Montag, 29. Dezember 2014

Frohes Neues

Hannover wird von enercity in Licht getaucht

Hannover. "Frohes Neues, Hannover!", leuchtet es am 1. und 2. Januar an der enercity-Fassade. In schönes Licht getaucht werden von diesem Unternehmen das ganze Jahr über viele Gebäude, Denkmäler und Kunstobjekte in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Dazu zählen inzwischen auch der Zentrale Omnibusbahnhof und die Nikolai-Kapelle an der Goseriede (Foto).

Sonntag, 21. Dezember 2014

Liga-Orakel (XVII)

Morgen ist Dortmund Hannover

Das fände ich bekloppt: Der BVB beendet die Hinserie als Tabellenletzter und muss die Rote Laterne neben die Trophäen stellen, die im Vereinsschrank stehen. Morgen ist Dortmund Hannover, die drücken den "Roten" in Freiburg so fest die Daumen wie ich die Pfoten.

Wann Marco Reus seinen Führerschein verloren hat, wissen wir. Nie. Er hat gar keinen. Wann Jürgen Klopp das Glück verlassen hat, wissen wir ebenfalls. Immer, wenn ein Spiel angepfiffen wird. Der BVB ist nicht nur schulden-, sondern auch fast punktefrei.

Ich kenne mich als Jagdterrier mit Pechsträhnen aus. Mein größtes Pech ist mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini am anderen Ende der Leine. Der klebt an mir wie am BVB die Spielerkäufer von Bayern München. Die sind nicht einmal zu stoppen, wenn einer von ihnen im Gefängnis sitzt.

Nur Hannover 96 kann am letzten Spieltag der Hinserie noch das Schlimmste für die Dortmunder verhindern. So wird es sein. Pfote drauf.

Wunderbar orakelt, Mike!

SC Freiburg gegen Hannover 96 2 : 2

Liga-Orakel (XVIII): Was dem Jagdterrier passt und was nicht

Dienstag, 16. Dezember 2014

Liga-Orakel (XVI)

Oberbürgermeisterin und 96-Trainer sorgen für Überraschungen

Diese beiden Meldungen ergeben nur zusammen einen Sinn: Hannovers Oberbürgermeisterin Rosamunde Schostok überrascht den Rat mit Ingo Metzmacher als neuem Chef der Kunstfestspiele in Herrenhausen, 96-Trainer Tayfun Korkut den FC Augsburg mit ausgeschlafenen Spielern. Ingo Metzmacher ist Fan der "Roten", Rosamunde Schostok auch. Das ist zurzeit wirklich eine Kunst. Auf Festspiele warten Rosamunde Schostok und Ingo Metzmacher schon länger. Von den anderen Fans ganz zu schweigen. Die werden von den "Roten" immer wieder so überrascht wie der Rat von der Oberbürgermeisterin. Also negativ.

Diese beiden Meldungen müssen noch passend gemacht werden: Rosamunde Schostok schläft immer zuhause, weil sie keine Frau oder Freundin hat, die Spieler von Hannover 96 schlafen vor jedem Spiel in einem Hotel, weil alle eine Frau oder eine Freundin haben. Vor dem Spiel gegen Augsburg haben die "Roten" zuhause geschlafen, die Oberbürgermeisterin auch. Passt doch.

Tayfun Korkut sagt: "Es muss schleunigst ein Sieg her. Punkte, Punkte, Punkte - mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Rosamunde Schostok sagt: "Es muss schleunigst Ingo Metzmacher her. Kunst, Fest, Spiele - mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Dazu sage ich als Jagdterrier: "Lasst euch nicht auch noch von Köln überholen, sondern rückt Augsburg auf die Puppenkiste."

Womit Rosamunde sonst noch überrascht Hier klicken

Gut orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen FC Augsburg 2 : 0
1. FC Köln gegen FSV Mainz 05 0 : 0

Liga-Orakel (XVII): Morgen ist Dortmund Hannover

Samstag, 13. Dezember 2014

Liga-Orakel (XV)









Diese "Bild"-Formel ist das Vorletzte

Für die Formal s = 90a + f brauchen die bei der "Bild"-Zeitung zwei Redakteure. Ich bleibe ein Jagdterrier. Meine Formel lautet: SgB = 90minbs + xdBw. Das ist meine Siegformel für Hannover 96. Mit Siegformeln für Werder Bremen beschäftige ich mich nicht.

Die Siegformel für Werder Bremen leiten die beiden "Bild"-Redakteure so ab: "Gegen die Topteams Leverkusen (1 : 3), Hoffenheim (3 : 4) und Wolfsburg (1 : 3) stand 96 trotz ordentlicher Leistungen am Ende mit leeren Händen da...Bei den drei Niederlagen spielte 96 lange, aber nicht durchgängig gut."

Das ist nun wirklich das Vorletzte - wie Werder Bremen als Nicht-Topteam. Die spielen erst im nächsten Jahr in der Zweiten Liga wieder oben mit. Meine Formel Sieg gegen Bremen (SgB) = 90 Minuten besser spielen (90minbs) + x Minuten den Ball weghauen (xdBw) dürfte aufgehen, wenn kein Spieler der "Roten" die "Bild"-Zeitung liest, wie ich nur, um zu lesen, wofür die "Bild"-Zeitung zwei Redakteure braucht.

Na ja, Mike!

Werder Bremen gegen Hannover 96 3 : 3

Liga-Orakel (XVI): Oberbürgermeisterin und 96-Trainer sorgen für Überraschung

Samstag, 6. Dezember 2014

Liga-Orakel (XIV)

Für Experten ist Lothar Matthäus egal

"Für uns Experten ist das schlecht, weil es weniger Diskussionen geben wird - im Fernsehen, in allen Medien, bei den Fans." Sagt Lothar Matthäus in einem Interview mit der "Neuen Presse" Hannover zur Torlinientechnik.

"Für uns Geographen ist das schlecht, weil es weniger Diskussionen geben wird - im Fernsehen, in allen Medien, bei den Fans." Würde Lothar Matthäus sagen, wenn man ihm einen Atlas verkaufen wollte. "Mailand oder Madrid ist mir egal, Hauptsache Italien" ist weiter sein Motto.

"Für uns Eheleute ist das schlecht, weil es weniger Diskussionen geben wird - im Fernsehen, in allen Medien, bei den Fans." Würde Lothar Matthäus sagen, wenn man ihn fragen würde, ob seine Frau gerade Lolita oder Sonja heißt.

Dann sagt Lothar Matthäus auch noch, dass Wolfsburg Vize-Meister werden könne. Ob die aus Schleswig-Holstein oder Hessen kommen, ist ihm dabei völlig egal. Irgendeiner muss schließlich Zweiter werden, obwohl man inzwischen das Gefühl hat, dass erst die Bayern kommen und hinter ihnen bis Platz 7 niemand mehr. Dennoch bekommen es die "Roten" immer wieder mit der Angst zu tun, wenn man ihnen sagt, dass sie angeblich gegen eine Spitzenmannschaft spielen. Davon gibt es nur eine. Bayern München.

Also, haut die Wolfsburger nach Italien. Dort kennt sich Lothar Matthäus aus. Und ich haue mich als Jagdterrier bis dahin noch einmal aufs Ohr.

Falsch orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen VfL Wolfsburg 1 : 3

Liga-Orakel (XV): Diese "Bild"-Formel ist das Vorletzte

Freitag, 5. Dezember 2014

Jugendämter

Hilfe zur Erziehung wird immer teurer

Hannover. Auch in Niedersachsen gibt es immer weniger Kinder und Jugendliche, die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die erzieherische Hilfen in Anspruch nehmen, steigt jedoch. Das zeigt der dritte Basisbericht mit den Schwerpunkten Hilfen zur Erziehung, Sozialstruktur und Qualitätsentwicklung, der seit heute vorliegt.

In Niedersachsen haben 2012 rund 44 000 Kinder, Jugendliche und Familien erzieherische Hilfen beansprucht. Dazu zählen beispielsweise Erziehungsberatung, die sozial-pädagogische Familienhilfe, die Pflegefamilie oder die Wohngruppe.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Bevölkerung in Niedersachsen ist von 2006 bis 2012 von 18,9 % auf 16,8 % zurückgegangen. Die Quote der Hilfen zur Erziehung stieg von 26,2 Hilfen pro tausend Kinder und Jugendliche im Jahre 2006 auf 36,9 Hilfen im Jahr 2012.

„Dieser Anstieg zeigt deutlich, dass die Jugendämter - auch ausgelöst durch aktuelle Kinderschutzdebatten - sehr viel aufmerksamer reagieren", so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. „Damit steht Niedersachsen nicht allein. Bundesweit sind die Zahlen in den vergangenen Jahren stark angestiegen." In den vergangenen beiden Jahren ist der Anstieg aber auch in Niedersachsen wieder deutlich abgeflacht. Während die Steigerung von 2006 bis 2011 bei insgesamt rund 40 Prozent lag, beträgt die Steigerung von 2010 auf 2012 rund 2 Prozent.

„Die richtige erzieherische Hilfe ist ein Beitrag zur Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen", so Rundt. „Je früher und je zielgerichteter unterstützt wird, desto besser können Kinder und ihre Familien passgenaue Unterstützung finden. Wichtig ist, dass die Jugendämter die Hilfeangebote bereitstellen, die dazu führen, dass Kinder und Jugendliche die Unterstützung bekommen, die sie ganz individuell brauchen. Die empirischen Daten des Basisberichts sind dafür eine wichtige Grundlage."

Das System der landesweiten Berichterstattung stellt  laut Sozialministerium eine solide Datenbasis zur Verfügung, die von Jugendämtern für die bedarfsgerechte Entwicklung ihrer Hilfsangebote genutzt werden könne. Besondere Bedeutung haben die Hilfen zur Erziehung gewonnen. „Die Hilfen zur Erziehung sind nach den Ausgaben für die Kindertagesbetreuung in den Kommunen der zweitgrößte Ausgabenbereich der Kinder- und Jugendhilfe", so Professor Dr. Hubert Meyer von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände. Im Durchschnitt wurden 2012 pro Kind/Jugendlichem 401 Euro für ambulante und/oder stationäre Hilfen zur Erziehung ausgegeben, 2006 waren es 270 Euro.

„Fachlich wie auch vor diesem fiskalischen Hintergrund halten wir es für folgerichtig und sachgerecht, dass der jetzt vorgelegte Fortschrittbericht sich schwerpunktmäßig der Qualitätsentwicklung widmet. Die örtlichen Träger der Jugendhilfe wollen die qualitätsbezogene Steuerung der Hilfen zur Erziehung, aber auch der Kindertagesbetreuung und der Jugendsozialarbeit fortentwickeln", so Meyer weiter.

Weitere Informationen Hier klicken

Alles rund, Frau Rundt?

