leben.

Heuser: „Die meisten Hirschkäfer werden eher zufällig entdeckt. Wegen der versteckten Lebensweise ist eine systematische Bestandsaufnahme der Hirschkäfer sehr zeit- und kostenaufwändig und kaum planbar." Deshalb hat der Landesbetrieb jetzt den Aufruf mit einem speziellen Flyer gestartet, um eine Grundlage für gezielte Hilfs- und Schutzmaßnahmen zu bekommen. Der Appell richtet sich insbesondere an Personen, die sich viel in der freien Natur aufhalten. Da sich Hirschkäfer auch innerhalb oder am Rande von Siedlungen entwickeln können, sind aber auch Gartenbesitzer oder Spaziergänger sehr wichtige potenzielle Beobachter und Melder. Ganz besonders große Chancen bei der Hirschkäferbeobachtung haben Forstbedienstete und Jäger.

Weitere Infos unter www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/hirschkaefer-46208.html.
Dort gibt es auch spezielle Meldebogen und ein Faltblatt zum Download.

Dienstag, 17. Juni 2014

Vertrag geändert

Rundfunkgebühren sinken um 48 Cent

Hannover. Die niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am (heutigen) Dienstag den Sechzehnten Rundfunkänderungs­staatsvertrag (16. RÄStV) zur Kenntnis genommen, damit er dem Landtag zugeleitet werden kann. Kernpunkt des Vertrags ist die Senkung des monat­lichen Rundfunkbeitrags um 48 Cent auf 17,50 Euro ab April 2015 bis zum Ende der Bei­tragsperiode 2016. Zuvor hatten die Regierungschefinnen und -chefs der Länder während ihrer Konfe­renz am 13. März 2014 politisches Einvernehmen über den Vertrag erzielt.

Freitag, 6. Juni 2014

Jugendämter und Gutachter

Ändern ihre Taktik

Heute dürfte einigen Leserinnen und Lesern die "Neue Presse" aus der Hand gefallen sein, während sie auf Seite 14 den Artikel mit der Schlagzeile "Anna (15) wieder zu Hause - Verfassungsgericht hebt Urteil auf und vereint die Familie" gelesen haben. Dazu gab es mehrfachen Anlass: Ein Anwalt wirft einer Gutachterin vor, die Unwahrheit über Anna geschrieben zu haben, im Gutachten wird die enge Beziehung zwischen Mutter und Kind negativ bewertet.

Wissen muss man: Wenn Gutachter und Familiengerichte über Kindeswohl entscheiden, haben sie alle paar Jahre neue Maßstäbe. Derzeit werden immer häufiger enge Beziehungen als Vorwurf genutzt. So hat jüngst eine Jugendamtsmitarbeiterin aus Wilhelmshaven in einem Gespräch mit der Lokalzeitung Geschwisterliebe als ungesund bezeichnet, diese ungesunde Struktur müsse aufgebrochen werden. So könnte man im Zweifelsfalle fast jeder Familie die Kinder wegnehmen. Dass in Gutachten Unwahrheiten stehen, ist nicht ungewöhnlich. Das gilt für alle Gutachten, die ich kenne. Ein Richter aus Mönchengladbach hat vor Jahren darauf hingewiesen, dass 99 Prozent der Gutachten, die er gelesen und geprüft habe, völlig wertlos gewesen seien. Das ist auch jüngsten Studien zufolge nicht besser geworden. Die meisten Jugendämter jedoch sind weiterhin Gutachtern absolut hörig. Die meisten Familiengerichte auch.

Auch das hat durchaus Jugendamts-Methode: Anna wird am 21. Oktober 2013 von ihrem Lehrer vor die Tür gebeten, drei Jugendamtsmitarbeiter bringen sie nach Gifhorn in ein Heim. Sie darf sich weder von ihren Großeltern noch von ihrer Mutter verabschieden. Die Mutter erfährt erst später, wo sich ihre Tochter befindet. Besuche und Telefonate werden überwacht. In Österreich wird diese Praxis inzwischen als Menschen verachtend eingestuft. Heime müssen sich dort deswegen einer Überprüfung unterziehen.

Dass sich die Gutachterin eine Stunde lang in einem "Möwenpick"-Restaurant mit der 15-Jährigen unterhält und ihr anschließend eine nicht vorhandene "Essstörung" attestiert, ist noch relativ harmlos. Andere Gutachter haben auch schon Väter, die sie überhaupt nicht kannten, des sexuellen Missbrauchs bezichtigt.

Acht Monate ist Anna in dem Heim gewesen, nun hob das Bundesverfassungsgericht das Urteil des Oberlandesgerichtes auf, mit dem der Mutter das Sorgerecht für die 15-Jährige entzogen wurde. Aber: Es gibt noch ein Urteil des Familiengerichtes. Das entzog der Mutter die gesundheitliche Sorge für ihr Kind. Der Rechtsstreit ist also noch nicht beendet.

Was Anna und ihrer Mutter passiert ist, kann man nicht mehr wuppen? Das Wilhelmshavener Jugendamt kann. Eine Mitarbeiterin ist am 17. Juni 2013 mit zwei Polizeibeamten losgezogen, die sich bei diesem Einsatz falsche Namen gaben. Was nun bestritten wird. Das Opfer soll zum Täter werden. Auch das ist oft Jugendamts-Methode. Was ebenfalls von vielen, die sich um solche Skandale kümmern sollten, bestritten wird. Wundert sich da noch jemand, wenn ich berichte, dass unzählige Jugendamter aus Niedersachsen jahrelang auf einen Titel-Schwindler hereingefallen sind - und nun abgetaucht sind?

Zwei Polizeibeamte aus Wilhelmshaven geben sich falsche Namen Hier klicken

Analyse eines Gutachtens Hier klicken