Pressemitteilungen des niedersächsischen Sozialministeriums lesen sich gelegentlich märchenhaft. Die Jugendämter werden also immer aufmerksamer, helfen immer mehr Kindern und Jugendlichen, geben für sie jedes Jahr mehr Geld aus, damit Kinder und Jugendliche nicht den Anschluss verlieren.

Genaue Zahlen gibt es auch noch. Damit sich Jugendämter beim Geldausgeben nicht vertun. Klingt doch ebenfalls wunderbar. Für die Ministerin Rundt ist offenbar alles rund.

Beschäftigt man sich näher mit dem Thema, würde man gern einmal ein Jahr lang Sozialminister in Niedersachsen sein. Dann wird aus dem Runden etwas Eckiges. In dieser Ecke in jeder Hinsicht überfordertes Personal, in der anderen Ecke nutzlose oder schädliche Einrichtungen, die den finanziellen Rachen aufreißen. Kinder, wohl bekomm´s!

  

Samstag, 29. November 2014

Rechte Parolen falsch

Zuwanderung entlastet Sozialstaat

Hannover. „Was wir im Rahmen des Aufbaus einer niedersächsischen Willkommenskultur immer wieder gesagt haben, wird jetzt erfreulicherweise durch die Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt: Unser Sozialstaat profitiert von den zugewanderten Menschen, sie haben den Etat 2012 um 22 Milliarden Euro entlastet", so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt anlässlich der Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge Niedersachsen (AMFN) am heutigen Samstag in Hannover.

Aus der Studie geht hervor, dass jeder der 6,6 Millionen in Deutschland lebenden Menschen ohne deutschen Pass im Durchschnitt pro Jahr 3.300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben zahlt als er an staatlichen Leistungen erhält. „Natürlich ist das für uns nicht die vorrangige Motivation, Menschen aus anderen Ländern in Niedersachsen willkommen zu heißen", sagte Rundt, „uns geht es hier um die Solidarität mit hilfsbedürftigen Menschen und ein friedfertiges gesellschaftliches Klima sowie die Anwerbung von Fachkräften. Die Bertelsmann-Studie belegt eindrucksvoll, dass immer wieder gepflegte Vorurteile ausländerfeindlicher rechter Gruppierungen falsch und töricht sind."

Die auch für Migration zuständige Sozialministerin warb bei der Amfn-Tagung dafür, die die Migrations- und Teilhabepolitik dieser Landesregierung zu unterstützen: „Mit einer Kombination aus Koordinierungsstellen, einem flächendeckenden Netz von Beratungsstellen, Integrationslotsinnen und Integrationslotsen sowie mehr Service und Freundlichkeit in den Ausländerbehörden schafft Niedersachsen ein neues und nachhaltiges Teilhabemanagement für Migrantinnen und Migranten; für die städtischen und ländlichen Arbeits- und Lebenswelten werden jeweils eigene Konzepte entwickelt."

Cornelia Rundt begrüßte "die derzeit lebendige Diskussion über die Rolle von Flüchtlingen": „Nur in einem konstruktiven Dialog können wir die Weichen für eine gemeinsame Zukunft stellen."

Liga-Orakel (XIII)

Besser da stehen als gespielt

Hoffen wir doch einmal, dass die "Roten" mit drei Punkten aus der Rhein-Neckar-Arena heimkehren. Dann hätten wir das allerdings schon sechs Mal gehofft. Vergeblich - und ein Sprichwort "Was sechs Mal nicht klappt, wird beim siebten Mal klappen" gibt es nicht.

Immer noch stehen die "Roten" besser da als sie spielen. Das sehen auch die Fans so, die sich köstlich amüsieren, wenn die Medien behaupten, 96 sei auf dem Weg nach Europa. Oder ein Bayern-Jäger. Wie das auch schon einmal in der "Bild"-Zeitung gestanden hat. Die Folgen sind bekannt. Deswegen müssen die "Roten" heute auch keine Serie knacken. Davon haben sie schon genug hinter und vor sich.

Viel vorgenommen hat sich sicherlich Joselu, der in Hoffenheim zur "Trainingsgruppe II" gehört hat. Ein Rückkehrer, der seinem ehemaligen Club zeigen will, wo der Sinsheimer gute Spieler verliert, kann ein ganze Mannschaft mitreißen. Das hoffen wir doch einmal...

Gut orakelt, Mike!

TSG 1899 Hoffenheim gegen Hannover 96 4 : 3

Liga-Orakel (XIV): Haut Wolfsburg nach Italien

Dienstag, 25. November 2014

Als Schwuler vorbestraft

Justizministerin für Entschädigungen

Hannover/Berlin. „Es kann nicht sein, dass in Deutschland immer noch homosexuelle Männer mit dem Stigma der Vorbestrafung leben müssen - nur weil sie schwul sind", erklärte Antje Niewisch-Lennartz, niedersächsische Justizministerin, heute Abend anlässlich einer Veranstaltung zur Ehren von Karl-Heinrich Ulrichs in der Landesvertretung Niedersachsens in Berlin.

Die Ministerin forderte, dass auch die Opfer der antihomosexuellen Sondergesetze nach 1945 rehabilitiert und damit den aufgrund ihrer Homosexualität während der NS-Diktatur Verurteilten gleichgestellt werden: „Das ist wichtig, damit auch diese Gruppe einen Anspruch auf Entschädigungsleistungen bekommt."

Karl-Heinrich Ulrichs (1825-1895) gilt als der „erste Schwule der Weltgeschichte" (so der Sexualwissenschafter Volkmar Sigusch). Der Jurist und Publizist hat sich trotz erheblicher beruflicher und gesellschaftlicher Konsequenzen zeitlebens zu seiner homosexuellen Veranlagung bekannt und für die Rechte homosexueller Männer gekämpft.

Ulrichs ist dem niedersächsischen Justizministerium als ehemaliger Mitarbeiter in unrühmlicher Weise verbunden. Das Justizministerium als Dienstherr strengte aufgrund Ulrichs Homosexualität ein Disziplinarverfahren gegen ihn an und zwang ihn damit, 1854 seinen Dienst zu quittieren. „Darauf sind wir wahrlich nicht stolz", sagte Niewisch-Lennartz.

„Wir haben etwas wieder gut zu machen. Aber nicht nur an Karl-Heinrich Ulrichs, sondern an allen Männern, die jahrzehntelang in Deutschland aufgrund ihrer Homosexualität staatlich verfolgt wurden. Fehler der Vergangenheit in Gesetzgebung und Rechtsprechung müssen korrigiert werden", so die Justizministerin. Damit zeige der Rechtsstaat seine Stärke.

Hintergrund:


Jahrzehntelang wurden in Deutschland homosexuelle Männer staatlich verfolgt. Erst 1994 wurde der entsprechende § 175 Strafgesetzbuch endgültig gestrichen. 2002 wurden die unter der NS-Diktatur wegen ihrer Homosexualität Verurteilten gesetzlich rehabilitiert. Für die Opfer der antihomosexuellen Sondergesetze nach 1945 steht dieser Schritt aber noch aus.

Freitag, 21. November 2014

Liga-Orakel (XII)

JaGeLu sind mehr als HoGeSa und EFavor

Wir sind mehr! In Hannover trifft sich jeden Samstag HoGeSa. Was die eigentlich wollen, ist mir nicht so ganz klar, aber das scheinen die Gegendemonstranten zu wissen. Die treffen sich auch jeden Samstag in Hannover. Dieses Mal auf dem Klagesmarkt und an der Goseriede. Die Polizei sorgt dafür, dass sie sich nicht prügeln. Deswegen steht die HoGeSa-Demo auch unter dem Motto: "Gegen linke Gewalt". Denn die HoGeSa steht vom Steintor aus betrachtet rechts von den Gegendemonstranten.

Da wir schon einmal am Steintor sind, dort trifft sich diesen Samstag auch die EFavor. Sonst treffen sich dort nur die Ehemänner, die anschließend heimlich zum Reitwall gehen. Aber dieses Mal demonstrieren sie mit ihren Frauen für "Ehe und Familie vor" - und freuen sich insgeheim auf das nächste Stein-Tor.

Aber wir sind mehr! Denn ich habe gestern die Initiative JaGeLu gegründet. Die wird am Samstag über 40 000 Anhängerinnen und Anhänger haben. JaGeLu steht für "Jagdterrier gegen Leverkusen". Nicht nur HoGeSa, Gegendemonstranten und EFavor stehen morgen dicht beieinander, in der Tabelle stehen auch Leverkusen und Hannover 96 dicht beieinander. Die Roten spielen in dieser Saison stets auf entweder oder, die Pillendreher dagegen oft auf unentschieden. Bis sich also die Leverkusener entschieden haben, müssen sie bereits geschlagen worden sein. Sonst wird das nichts.

Richtig orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen Bayer Leverkusen 1 : 3

Liga-Orakel (XIII): Besser da stehen als gespielt

Dienstag, 18. November 2014

Ein Netzwerk

Neues blog

In einem neuen blog beschäftige ich mich mit einem Verleumder-Netzwerk. Die Mitwirkenden kommen aus der Step gGmbH Hannover, aus der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, vom Anzeiger für Burgdorf und von der Burgdorfer Umschau. Die einen handeln, die anderen schweigen... Hier lesen

Montag, 17. November 2014

Onshore

Wirtschaftsminister für "weiteren deutlichen Ausbau"

Hannover. Für einen weiteren deutlichen Ausbau der Windenergiegewinnung an Land (Onshore) hat sich heute Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies ausgesprochen. „Die Onshore-Windenergie hat weiter deutliche Ausbauperspektiven. Und klar ist auch, dass Onshore bei der Energiewende eine außerordentlich wichtige Rolle spielt und außerdem ein Jobmotor gerade in Niedersachsen ist", sagte Lies anlässlich der Präsentation einer Studie der DIW ECON zur „Ökonomischen Bedeutung der Windenergiebranche" in Hannover.

Als „beeindruckend" bezeichnete Lies die in der Studie zusammengetragenen Daten und Fakten zur Onshore-Branche. Demnach löste die Branche in Niedersachsen/Bremen im Jahr 2012 einen Bruttowertschöpfungseffekt von rund 3,4 Millionen Euro aus. Dabei belaufen sich die investiven Effekte auf rund 2,2 Milliarden Euro, weitere 1,2 Milliarden Euro kamen durch den Betrieb der vorhandenen Anlagen hinzu. Rund 22.000 Beschäftigungsverhältnisse hängen in den beiden Bundesländern direkt oder indirekt an der Onshore-Industrie. Besonders wichtig ist die Branche für das nordwestliche Niedersachsen mit dem bundesweiten Marktführer Enercon (5000 Beschäftigte) und dem Unternehmen GE Wind (1000 Beschäftigte). Die Verfasser der Studie haben die Länder Niedersachsen und Bremen gemeinsam untersucht. Die DIW ECON geht davon aus, dass 90 Prozent der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte auf Niedersachsen entfallen. Demnach liegt die Bruttowertschöpfung allein für Niedersachsen bei 3 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten bei etwa 20.000. Mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze auf dem Feld der Erneuerbaren Energien entfallen in Niedersachsen auf die Onshore-Windenergie - und, um einen Vergleich zu ziehen: Onshore hat in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für Niedersachsen zur Erdöl- und Erdgasindustrie aufgeschlossen.

Lies weiter: „Niedersachsen ist und bleibt das Windenergieland Nummer 1. Hier wird nicht nur am meisten Windenergie produziert, hier arbeiten auch die meisten Menschen in der Branche im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Allein von 2012 bis 2013 ist die Zahl der Beschäftigten noch einmal um 16 Prozent angewachsen. Deutlich verringert hat sich dagegen zuletzt der Neubau von Anlagen in Niedersachsen, was mich etwas mit Sorge erfüllt. Deshalb sage ich mit Blick auf den Windenergieerlass, der zurzeit im Umweltministerium erarbeitet wird, ausdrücklich auch aus wirtschaftspolitischer Sicht: Wir sind gemeinsam auf dem richtigen Weg, wir brauchen mehr Fläche, und wir müssen auch das so genannte Repowering vorantreiben, also kleinere Anlagen durch leistungsstärkere ersetzen. Die Nachfrage auch im eigenen Bundesland wird dabei helfen, den Technologievorsprung in Niedersachsen zu erhalten und auszubauen, was wiederum positive Effekte auf den Export haben wird."

Minister Lies bezeichnete es als aktuelle Aufgabe für die Landespolitik, die zurzeit vorhandenen Probleme bei der zivilen Luftsicherung zu lösen. „Wir brauchen einen runden Tisch in Berlin, damit wir da weiter kommen", erklärte Lies. Zentrales Anliegen müsse es aber sein, in der Bevölkerung weiter für Akzeptanz zu werben. „Wir haben uns aus guten Gründen entschieden, aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen, und es ist gleichzeitig eine Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu verringern. Die Nutzung der Windenergie leistet dazu einen wichtigen Beitrag - und gleichzeitig profitiert unsere Wirtschaft."

Freitag, 14. November 2014

Demo mit Auflagen

10. Kammer gibt mit Beschluss vom 13.11.2014 dem Eilantrag des Anmelders der für den 15.11.2014 in Hannover angekündigten Versammlung teilweise statt.
Die Polizeidirektion Hannover untersagte den Aufzug sowie jede Form der Ersatzveranstaltung mit Verfügung vom 10.11.2014: Die angezeigte Veranstaltung genieße schon nicht den Schutz der Versammlungsfreiheit, weil keine friedliche Versammlung beabsichtigt sei. Die Versammlung diene als Vorwand dafür, dass ein dominierender Teilnehmerkreis die gewalttätige Auseinandersetzung suchen werde. Wegen des zu erwartenden unfriedlichen Verlaufs bestehe eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Der Anmelder der Versammlung und der Versammlungsleiter seien der Gruppierung „Hooligans gegen Salafismus" zuzurechnen. Es deuteten Tatsachen darauf hin, dass es zu schweren Ausschreitungen und dabei zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen kommen werde.

Mit seinem am 11.11.2014 bei Gericht eingegangenen Eilantrag wendet sich der Antragsteller gegen das Verbot: Die Polizeidirektion unterstelle zu Unrecht einen unfriedlichen Verlauf. Die Versammlung in Köln sei „ungeplant unfriedlich" verlaufen. Die Exzesse seien nicht von der Versammlung sondern von Einzelpersonen ausgegangen und zudem durch Versagen der Polizei befördert worden. Der Veranstalter habe solche Gewalttätigkeiten weder befürwortet noch gefördert. Er wolle Eskalationen in Hannover vermeiden und sei zur Kooperation mit der Polizei, die polizeitaktische Maßnahmen ergreifen könne, bereit.

Mit seinem Beschluss vom 13.11.2014 gibt die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts dem Eilantrag teilweise statt. Es erlaubt eine stationäre Versammlung auf der Fläche des alten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Hannover (zwischen der Hamburger Allee, Lister Meile, Karl-Heinrich-Ulrich-Straße und Rundestraße), ordnet Beschränkungen an und gibt der Polizeidirektion die Möglichkeit, weitere Beschränkungen anzuordnen.
Bei der angemeldeten Versammlung handle es sich - entgegen der Einschätzung der Polizeidirektion - um eine solche, die grundsätzlich den Schutz der Versammlungsfreiheit nach Art. 8 des Grundgesetzes (GG) in Anspruch nehmen könne. Mit ihrem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus" sei sie ersichtlich auf Meinungskundgabe gerichtet und nicht auf die Ausübung von Gewalt. Sie sei auch nicht per se unfriedlich, zumal der Antragsteller selbst zur Gewaltlosigkeit aufrufe.

Gründe für ein vollständiges Verbot der Versammlung lägen nicht vor. Ein solches Verbot sei als „ultima ratio" nur zulässig, wenn unmittelbare Gefahren für die öffentliche Sicherheit auch durch Beschränkungen der Versammlungen nicht abgewendet werden könnten. Die Kammer hält unter Berücksichtigung und Abwägung aller ihr vorliegenden Erkenntnisse eine Abwendung solcher Gefahren durch die Anordnung von Beschränkungen für möglich, aber auch für nötig.

Sie teilt die Einschätzung der Polizeidirektion, dass eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestünde, wenn der Demonstrationszug wie geplant durch die Stadt geführt würde. weil ein unfriedlicher Verlauf zu erwarten wäre. Die Versammlung ist nach Auffassung des Gerichts der Organisation „HoGeSa" (Hooligans gegen Salafismus) zuzuordnen. Die Aktionsformen des Hooliganismus seien mit dem Versammlungsrecht unvereinbar. Gleichwohl dürften aber auch Hooligans als Einzelpersonen oder als Gruppe am gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess teilnehmen und von der Versammlungsfreiheit Gebrauch machen. Ein unfriedlicher Verlauf sei erst dann zu erwarten, wenn die Aktionsformen und Merkmale der Hooliganszene das Bild der Versammlung maßgeblich prägten. Für eine solche Annahme spreche der Verlauf der Veranstaltung in Köln. Es gebe zudem Anhaltspunkte, dass bei dem vom Antragsteller vorgesehenen Verlauf der Veranstaltung in Hannover ein unfriedlicher Ablauf zu erwarten sei. Solche Anhaltspunkte seien unter anderem die breite Mobilisierung in der Szene, die Veranstaltung von Köln zu wiederholen, aggressive Äußerungen im Internet und ein hohes Risiko von Provokationen durch Teilnehmer von Gegendemonstrationen.

Andererseits gebe es gewichtige Anhaltspunkte, die zugunsten des Antragstellers zu berücksichtigen seien: Er habe sich zumindest öffentlich von Gewalt distanziert und auf die Beachtung einer von ihm veröffentlichten „Hausordnung Hannover" hingewirkt. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass nicht alle der ca. 4.500 bis 5.000 erwarteten Teilnehmer dem Kreis der Hooligans zuzurechnen sei, sondern selbst nach Einschätzung der Polizeidirektion nur ca. 700 bis 800.

Ein vollständiges Verbot der Versammlung sei mit Rücksicht auf die hohe Bedeutung des Grundrechts aus Art. 8 GG unverhältnismäßig, weil die abzusehenden Gefahren für die öffentliche Sicherheit durch Beschränkungen in hinreichendem Maß verringert werden könnten, insbesondere dadurch, dass die Kundgebung nur stationär durchgeführt werde und zwar an einem Ort, an dem Provokationen der Versammlungsteilnehmer durch „meinungsgegnerische Kräfte" weitgehend ausgeschlossen sei. Die von dem Antragsteller für eine stationäre Versammlung genannten möglichen Orte seien deswegen ungeeignet, anders hingegen die Fläche des alten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB). Wegen des Einbruchs der Dunkelheit sei die Versammlung schon um 16.00 Uhr und nicht - wie vom Antragsteller beabsichtigt - erst um 17.00 Uhr zu beenden.

Als weitere Beschränkungen ordnet die Kammer an, dass mindestens ein Ordner je 30 Teilnehmer einzusetzen sei und verunglimpfende Äußerungen zu unterbleiben hätten. Das Gericht lässt der Polizeidirektion nach, darüber hinausgehende Beschränkungen anzuordnen, die der Antragsteller zu befolgen habe.

Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.
Aktenzeichen: 10 B 12882/14

 

10. Kammer lehnt mit Beschluss vom 14.11.2014 weiteren Eilantrag ab, mit dem sich der Versammlungsleiter und ein Mitglied der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe" gegen Auflagen wenden.
Die Antragsteller wenden sich gegen drei der insgesamt 16 Auflagen, die die Polizeidirektion Hannover im Anschluss an den Beschluss des Gerichts vom 13.11.2014 verfügt hat, nämlich das Gebot der Vorlage eines Ablaufplanes, das Verbot, Embleme oder Tätowierungen mit Bildern von Totenköpfen sichtbar zu tragen, und das Verbot des Auftritts der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe". Für diese Auflagen gebe es im Niedersächsischen Versammlungsgesetz (NVersG) keine hinreichende Rechtsgrundlage.

Das Gericht hält diese Auflagen auf der Grundlage von § 8 Abs. 1 NVersG für rechtmäßig. Danach kann die zuständige Behörde Beschränkungen zur angezeigten Versammlung verfügen, um eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren.

Die Auflage, einen Ablaufplan vorzulegen, könne bereits nach § 5 Abs. 3 Nr. 1 NVersG bei Versammlungen verlangt werden, wenn dies zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit erforderlich sei. Dies könne angenommen werden, wenn das Versammlungsthema provozierend sei oder in der Vergangenheit bei ähnlichen Versammlungen Straftaten begangen worden seien. Diese Voraussetzungen lägen ersichtlich vor.

Das Verbot des Auftritts der Band „Kategorie C - Hungrige Wölfe" sei nicht zu beanstanden, weil gerade der Auftritt der Band bei der Versammlung in Köln zur Bereitschaft der Versammlungsteilnehmer beigetragen haben dürfte, Gewalt anzuwenden. Der Auftritt der Band würde das Risiko eines unfriedlichen Verlaufs der Versammlung daher erheblich erhöhen.

Das Verbot, Embleme oder Tätowierungen mit Bildern von Totenköpfen sichtbar zu tragen, sei gerechtfertigt, weil dem Zeigen von Totenköpfen als Symbol eine einschüchternde und Angst und Furcht erregende Wirkung zukomme und es im Zusammenhang mit der geplanten Versammlung von Hooligans geeignet erscheine, gewaltsame Auseinandersetzungen zu stimulieren.

Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.
Aktenzeichen: 10 B 12963/14

 

Mittwoch, 12. November 2014

Korruption im Landesjustizprüfungsamt

Schummelei bei 15 Prüfungen

Hannover/Verden. Justizstaatssekretär Wolfgang Scheibel hat heute im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen des Niedersächsischen Landtages über das vorläufige Ergebnis der Überprüfung von Prüfungsleistungen zum Zweiten juristischen Staatsexamen informiert.

Anlässlich des Korruptionsverdachts gegen einen ehemaligen Referatsleiter des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamts entschied das Justizministerium im April 2014, dass alle Prüfungsleistungen zum Zweiten juristischen Staatsexamen seit dem Jahr 2011 einer gesonderten Überprüfung zu unterziehen sind. Seither schlossen 200 Sonderprüfer die Prüfungen von rund 1700 der insgesamt 2000 Absolventen ab. Die Staatsanwaltschaft Verden hat in der vergangenen Woche Anklage beim Landgericht Lüneburg erhoben, das nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Angeschuldigten zu entscheiden hat.

Die bisherige Überprüfung der Prüfungsergebnisse ergab, dass in 15 Fällen Anlass zu der Annahme besteht, dass Prüfungsleistungen auf unredliche Weise erzielt worden sind. In diesen Verdachtsfällen werden Verfahren zur Aberkennung des Zweiten juristischen Staatsexamens eingeleitet.


Justizstaatssekretär Scheibel im Anschluss an die Unterrichtung im Ausschuss: „Korruption darf besonders in der Justiz keine Chance haben. Am Ende des Tages wird sich zeigen, dass sich Korruption nicht lohnt!"

Freitag, 7. November 2014

Das Liga-Orakel (XI)

96 bekommt Verstärkung aus Konstanz.














Was wollen die "Roten" am Bodensee?

Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) behauptet heute, dass Hannover 96 auf der Suche nach Konstanz sei. Die spielen doch in Berlin! Was wollen die dann am Bodensee? Außerdem schreibt die HAZ, dass die "Roten" zum elften Mal mit einer anderen Aufstellung ins Spiel gehen. Die sollen lieber ganz schnell nach Berlin fahren. Das Spiel beginnt um 20.30 Uhr!

In Berlin wartet eine alte Tante. Die heißt Hertha. Und hat angeblich eine "Mini-Krise". Eine Krise kriege ich auch, wenn ich mir eine alte Tante im Mini vorstelle. So was schickt sich so wenig wie die "Roten" an den Bodensee schicken. Die müssen im Olympiastadion auf den Rasen geschickt werden. Wie, weiß die HAZ aber nicht. Mal soll es eine "andere Aufstellung" sein, dann eine "unterschiedliche Startelf", sogar ein "bisschen Konstanz" soll möglich sein. Ist das überhaupt erlaubt? Dürfen heute Abend bei 96 zwei oder drei Spieler aus Konstanz mitmachen?

Infrage kämen Winfried Riegel, Gebhard Ludwig, Werner Graf, Manfred Hirn, Walter Köninger, Dieter Graf, Wolfgang Hölzer, Eberhard Schwarz, Peter Zink, Ludwig Huber, Herbert Geiser und Winfried Moll. Die haben Erfahrung mit "unterschiedlich". Diese Jungs spielten 1955 gegen den VfB Stuttgart um die Süddeutsche A-Jugend-Meisterschaft. Die Begegnung endete 0 : 0 nach Verlängerung. Vereinbart war: Bei einem Unentschieden sind beide Mannschaften Meister. Ein Funktionär hatte etwas dagegen. Deswegen wurde der Meister ausgelost. Eberhard Schwarz zog das Meister-Los. Die Konstanzer jubelten. Der Funktionär hatte etwas dagegen. Er ließ noch einmal ziehen. Die Konstanzer zogen die Niete. 50 Jahre später wurden sie vom VfB Stuttgart zu einem Bundesligaspiel eingeladen. Gegner war Hertha BSC. Hier klicken

Hertha BSC ist zweifellos eine Mannschaft, die verglichen mit 2005 unterschiedlich spielt, in Konstanz gibt es zweifellos eine Mannschaft, die 1955 unterschiedlich gewonnen und verloren hat, und Hannover 96 spielt in dieser Saison zweifellos immer unterschiedlich. Das passt also und deswegen haben die "Roten" wohl vor der Reise nach Berlin Konstanz gesucht. Wenn 96 heute Abend mit Hirn spielt, sehe ich schwarz für die Mini-Tante.

Gut orakelt, Mike!

Hertha BSC gegen Hannover 96 0 : 2

Liga-Orakel (XII): JaGeLu, EFavor und HoGeSa





Mittwoch, 5. November 2014

Weiterbildungsportal freigeschaltet

Fast 15 000 Angebote im Netz

Hannover. Wer einen Sprachkursus oder einen Lehrgang für Bilanzbuchhalter besuchen möchte, wer seinen Realschulabschluss nachholen oder sich im Umgang mit Demenzkranken fortbilden will, kann zwischen vielen verschiedenen Bildungsanbietern wählen. Um die Suche nach dem passenden Angebot zu erleichtern, hat das Land Niedersachsen ein Weiterbildungsportal im Internet eingerichtet, das heute freigeschaltet worden ist. Das „Weiterbildungsportal für Niedersachsen" bietet einen Überblick über die öffentlich geförderten Weiterbildungsangebote im ganzen Land. Erstmals können die Bürgerinnen und Bürger anbieterübergreifend recherchieren, vergleichen und buchen - sowohl über die Homepage www.weiterbildungsportal-niedersachsen.de als auch in einer mobil-Version auf Smartphones und Tablet-PCs.

„Es ist uns wichtig, Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungskreisen anzusprechen und ihnen mit ortsnahen Angeboten den Zugang zur Weiterbildung zu erleichtern", sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić.

Herzstück des Weiterbildungsportals ist eine Datenbank, die derzeit rund 14.500 buchbare Angebote von geförderten Weiterbildungsanbietern (Volkshochschulen, Heimvolkshochschulen, Landeseinrichtungen) in Niedersachsen umfasst. Weitere Bildungseinrichtungen und deren Kurse werden laufend hinzugefügt. „Mit Hilfe des Weiterbildungsportals können Bildungsinteressierte die für sie wichtigen Angebote schnell und einfach finden", sagt der Vorsitzende des Niedersächsischen Bunds für freie Erwachsenenbildung, Dr. h.c. Jürgen Walter.

„Die anerkannten Einrichtungen der niedersächsischen Erwachsenen- und Weiterbildung leisten hervorragende Bildungsarbeit, die durch das Weiterbildungsportal mehr Sichtbarkeit erhält", fügt der Geschäftsführer der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, Dr. Martin Dust, hinzu.

Das Weiterbildungsportal bietet auch eine Übersicht über das vom Land Niedersachsen geförderte Netzwerk an Bildungsberatungsstellen. Hier erhalten Bürgerinnen und Bürger individuell zugeschnittene Orientierungshilfen für den eigenen Bildungsweg. Zudem ist Niedersachsen mit dem Portal angeschlossen an das Weiterbildungs-Informations-Systems WISY, ein länderübergreifendes Netzwerk von Bildungsinformationsportalen, das auch die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Schleswig-Holstein nutzen.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert den Aufbau des Weiterbildungsportals mit 90.000 Euro. Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung betreut die Umsetzung des Projekts.

Dienstag, 4. November 2014

Mehr Zeit zum Lernen

Neues Schulgesetz ohne "Turbo-Abitur"

Hannover. Die Niedersächsische Landesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung am (heutigen) Dienstag dem Entwurf zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) zugestimmt und diesen zur Verbandsbeteiligung freigeben. Der Gesetzentwurf beende die Ungleichbehandlung der Schulformen und sei ein Schritt zu gerechteren Bildungschancen und mehr Bildungsteilhabe in Niedersachsen, so Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Mit diesem „Bildungschancen-Gesetz" werde die optimale Unterstützung und Förderung der Kinder in den Mittelpunkt gerückt, den Schulträgern mehr Freiheit eingeräumt und die pädagogische Arbeit an den Schulen gestärkt.

Mit dem Entwurf sollen unter anderem die Grundlagen für die Rückkehr zu einem grundsätzlich dreizehnjährigen Bildungsgang am Gymnasium und an den nach Schulzweigen gegliederten Kooperativen Gesamtschulen gelegt werden („G9"). Die Weiterentwicklung der inklusiven Schule wird gesetzlich geregelt und Schulträgern wird die Möglichkeit eingeräumt, Gesamtschulen auch ersetzend für die Schulen des gegliederten Schulwesens zu führen, sofern bei Errichtung der Gesamtschule der Besuch eines Gymnasiums unter zumutbaren Bedingungen gewährleistet bleibt.

Die bisherige Schullaufbahnempfehlung am Ende der Grundschulzeit soll zukünftig entfallen. Stattdessen sollen die Erziehungsberechtigten im Laufe des vierten Schuljahrgangs zwei Beratungsgespräche über die individuelle Lernentwicklung des Kindes und die Möglichkeiten der Gestaltung des weiteren Bildungswegs erhalten.

Außerdem sollen Grundschulen, die bereits eine Eingangsstufe führen, künftig auch die Möglichkeit bekommen, die Schuljahrgänge 3 und 4 als pädagogische Einheit anzubieten. Mit neuem, modernem Abitur nach 13 Jahren an den Gymnasien möchte die Landesregierung den Schülerinnen und Schülern wieder mehr Zeit zum Lernen und Leben geben und so ein nachhaltiges Lernen und die Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern besser unterstützen. Mit dem Gesetzentwurf wird zudem dem Wunsch von vielen Schulträgern und Eltern Rechnung getragen, die sich Gymnasien und Gesamtschulen als Angebote vor Ort wünschen.

Dies werde die erste Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes seit fast 10 Jahren sein, der ein ordentliches Beteiligungsverfahren vorausgehen werde, betonte Kultusministerin Heiligenstadt. Erst nach Abschluss des Anhörungsverfahrens und dem Austausch aller Argumente werde die Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes in den Landtag einbringen.

Samstag, 1. November 2014

Das Liga-Orakel (X)

Was soll ein 96-Spieler eigentlich in der gegnerischen Hälfte?

"Doch was soll ich hier?", singt Heinz Rudolf Kunze seit 1986. Das fragt sich seit Beginn der Saison auch jeder Spieler von Hannover 96, sobald er die eigene Hälfte verlassen hat. Seine Mitspieler halten den gebührenden Abstand, damit die Muskeln nicht über Gebühr strapaziert werden.

So gewinnt man nicht einmal gegen den VfR Aalen, hat Mehmet Scholl als Fußballexperte erkannt - und schon war er dem 96-Boss nicht mehr lieb Kind. Der sei doch viel zu weit weg, sagten auch andere aus der Führungsetage. So betrachtet könnte Scholl heute gegen Frankfurt mitspielen. Weiter weg als die anderen 96-er wäre er auch nicht. Außer bei ruhenden Bällen, die derzeit zur Fußballphilosophie der Roten passen wie der Pausentee. Nur per Freistoß schenkt 96 dem Gegner noch einen ein. Vielleicht auch heute.

In München dagegen gibt es heute einen Krimi, den mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also dieser Heini am anderen Ende meiner Leine, derzeit zu schreiben versucht. Hier klicken Der heißt "Mord und andere Fouls". Vor dem Spiel versuchen es die Bayern mit Giftmord und giften gegen den BVB. Die haben also Angst. Angst erhöht die Spannung. Das wird also ein tolles Spiel. Pfote drauf!

Gut orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt 1 : 0
Bayern München gegen Borussia Dortmund 2 : 1

Das Liga-Orakel (XI): Was will 96 am Bodensee?

Elektronischer Rechtsverkehr

Jetzt auch mit Arbeitsgerichten

Hannover. Seit heute (1. 11. 2014) gilt eine von der Niedersächsischen Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz unterzeichnete Verordnung zur Eröffnung des elektronischen Rechtsverkehrs bei allen niedersächsischen Arbeitsgerichten. Bereits seit dem 1. November 2013 steht die Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes für den elektronischen Rechtsverkehr offen.

Niewisch-Lennartz: „Ich möchte beim elektronischen Rechtsverkehr keinen „big bang" haben. Wir leiten stattdessen den Wandel der Kommunikationskultur frühzeitig und schrittweise - zuerst in der Verwaltungsgerichtsbarkeit, jetzt in der Arbeitsgerichtsbarkeit - ein. So gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse, die dazu beitragen werden, die flächendeckende Einführung bürgernah und auch wirtschaftlich zu realisieren."

Die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs in der niedersächsischen Justiz ist eines der zentralen Vorhaben der Landesregierung zur Modernisierung und Digitalisierung des Landes.

Grundlage ist das Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten (eJustice-Gesetz) vom 10. Oktober 2013. Ziel des Gesetzes ist es vor allem, die Zugangshürden für die sichere elektronische Kommunikation mit der Justiz zu senken. Die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr bleibt für Bürgerinnen und Bürger freiwillig. Das Gesetz verpflichtet allerdings die Anwaltschaft, Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts - mit Ausnahme der Straf- und Bußgeldsachen - spätestens ab dem Jahr 2022 ausschließlich elektronisch miteinander zu kommunizieren.

Elektronische Schriftsätze konnten bei dem Arbeitsgericht Emden seit dem 1. November 2011 eingereicht werden. Seitdem erfolgten dort etwa 1.600 elektronische Eingänge zu etwa 600 gerichtlichen Verfahren. Nach Abschluss dieser erfolgreichen Erprobung können ab heute nun auch Bürgerinnen und Bürger, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Behörden bei allen Niedersächsischen Arbeitsgerichten Klagen, Schriftsätze und Erklärungen auf elektronischem Weg einreichen.

Fälschungssicherheit, Vertraulichkeit und Urheberschaft der übermittelten Daten werden durch den Einsatz eines Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs (EGVP) einschließlich einer vom Anwender zu verwendenden qualifizierten elektronischen Signatur sichergestellt. Die Einreichung von Schriftstücken durch Versendung einer gewöhnlichen E-Mail reicht dagegen nicht aus. Die Teilnahme am elektronischen Rechtsverkehr bei den Arbeitsgerichten ist nicht verpflichtend.

Samstag, 25. Oktober 2014

Das Liga-Orakel (IX)

Dutt sollte Pendel-Trainer werden

Dutt finde ich gut. Damit die Roten heute nicht mit schlotternden Knien in Dortmund antreten, hat er Werder die drei Punkte an Köln abtreten lassen. Also kann 96 wieder auswärts so auftreten wie die Mannschaft inzwischen auch zuhause antritt. Nämlich eigentlich gar nicht.

Damit die Roten in dieser Saison aber auch wirklich den Relegationsplatz schaffen, müssen sie sich hin und wieder auch danach erkundigen, wie der Hamburger SV gespielt hat. Das Beste wäre: Dutt pendelt als Trainer zwischen dem HSV und Werder hin und her.

Als Jagdterrier laufe ich gern, deswegen bin ich wahrscheinlich nicht Maskottchen der Roten geworden, obwohl ich der Mannschaft ein entsprechendes Angebot unterbreitet habe, das aber wohl nicht der Einstellung der Mannschaft entspricht.

Schlecht orakelt, Mike!

Borussia Dortmund gegen Hannover 96 0 : 1

Gut orakelt, Mike!

Hertha BSC gegen Hamburger SV 3 : 0

Liga-Orakel (X): Was soll ich hier?

Dienstag, 21. Oktober 2014

Inklusion an Grundschulen

Uni Hannover begleitet Umsetzung wissenschaftlich

Hannover. Das Niedersächsische Kultusministerium wird sein Qualifizierungsangebot für die inklusive Schule deutlich ausweiten: Innerhalb der „Qualifizierungsoffensive Inklusion" sollen drei Viertel aller Grundschulen in Niedersachsen die Möglichkeit für Fortbildungen zur Inklusion erhalten und diese zukünftig als schulinterne Fortbildungen durchführen können.

„Wir werden ein Angebot machen, damit sich bis zu 1250 Grundschulen nachhaltig für die Inklusion qualifizieren können - und zwar schon bis Ende 2017. Die zweitägige Qualifizierung soll direkt in den Schulen in Form von schulinternen Fortbildungen stattfinden. Damit bringen wir die Kenntnisse und Fähigkeiten zur inklusiven Beschulung direkt in die Kollegien", sagt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. So entwickle sich auch ein gemeinsames Verständnis von Inklusion und es werde eine neue Qualität in der Vorbereitung der Grundschulen erreicht, weil sich das neue Angebot nicht mehr nur an einzelne Lehrkräfte, sondern an ganze Schulen und Kollegien richte. Damit könne ein nachhaltiger Schulentwicklungsprozess unterstützt werden. „Dieses Konzept ist einzigartig, hiermit sind wir Vorreiterin bei der Fortbildung unserer Lehrkräfte für die Inklusion", so Heiligenstadt. Eine weitere Neuerung im Zuge der Qualifizierungsoffensive seien gezielte Vor- und Nachbereitungstermine der schulinternen Fortbildungen.

Innerhalb der kommenden drei Jahre können rund 15.000 Lehrkräfte jeweils eine 2-tägige schulinterne Fortbildung pro Jahr als freiwilliges Angebot nutzen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre kann für alle Grundschulen und damit für rund 20.000 Lehrkräfte dieses Angebot bereitgestellt werden. Die schulinternen Fortbildungen werden von speziell qualifizierten „Multiplikatorinnen und Multiplikatoren inklusive Schule" durchgeführt. Hierbei handelt es sich um Lehrkräfte, die vom Kultusministerium auf die Aufgabe vorbereitet werden. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden für die Durchführung der schulinternen Fortbildungen zur Inklusion von dienstlichen Verpflichtungen freigestellt und erhalten sechs Anrechnungsstunden. Derzeit gibt es 30 „Multiplikatorinnen und Multiplikatoren inklusive Schule", um die Qualifizierungsoffensive in vollem Umfang umzusetzen, werden 70 zusätzliche Multiplikatorinnen und Multiplikatoren benötigt. Deren Ausbildung wird in zwei Wellen ab Februar 2015 beginnen, zum Schuljahr 2015/2016 sollen die ersten Fortbildungen in den Grundschulen starten können. Die 100 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten insgesamt 600 Anrechnungsstunden, was einen Gegenwert von rund 4,8 Millionen Euro bedeutet.

Die Qualifizierung für Lehrkräfte der Primarstufe läuft bereits, das Niedersächsische Kultusministerium wird zum Jahresende 2014 rund 3300 Lehrkräfte des Primarbereichs fortgebildet haben. Heiligenstadt: „Das ist schon eine beträchtliche Anzahl und die Fortbildungen sind sehr hochwertig. Hier leisten die regionalen Kompetenzzentren für Lehrerbildung, das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung und die Niedersächsische Landesschulbehörde ganz hervorragende Arbeit, für die ich mich im Namen der Landesregierung sehr herzlich bedanke.

Ich habe sehr viele Gespräche mit Lehrkräften, Verbänden und Gewerkschaften über die Umsetzung der Inklusion in den Schulen zum Thema Inklusion geführt und dabei sind folgende Dinge wiederholt angesprochen worden: Zum einen, dass die Umsetzung der Inklusion richtig ist und die Lehrkräfte motiviert sind, um sie erfolgreich umzusetzen. Zum anderen aber: Viele Lehrkräfte fühlen sich nicht ausreichend vorbereitet, daher wollen wir möglichst vielen ein hochwertiges Angebot machen."

Die Kultusministerin teilt außerdem mit, dass die Umsetzung der Inklusion wissenschaftlich begleitet wird. Hierfür hat das Niedersächsische Kultusministerium einen Dreijahresvertrag mit der Leibniz-Universität Hannover geschlossen. Erfolge, aber auch Verbesserungsbedarf bei der Weiterentwicklung der inklusiven Schule sollen so auf wissenschaftlicher Basis erkannt und in die Planung und Durchführung gegebenenfalls notwendiger Nachsteuerungsmaßnahmen einfließen. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Begleitung ist die Wirksamkeit der so genannten sonderpädagogischen Grundversorgung in Grundschulen. Für diese Untersuchung wurden verteilt auf drei Jahre 210 000 Euro in den Kultushaushalt eingestellt. In Niedersachsen erhalten Grundschulen seit dem Schuljahr 2013/2014 eine klassenbezogene Zuweisung von zwei Lehrerstunden pro Klasse für die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung. Die Prävention durch Zusatzstunden erfolgt in den Grundschulen unabhängig davon, ob konkrete Förderbedarfe festgestellt werden.

Samstag, 18. Oktober 2014

Das Liga-Orakel (VIII)

Die Bayern schießen den Vogel ab

Mit der geschlossenen Mannschaftsleistung hat es gegen die Bayern leider nicht geklappt. Das war eine zerschossene Mannschaftsleistung der "Roten" - und in der Bayern-Partei schossen sie sogleich den Vogel ab, den sie schon länger haben. Der Freistaat soll unabhängig werden. Ob die Bayern nun mit 17 anderen Mannschaften in einer Liga spielen oder allein in der Bayern-Liga: Meister werden die immer. Wie Werder Bremen in dieser Saison immer im Tabellenkeller bleiben wird.

Heute hoffen die Fans von Hannover 96 auf eine geschossene Mannschaftsleistung. Die Nationalelf kann also kein Vorbild sein. Vorbilder können nur die bisherigen Heimspiele sein. Wenn die "Roten" weiterhin zuhause so viel Dusel haben, dann duseln sie sich auch gegen Mönchengladbach zu einem knappen Sieg. Darauf gönn ich mir jetzt erst einmal ein Leckerli. Wenn mir mein Herrchen eins gibt. Damit ist aber nicht zu rechnen. Sondern mit einer begossenen Mannschaftsleistung.

Gut orakelt, Mike!

Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach 0 : 3
Bayern München gegen Werder Bremen 6 : 0

Das Liga-Orakel (IX): Dutt finde ich gut Hier klicken

Freitag, 17. Oktober 2014

Ministerpräsidentenkonferenz

Finanzen und Flüchtlinge auf Tagesordnung

Hannover/Potsdam. Der niedersächsische Regierungschef Stephan Weil hat sich „durchaus zufrieden" mit den Ergebnissen der am (heutigen) Freitag zu Ende gegangenen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) in Potsdam gezeigt. Weil wörtlich: „Es zeichnen sich gemeinsame Grundlinien in der Diskus­sion um die Weiterentwicklung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ab. Die Länder sind sich weitgehend einig, dass wir auf die derzeit mit dem Soli verbundenen Mittel auch zukünf­tig nicht verzichten können, dass aber eine Fortführung der bisherigen Ausrichtung nur auf die neuen Länder nicht möglich ist". Überall in Deutschland sei der Bedarf, in Zukunft deut­lich in Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zu investieren, zu hoch.

„Nach meinem Ein­druck gibt es auch eine weitgehende Bereitschaft zur Integration der bis 2019 über den Soli generierten Mittel in die Einkommensteuer", sagte Weil nach der MPK. „Damit würden auch die finanzstar­ken Länder von der Umverteilung der Soli-Mittel profitieren und es gäbe strenggenommen keinen Bedarf mehr an einer nennenswerten Veränderung im Länderfinanzausgleich."

Einigkeit herrsche auch darüber, dass es eine besondere Unterstützung der finanzschwächsten Länder und Übergangsregelungen für die fünf ostdeutschen Länder nach 2019 geben müsse. Stephan Weil: „Es gibt in Bezug auf die Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehungen noch viel zu besprechen und zu regeln, ich sehe jedoch schon heute an einigen wesentlichen Punkten durchaus gute Einigungschan­cen. Wichtig ist, dass unterm Strich die Rechnung für alle stimmt."

Intensiv ausgetauscht haben sich die Länderchefs auch über die Entwicklung der Asylbewerberzahlen. Hierzu erklärte der Ministerpräsident: „Wir sind froh und dankbar, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland den zahlreich bei uns aus den Krisengebieten an­kommenden Menschen solidarisch und aufgeschlossen begegnen. Die Unterbringung der stetig ansteigenden Zahl von Flüchtlingen stellt Länder und Kommunen vor erhebliche Probleme. Der Bund hat sich bei der Bewältigung dieser gemeinsamen Aufgabe bislang zu sehr zurückgehalten, das muss sich schnell ändern".

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben die Bundesregierung aufge­fordert, möglichst rasch geeignete Bundesimmobilien für weitere Flüchtlingsunterkünfte be­reitzustellen. Mit einer besseren Personalausstattung müsse der Bund zudem dafür Sorge tragen, dass der Rückstau von mehr als 120.000 unbearbeiteten Asylanträgen schnell abge­baut werde. Die Bundesregierung wurde gebeten, die Aufwendungen für diejenigen Asylbe­werber, deren Aufenthaltsdauer bis zum Erstbescheid drei Monate übersteigt, vollständig zu übernehmen. Insgesamt sei es dringend notwendig, dass der Bund den Ländern zusätzliche finanzielle Mittel zur Aufnahme, Unterbringung, Verpflegung und Integration von Flüchtlingen zur Verfügung stelle.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Keine NTH mehr

Erwartungen nicht erfüllt

Hannover. „Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) hat die Erwartungen nicht erfüllt, die das Land mit ihrer Errichtung verbunden hat." Das sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, nachdem die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) den Bericht zur Evaluation der NTH vorgelegt hatte. Die Ministerin zieht daraus die Konsequenzen: „Wir führen die NTH in der jetzigen Form nicht weiter, sondern gehen neue Wege." Das Land werde dem Landtag vorschlagen, das NTH-Gesetz zum 1. Januar 2015 auszusetzen.

Die Region Braunschweig/Hannover habe ein erhebliches Potenzial in den Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften. Den Kern für erfolgsträchtige Kooperationen sehen die Gutachterinnen und Gutachter vor allem bei der TUBS und der LUH. Aber auch andere Einrichtungen wie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollten als mögliche Kooperationspartner einbezogen werden können. Für die TU Clausthal solle eine eigene Zukunftsplanung vorgenommen werden, die konkret auf ihre fachlichen Stärken zugeschnitten sei.

Für die Gestaltung ihrer zukünftigen Zusammenarbeit und möglicher Verbünde seien nun zunächst die LUH und die TUBS am Zuge. „Wir erwarten, dass die beiden Universitäten im nächsten Jahr einen Masterplan vorlegen, also ein ambitioniertes und zukunftsweisendes wissenschaftliches Konzept", sagte die Ministerin. Die Vorbereitung dafür solle mit externer Expertise erfolgen. „Ich bin sicher, dass die Hochschulen die Chance, die in einem `Reset` liegt, erkennen und nutzen werden."

Die NTH ist 2009 als neue Allianz aus den Technischen Universitäten Braunschweig (TUBS) und Clausthal (TUCL) sowie der Leibniz Universität Hannover (LUH) gegründet worden. Die NTH sollte Synergien nutzen und so die Wettbewerbschancen der Technik- und Naturwissenschaften in Niedersachsen stärken. Die Vorteile der wissenschaftlichen Zusammenarbeit hätten aber nicht effektiv genug genutzt werden können, stellen die Gutachterinnen und Gutachter der WKN fest. Die Ministerin betonte, dass es in der Evaluation um die Konstruktion der NTH gegangen sei und nicht um die drei einzelnen Hochschulen TU Braunschweig, TU Clausthal und Leibniz Universität Hannover.

Die Leitungs- und Verwaltungsstruktur der NTH sei nicht zielführend. Nötig seien nicht von oben aufgesetzte Strukturen, sondern Formate, die aus der Wissenschaft heraus entwickelt würden. „Der Geburtsfehler der NTH darf nicht wiederholt werden", sagte die Ministerin. Die Region könne mehr aus ihren Stärken machen.

Samstag, 4. Oktober 2014

Das Liga-Orakel (VII)

Mit geschlossener Mannschaftsleistung in München

Was für meine Leckerlis gilt, gilt heute Nachmittag auch für die Roten in München: Die Leckerlis hinten in den Schrank reinstellen, reicht nicht. Mein Herrchen, dieser Heini am anderen Ende der Leine, muss schon zweimal abschließen. Wie Hannover 96 die Kabinentüren. Wer nicht rauskommt, verliert höchstens 2 : 0. Kommen die Roten in München raus, kriegen sie pro Spiel 3,2 Tore rein. Befolgt 96 meinen Rat, kann man anschließend von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen.


Gut orakelt, Mike!

Bayern München gegen Hannover 96 4 : 0

Liga-Orakel (VIII): Bayern schießen den Vogel ab



Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der Madsack-Konzern

Schaltet alle Zeitungen gleich?
Ist allen peinlich, was ich in meinen Broschüren “Zwei Schweinchen und ein Anzeiger” (für Burgdorf) und in “Ein Mann namens Paul Rohde” schreibe?
Offener Brief an den Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter Hier klicken

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Minijobs

Treiben Frauen in die Armut

Auf Antrag Niedersachsens fordert die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister (GFMK) die Bundesregierung auf, Minijobs dort zu beseitigen, wo sie reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verhindern. „Minijobs bieten keine Möglichkeiten, ein eigenes existenzsicherndes Einkommen zu erzielen und ausreichende Rentenansprüche aufzubauen. Es sind in der Regel Frauen, die dadurch in Abhängigkeiten und Armut geraten", erklärt Cornelia Rundt. „Der Bund muss hier dringend gegensteuern."

Der Antrag, der heute bei der GFMK in Wiesbaden die Zustimmung der Frauen- und Gleichstellungsministerien erhalten hat, verweist unter anderem auf die Auffassung der EU, wonach fiskalische Fehlanreize - insbesondere für Zweitverdienerinnen und -verdiener - abgebaut werden müssen. Minijobs sollten demnach leichter in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsformen umgewandelt werden können. Cornelia Rundt: „Die Bundesregierung hat sich selbst zum Ziel gesetzt, hierzu Vorschläge zu unterbreiten - diese müssen nun möglichst schnell erstellt und umgesetzt werden."

7,442 Millionen Menschen in Deutschland waren im Januar 2014 als Minijobber und Minijoberinnen tätig. Dieser Bereich des deutschen Arbeitsmarktes ist von 2003 mit etwa 5,5 Millionen Beschäftigten auf jetzt mehr als 7,4 Millionen Beschäftigte angestiegen und damit der am stärksten wachsende Arbeitsmarktbereich. Der Frauenanteil daran betrug Ende 2011 über 62 Prozent, so dass die Beschäftigungsform klar frauengeprägt ist. Bei den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten ist der Anteil der Frauen noch erheblich höher: Hier betrug er im Jahr 2011 über 66 Prozent. Zwischen 1999 und 2011 ist die Anzahl der Frauen, die ausschließlich geringfügig beschäftigt sind, von 2,62 Mio. auf 3,23 Mio. angestiegen. Dieser Anstieg um 600.000 Beschäftigte entspricht einer Zunahme um 23 Prozent.

Da Minijobs als alleiniges Beschäftigungsverhältnis schon aufgrund ihrer Verdienstobergrenze von 450,00 Euro nicht existenzsichernd sind, bezieht ein Teil der dort Beschäftigten das Gehalt aufstockende SGB II-Leistungen, dies betrifft insbesondere alleinerziehende Mütter. „Minijobs bilden leider nur selten die erhoffte Brückenfunktion in den ersten Arbeitsmarkt", so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt: „Nur etwa 9 Prozent der Beschäftigten gelingt aus dieser Tätigkeit ein entsprechender Wechsel. Durch lange Beschäftigungszeiten in diesen Tätigkeiten verfestigt sich eine prekäre Beschäftigung. Insbesondere für Frauen stellen Minijobs also eine erhebliche Armutsgefahr dar, das wollen wir nicht länger hinnehmen."



Dienstag, 30. September 2014

Sprachlich tot


Justiz feiert "Tag der deutschen Stammelei"

Hannover (tj). Die niedersächsische Justiz ist der deutschen Sprache ihrem Tod. Trotzdem schreibt sie Pressemitteilungen, heute zum Bürgerfest in Hannover am "Tag der deutschen Einheit". Das Motto laute "Gerechtigkeit gemeinsam gestalten". Und die deutsche Sprache verunstalten. So: "Mit den ´Kleinen Strolchen in der Justiz Osnabrück` (gemeint sind weder die Wärter noch die Gefängnisinsassen) präsentiert sich zugleich die erste von der Justiz initiierte Betreuungseinrichtung für Kinder." Häh? So weiter: "Auch kleine Besucher sind willkommen." Sie müssen nur kleine Strolche sein? Und so weiter: "Sie können Roben ausprobieren, Gesetze stemmen und sich an einer Sitzgruppe ausruhen..."

Anschließend sind die Kinder laut Pressemitteilung der Justiz "startklar für einen Rundgang über das Bürgerfest". Weit kommen sie allerdings nicht. Denn laut Justiz ermatten "die Beinchen gleich wieder". Deshalb stehe auch "im Zelt nebenan" eine Sitzgruppe. Die jedoch bereits besetzt sei: "Dort präsentiert sich der dem Justizministerium angegliederte Landespräventionsrat (LPR)." Der gar Nützliches tue: "Der LPR (informiert) über Präventionsprojekte rund um das Thema Erziehung." Au fein: Der LPR beugt Erziehung vor.


Montag, 29. September 2014

Ein Junge keucht

Erschienen bei Lulu.





















Leseprobe

Nicht nur amüsante Geschichten aus dem Redaktionsalltag
"Röschen" ruft immer wieder in einer Redaktion an

Das erfahren die Leserinnen und Leser selten oder gar nicht: Was geschieht hinter den Kulissen der Medien? Nun erfahren sie es aber doch: Aus der bei Lulu erschienenen Broschüre “Ich hörte sein Keuchen hinter meinem Rücken – Als Ursula von der Leyen noch Röschen hieß”, mit ihrem Rad das elterliche Anwesen in Burgdorf bei Hannover verließ und sich ein 14-Jähriger im August 1980 an ihre Reiterstiefel heftete, sollte das unbedingt in der Lokalzeitung stehen, während Polizei und Staatsanwaltschaft jede Auskunft verweigerten.

Weitere Informationen

Samstag, 27. September 2014

Das Liga-Orakel (VI)

"Bild" Hannover, 25. September 2014



















Die spinnen, die "Bild"-Macher

Eine Stadt jagt also einen Freistaat. Werden die bei "Bild" immer seedoofer? Erst mühen sich die "Roten" gegen Köln zu einem 1 : 0-Sieg und nun fegen sie Stuttgart weg, während die Kölner dem FCB eine Klatsche verpassen, obwohl die nicht einmal in Hannover das Tor getroffen haben?

Da kichert sogar der 96-Tayfun. Wir sind keine Spitzenmannschaft, hat der Korkut gesagt, so schnell werden wir auch keine. Die "Bild"-Sätze "Schön: 96 ist Dritter und Bayern-Jäger. Nur jetzt muss es auch mal auswärts (bisher null Tore) knallen. Am besten Samstag in Stuttgart - und eine Woche später bei den Bayern" nimmt zum Glück auch kein Spieler ernst. Die wissen, dass sie sich gegen Köln fast die Beine gebrochen haben und nicht von heute auf morgen zu Gazellen werden.

Zehn Punkte nach fünf Spieltagen sind toll, aber kein Grund zur Errichtung eines Tollhauses. Als kluger Jagdterrier wünsche ich den "Roten" in Stuttgart einen einigermaßen erfolgreichen "Tag der Intelligenz".

Gut orakelt, Mike!

VfB Stuttgart gegen Hannover 96 1 : 0
1. FC Köln gegen Bayern München 0 : 2

Das Liga-Orakel (VII): Geschlossene Mannschaftsleistung

Freitag, 26. September 2014

Pioniere

Der Energiewende starten in zweite Phase

Hannover. Auf dem enercity-Betriebsgelände hat die zweite Phase für den Feldversuch der Ladestation begonnen, rund 30 Testpersonen aus dem Raum Hannover, Nienburg und Salzgitter laden nun ihre E-Autos in bestimmten Zeitabständen und bekommen dafür eine Prämie.
  
Projektleiter Matthias Röhrig, der als enercity-Abteilungsleiter für die überregionale Versorgung mit Strom und Gas verantwortlich ist, würdigte die Beteiligten, die bereits aus eigenem Antrieb E-Autos angeschafft haben, als "Pioniere der Energiewende": „Sie helfen dabei, die Veränderungen in der Energiewirtschaft voranzutreiben. Der anfänglichen Idee, eine fernsteuerbare Steckdose zu entwickeln, folgt in der Zukunft der Bau eines virtuellen Kraftwerks, bei dem E-Autoakkus  ihre Flexibilität für zum Beispiel minütlich fällige Regelenergie zur Verfügung stellen. Oft unvorhersehbar schwankende erneuerbare Stromerzeugung kann so ausgeglichen werden."    
  
Constantin Reese vom Fachgebiet Elektrische Energieversorgung des Instituts für Energieversorgung und Hochspannungstechnik (IEH) an der Leibniz Universität Hannover stellte die technische Entwicklung der Ladestation („CarConnectBox“) vor. Ein Uni-Team kümmert sich um den reibungslosen Betrieb der Geräte. Katja Schlager vom Institut für Transportation Design (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) erläuterte ihre Befragungsmethoden. Auffällig war bisher, dass die durchschnittliche Fahrleistung in der Testgruppe deutlich höher als bei konventionellen PKW ist. Fünf der 30 Haushalte bzw. Gewerbebetriebe haben sogar keine weiteren PKW, sind also ausschließlich elektrisch automobil.   
   
Sven Strube, einer der CCB-Tester, aber auch Inhaber des E-Mobilitätsdienstleisters „Lautlos durch Deutschland“ sowie Honorarprofessor an der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften (Braunschweig/Wolfenbüttel), entwickelte spannende Thesen zur langfristigen Entwicklung der E-Mobilität in Deutschland. Aufgrund der Deutschland-weit nahezu vollständigen Stromnetzabdeckung laufe die Mobilität des sich ankündigenden postfossilen Zeitalters zwangsläufig auf den Stromantrieb hinaus. Die ökonomischen wie auch ökologischen Kosten der Gesamtinfrastruktur (Energieerzeugung, -umwandlung, -verteilung und -nutzung) fielen hier am günstigsten aus.   
  
„Elektrofahrzeuge bieten das Potenzial, mit ihrer Flexibilität das energiewirtschaftliche System zu stützen. Schwankender Stromverbrauch oder schwankende Erzeugungsleistung von zum Beispiel Windkraftanlagen können so ausgeglichen werden. Für eine erfolgreiche Energiewende ist das Zusammenspiel von fluktuierender erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung von größter Bedeutung. Elektromobilität kann dabei kurzfristige Schwankungen kompensieren, während für längerfristigen Ausgleich wie bei nächtlichen Windflauten ein Leistungs- und Kapazitätsmarkt die notwendige Lösung ist. Denn eine Million Elektroautos könnten bei Windflaute die Stromversorgung lediglich für 10 Minuten überbrücken“, fasst Röhrig das Potenzial des Ansatzes zusammen. Über die technische Machbarkeit hinaus müssten für tragfähige Geschäftsmodelle dieser Art noch grundlegende Hemmnisse beseitigt werden. Auch diese Fragestellung werde in dem Forschungsprojekt vertieft.   
 

Dienstag, 23. September 2014

Versteckte Schönheit

Der rote Faden.








Der spröden Landeshauptstadt Hannover

Mit einem U-Bahn-Trick hat mich die schönste Frau von Hannover vor fast 40 Jahren an die Leine gelockt, während ich in ihrer Wohnung war, behauptete sie bis weit nach Mitternacht, ich könne immer noch mit der U-Bahn zu meinem Hotel fahren, bis ich blieb. Bei der Annäherung verhält sich die niedersächsische Landeshauptstadt eher spröde, ihre Schönheit versteckt sie lieber als sie überall öffentlich zur Schau zu tragen. Der “rote Faden” half mir bei den ersten Erkundungen, der mich zu den ersten Sehenswürdigkeiten führte. Dann folgte ich dem blauen Faden. Anschließend stellte ich bei Radtouren fest, dass man fast jeden Stadtteil von Hannover erreichen kann, ohne von Autolawinen überrollt zu werden.

Hier weiterlesen 

Samstag, 20. September 2014

Das Liga-Orakel 2014/15 (IV)

Paderborn immer doppelt abgesichert

So leicht wie die Bayern in Hamburg haben es die Roten heute in Paderborn nicht. Denn der SC wird seine Trainer nicht so leicht wieder los wie der HSV. Will er wahrscheinlich auch nicht. Denn die Mannschaft wird von einem "Hannoveraner durch und durch" trainiert, der an der Leine Pokalgeschichte geschrieben hat und nun auch mit einem Aufsteiger Bundesliga-Geschichte schreiben kann. Titel: "Alle, die nicht mit uns gerechnet haben, haben sich verrechnet." Womit wir wieder beim Hamburger SV wären. Bei denen muss man in dieser Saison ebenfalls nicht mit mehr als 27 Punkten rechnen. Und 28 Punkte holt der SC allemal.

Nicht nur sportlich, auch geographisch sichern sich die Paderborner nach beiden Seiten ab. Steigen sie wieder ab, ist das gut, steigen sie nicht ab, ist das auch gut, lautet das sportliche Motto. Paderborn liegt sowohl in Ostfalen als auch in Westfalen, ist die geographische Devise, die zu Paderborn liegt in Ostwestfalen zusammengefasst wird.

Meine Erkenntnisse zusammenfassend orakele ich zwei Auswärtssiege.

Mies orakelt, Mike!

SC Paderborn gegen Hannover 96 2 : 0
Hamburger SV gegen Bayern München 0 : 0

Kein Liga-Orakel V - Mike orakelte nichts - auf dem Platz war auch nicht viel

Hannover 96 gegen 1. FC Köln 1 : 0

Liga-Orakel (VI)

Montag, 15. September 2014

Hunde-Flüsterer

11. Kammer hat mit Beschluss vom 15. 9. 2014 einen Eilantrag des als „Hundeflüsterer" international bekannten Cesar Millan abgelehnt, der festgestellt wissen wollte, dass er für eine Veranstaltung am 17.09.2014 keine Erlaubnis nach dem TierSchG braucht.

 
Der Antragsteller tritt ab Mittwoch mit seiner Show „The Leader of the Pack" im Bundesgebiet auf. Die erste Veranstaltung findet am 17. 9. 2014 in Hannover in der Swiss-Life-Arena statt. Bei der Veranstaltung werden unter anderem zuvor ausgewählte Hunde auf der Bühne vorgeführt. Nach dem Veranstal­tungskonzept ist der Auftritt des Antragstellers mit fünf zuvor ausgewählten fremden Hunden von Zuschauern mit einer Dauer von jeweils bis zu zehn Minuten geplant. Diese Hunde werden etwa vier Stunden vor Beginn der Show vom Antragsteller ausgewählt und hinter der Bühne zusammen mit den Tierhaltern auf ihren Einsatz in der Show vorbereitet.

Nach Auffassung der Landeshauptstadt als zuständiger Tierschutzbehörde bedarf der Antragsteller dafür einer Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz (TierSchG). Gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f) TierSchG (der zum 01.08.2014 in Kraft getreten ist) bedarf einer Erlaubnis, wer gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will.
Diese Voraussetzungen sieht das Gericht als gegeben an. Die Erlaubnispflicht setze nicht voraus, dass dauerhaft und regelmäßig mit bestimmten fremden Hunden gearbeitet werde. Der Anwendungsbereich beschränke sich damit nicht auf Betreiber klassischer Hundeschulen. Mit der Regelung solle auch das nur einmalige Anleiten der Hundehalter durch gewerbsmäßig tätige Hundetrainer erfasst werden, weil es auch dadurch zu nachhalti­gen negativen Auswirkungen für das Wohlbefinden und Verhalten der Hunde kommen könne. Es sei davon auszugehen, dass die Hundehalter den Ratschlägen des Hun­detrainers bei der weite­ren Ausbildung der Hunde folgten. Daher müsse gewährleistet werden, dass diese Hundetrainer über eine entsprechende Sachkunde im Umgang mit Hunden verfügten.

Die Ausbildung erfolge auch gewerbsmäßig, weil sie wesentlicher Bestandteil der Show sei. Auf die Kunstfreiheit könne sich der Antragsteller nicht berufen, weil die Durchführung einer Verhaltenstherapie vor einem großen Publikum keinen künstlerischen Anspruch erkennen lasse.

Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zulässig.
Einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f) TierSchG hat der Antragsteller bei der Antragsgegnerin bereits vorsorglich gestellt. Über diesen Antrag hat die Antragsgegnerin noch nicht entschieden, weil der Antragsteller die für die Erteilung einer solchen Erlaubnis notwendige Sachkunde bisher nicht nachweisen konnte. Bei einer Sachkundeprüfung am 10.09.2014 konnte die Antragsgegnerin die Sachkunde von Herrn Millan nicht feststellen.

Für den Fall, dass der Antragsteller im Beschwerdeverfahren vor dem Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht unterliegt und er auch im Verfahren um die Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f) TierSchG keinen Erfolg hat, darf er die für den 17. 9. 2014 angekündigte Veranstaltung in der Swiss-Life-Arena nicht wie geplant durchführen.

Aktenzeichen: 11 B 11675/14

Freitag, 12. September 2014

Das Liga-Orakel 2014/15 (III)

Man entlässt ihn in Hannover zweimal

In Leverkusen werden heute Abend die Tore immer Völler, bis der Weißhaarige graue Haare bekommt, von denen ich auch schon zwei im Fell habe. Das Spiel endet genauso unentschieden wie ich immer bin, wenn ich die Wahl zwischen Weglaufen oder doch noch ein Leckerli abstauben habe. Immer wieder siegen die Leckerlis - und Leverkusen wird nie Meister. Wenn Werder in dieser Saison danach noch 24 Mal ein Unentschieden ergaunert, bleiben sie drin - lehrt die vorige Spielzeit, an der sich der Hamburger SV nicht beteiligt hat.

Vor dieser Mannschaft muss niemand Angst haben, um diese auch nicht. Irgendwann bleibt dieser Dino auch mit 18 Punkten drin, von denen er allerdings in Hannover keinen einzigen bekommt. Dann wird Mirko Slomka zum zweiten Mal an der Leine, die ich bei Spaziergängen überhaupt nicht mag, entlassen. Pfote drauf.

Gut orakelt, Mike!

Bayer 04 Leverkusen gegen Werder Bremen 3 : 3
Hannover 96 gegen Hamburger SV 2 : 0

Das Liga-Orakel (IV): Hier klicken

Donnerstag, 11. September 2014

Mystery calls

Bei Anruf enercity auf Platz 1

Hannover. Das unabhängige Institut IMK Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung hat von November 2013 bis Juni 2014 die 20 größten deutschen Stadtwerke auf den Prüfstand gestellt. Auch die Kundenberatung bei enercity testeten sie mit „mystery calls“ (verdeckten Anrufen) und E-Mail-Anfragen - das Ergebnis „Platz 1“. Mit 63 von maximal 100 erreichbaren Punkten wurde enercity Spitzenreiter, gefolgt von den Stadtwerken in Stuttgart (61 Punkte) und den Stadtwerken in Bremen (61 Punkte). Die niedrigste erreichte Wertung lag bei 43 Punkten.   
  
Die Tester traten als potenzielle Neukunden auf, die den Stromlieferanten wechseln wollten. Jedes Unternehmen wurde jeweils per E-Mail und Telefon fünfmal kontaktiert. Alle Reaktionen und die im Verlauf erlebten Beratungen bewerteten die Tester mit einem Fragebogen. Kriterien waren hierbei Erreichbarkeit, Begrüßung, Gesprächsführung, Fachkompetenz, Qualität der Akquisefragen und sogar der Gesprächsabschluss. Dies mündete in eine entlang dieser Kriterien unterschiedlich gewichtete Gesamteinschätzung, die sich als ein Service-Qualitäts-Index darstellt.  
  
„Wir sind hocherfreut über die Erstplatzierung. Sie zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Holger Schwenke, Leiter der Hauptabteilung Kundenservice und Abrechnung bei enercity. „Uns ist bewusst, dass wir im Endeffekt bei jedem einzelnen Kunden gute Leistung zu bringen haben und arbeiten stets daran, unseren Service zu verbessern“.   
  
Bereits Ende 2013 hatte enercity sich hinsichtlich Kundenzufriedenheit vom TÜV Nord zertifizieren lassen:  
http://www.enercity.de/presse/pressemeldungen/2013/2013_12_20-Kundenzufriedenheit-bei-enercity-von-TUEV-NORD-zertifiziert/index.html  
  

Auch Niedersachsen

Region Hannover und Wilhelmshaven - zwei Welten

Wilhelmshaven und die Region Hannover trennen nicht nur gut 200 Kilometer, sondern auch Welten. Das bestätigen mir derzeit Leserinnen und Leser meiner Broschüre "Jagdszenen aus Wilhelmshaven", die es seit ein paar Tagen auch bei Amazon gibt. An der Jade kursiert ein Gerücht über den Oberbürgermeister und einen Unternehmer. Die beiden wenden sich an die Lokalzeitung und dementieren das Gerücht, ohne zu sagen, wobei es bei diesem Gerücht geht, als gingen sie davon aus, dass sowieso jede und jeder die Geschichte bereits kennt.

Schon das geht in den Kopf vieler Leserinnen und Leser meiner Broschüre nicht hinein. Warum machen diese beiden Werbung für ein nach ihrer Auffassung allen bekanntes Gerücht, denn nichts anderes ist ein solches Dementi? Dann erweist sich die Ankündigung von Oberbürgermeister und Unternehmer, alle Verbreiter des Gerüchtes  mit Hilfe von Anwälten ausfindig zu machen, auch noch als Luftnummer. Zurück bleibt eine Stadt, in der Bürgerinnen und Bürger, die Klatsch und Tratsch mögen, auf seltsame Art und Weise als Verleumder kriminalisiert werden sollten. Wilhelmshaven ist übrigens reich an solchen Realsatiren, deswegen wird diese Stadt auch immer ärmer, die Einwohnerzahl sinkt weiter.

Immer mehr Leserinnen und Leser findet auch meine Broschüre "Lügen haben Jugendamts-Beine", in der ich über eine illegale Aktion des Wilhelmshavener Jugendamtes berichte. Bei einer Wohnungsdurchsuchung geben sich zwei Polizeibeamte falsche Namen, das Innenministerium fordert eine Überprüfung der Aktion, die Aufgabe der übergeordneten Polizeiinspekion sei, aber daran hält sich niemand, die Wilhelmshavener Polizei überprüft sich selbst.  In einem Schreiben, das im Namen des Oberbürgermeisters verfasst wird, werde ich als Autor der Geschichte über diese illegale Aktion als Stalker verleumdet, der ganz nebenbei auch noch das gesamte Wilhelmshavener Jugendamt lahm gelegt haben soll. Mein Anwalt versucht gerade, dieses Schreiben zu bekommen. Der Oberbürgermeister verweigert die Herausgabe.

Hier zu Region staunt man über solche Ereignisse noch. In Wilhelmshaven sind sie Alltag. Dort wird auch anders gewählt. Beweise ich in meiner Broschüre "Wahl spezial - Gelebte Demokratie an der Jade".  

Mittwoch, 10. September 2014

Neues Schulgesetz

Mehr Bildungschancen für die Kinder

Hannover. Zum Schuljahr 2015/2016 wird in Niedersachsen ein neues Schulgesetz in Kraft treten. Das hat die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zum Anfang des neuen Schuljahres angekündigt. Die umfangreiche Novellierung des Gesetzes wird unter anderem die Einführung eines modernen Abiturs nach 13 Schuljahren in Niedersachsen enthalten und die neuen verbesserten Rahmenbedingungen für Ganztagsschulen in Niedersachsen abbilden.

„Ich möchte die Bildungschancen für unsere Kinder erhöhen, ich möchte eine Gleichbehandlung der Schulformen gewährleisten und ich möchte Schulen und Schulträgern insgesamt mehr Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume geben. Dies wird die Handschrift sein, die dieses Gesetz prägen wird - ein Bildungschancen-Gesetz", sagte die Ministerin.

In den kommenden Wochen wird das Niedersächsische Kultusministerium einen ersten Gesetzentwurf veröffentlichen und im Rahmen des gesetzlichen Beteiligungsverfahrens mit den betroffenen Verbänden und Institutionen darüber diskutieren.

Samstag, 30. August 2014

Das Liga-Orakel 2014/15 (II)

Setzt Hoeneß alles auf Schalke?

Haben die Bayern etwa Angst? Aber wovor? Dass Uli Hoeneß im Knast mit seinem kargen Lohn spekuliert und alles auf Schalke 04 setzt? Oder warum haben sie ihn im Gefängnis besucht? Tipps für ein Spiel auf Schalke braucht doch derzeit niemand. Diese Mannschaft ist weder in Dresden noch in Hannover vorhanden gewesen, der kommt auch heute Abend der Ball so oft abhanden, dass der FCB in der ersten Halbzeit keinen eigenen dabei haben muss, um zu führen. Dann kann auch Hoeneß nicht mehr helfen.

Schwerer wird es für die Roten in Mainz. Deswegen will aber niemand Martin Kind heute noch ins Gefängnis stecken, damit der sich in aller Ruhe Gedanken über das Spiel machen kann. Wenn 96 so spielt wie nach dem Führungstreffer der Schalker, dann ist mindestens ein Punkt drin.

Danach käme ein alter Bekannter nach Hannover, wenn er dann noch Trainer wäre. Der trainiert den Hamburger SV bereits auf Zweite Liga, was man ihm aber wohl nach der Niederlage gegen Paderborn nicht mehr gestatten wird.

Gut orakelt, Mike!

Hamburger SV gegen SC Paderborn 0 : 3
Schalke 04 gegen FC Bayern München 1 : 1
FSV Mainz 05 gegen Hannover 96 0 : 0

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