Dienstag, 31. Dezember 2013

Proteststurm

96-Fans aus Burgdorf begleiten die Mannschaft zu vielen
Spielen. 
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Gegen Entlassung von 96-Trainer Mirko Slomka

27. Dezember 2013 (tj). Kein Punkt auswärts, 18 Punkte zuhause: Hannover 96 hat Trainer Mirko Slomka entlassen. Die Entscheidung wurde ihm heute telefonisch mitgeteilt. Derweil fegt durch Facebook ein Proteststurm der Fans, die im Gegenzug die Entlassung von Martin Kind und Dirk Dufner fordern. Beim ersten Heimspiel der Rückrunde müsse "die Hütte brennen".

Nicht nur wütende, auch nachdenkliche Stimmen mischen sich in den Chor der Empörung. Fans erinnern an den Selbstmord von 96-Torwart Robert Enke. Der sei dem Druck nicht gewachsen gewesen. "Welchem Druck wird der Nachfolger von Slomka ausgesetzt?", fragen Fans.

Viele Anhänger danken dem Gefeuerten für die Erfolge, die er mit der Mannschaft gefeiert hat. Auch deshalb müsse die Entlassung von Slomka für 96 sehr teuer werden. Noch teurer wäre sie - wie einige Fans fürchten -, wenn die Mannschaft absteigen würde...

Der Facebook-Proteststurm

29. Dezember 2013. "Eigentlich wollten wir Mirko Slomka ja gar nicht feuern." 96-Boss Martin Kind gegenüber der "Bild am Sonntag"

31. Dezember 2013.  Hannover 96 hat Tayfun Korkut als neuen Trainer verpflichtet. Der 38 Jahre alte ehemalige Nationalspieler der Türkei bekommt einen Vertrag bis 2016. Korkut soll am Freitag in Hannover vorgestellt werden, am Sonntag ist Trainingsauftakt.


Montag, 23. Dezember 2013

Liga-Orakel (XVIII)

Mirko Slomka soll verdufnern

Meine Bilanz als Orakel-Hund ist fast makellos. Die von 96-Trainer Mirko Slomka nicht. Der soll nach Weihnachten verdufnern. Das sagt der Manager-Dirk zwar nicht klar und deutlich, sondern eher durch einen halb gefüllten Fressnapf, aber offenbar haben sie den Auswärts-Nullinger bereits abgenagt wie einen Knochen, den ich auch nur noch verbuddeln würde. Der Hörgeräte-Martin hört den Namen Mirko ebenfalls nicht mehr gern. Das sei allenfalls noch ein 40 : 60-Trainer. Für Slomka ist die Saison also gelaufen wie für die Roten, die nach Europa wollten und nicht einmal mehr in Freiburg wissen, wo sie eigentlich sind.

Wen aber holen der Dirk und der Martin? Da ich mit einem Dussel, also mit meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden, zusammenlebe, fallen mir auch nur Dussel ein. Wie wäre es mit Lothar Matthäus, der bis Saisonschluss Tagebuch führt und dann behauptet, dass er schon immer nach Hannover wollte, weil für ihn Hessen die Hauptsache sei. Vielleicht sucht aber auch Boris Becker eine Nebentätigkeit. Der würde zumindest die Pressekonferenzen zu einem sprachlichen Ereignis machen. Toll wäre auch Peer Steinbrück. Den müssten der Dirk und der Martin allerdings auch für die Vorträge in der Halbzeitpause bezahlen. Was der für Pressekonferenzen nimmt, wäre Verhandlungssache.

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Samstag, 21. Dezember 2013

Liga-Orakel (XVII)

Wird Diouf von dem Baum verdeckt?

Eins steht für mich als Orakel-Terrier fest: Borussia Dortmund rückt kein bisschen näher an Bayern München heran. Diese Vorhersage fällt mir leicht. Der Tabellenführer will heute Abend Club-Weltmeister werden und hat deswegen in der Bundesliga spielfrei. Der BVB leider nicht.

Das dagegen verstehe ich nicht. "...dann brennt der Baum bei 96" behaupten heute Andreas Willeke und Dirk Tietenberg in der "Neuen Presse". Bei einem Spiel einer Mannschaft, die zuhause erst drei Punkte geholt hat, gegen eine Mannschaft, die auswärts alle Punkte verschenkt? Das wird doch wohl eher ein friedliches Vorweihnachts-Spiel.

Freiburg hat zuhause bisher fünf Tore geschossen, die Roten auswärts ebenfalls 5. Da ist doch jedes weitere Tor eine erfreuliche Überraschung. Warum soll da der Baum brennen? Weshalb erwartet auch Uwe von Holt als Kommentator "ein feuriges Finale"?

Außerdem behauptet die "Neue Presse", dass Mirko Slomka mit einem Löschteam nach Freiburg gereist ist. Das kann doch nur bedeuten: Wenn es brennen sollte, dann brennt es nicht lange. Mehr habe ich dazu auch nicht zu orakeln...Spannend finde ich nur die Frage: Wo wird der Baum aufgestellt? In beiden Halbzeiten im Freiburger Strafraum, damit der Schiri nach dem Abpfiff sagen kann: "Dass Diouf im Abseits gestanden hat, sah ich nicht. Er wurde von dem Baum verdeckt"?

Mittwoch, 18. Dezember 2013

EEG-Umlage

Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Hannover. Das am (heutigen) Mittwoch von der EU-Kommission wegen der Industrierabatte bei der EEG-Umlage eingeleitete Beihilfeverfahren stößt bei der niedersächsischen Landesregie­rung auf scharfe Kritik. Gerade in der jetzigen Situation in Europa, in der die Mitgliedstaaten gegen eine weitergehende Deindustrialisierung kämpfen, gebe es wichtigere Dinge für die EU-Kommission zu tun, als ohne Not tau­sende Arbeitsplätze in der deutschen Industrie zu ge­fährden, sagte der niedersächsische Minister­präsident Stephan Weil. Weil wörtlich: „Hat Eu­ropa keine anderen Sorgen? Die deutsche Industrie ist nicht Teil der Probleme Europas, sie ist Teil der Lösung."

Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe es leider versäumt, die besondere Ausgleichsre­gelung auf Unternehmen zu beschränken, die im internationalen Wettbewerb stehen. Wäre das ge­schehen, hätte das Verfahren womöglich verhindert werden können. Es sei mehr als fahrlässig gewesen, den Kreis der begünstigten Unternehmen zu vervielfachen. In Nieder­sachsen waren es 2010 noch 66 Betriebe, 2013 waren es bereits 254 Betriebe, darunter Nahverkehrsunternehmen, Finanzdienstleister und fleischverarbeitende Unternehmen. Für 2014 wird eine weitere Steigerung erwartet. Hier bestehe jetzt dringender Reparatur­bedarf, sagte Weil.

Die Landesregierung sei sich der Risiken dieses Beihilfeverfahrens für viele Industrieunter­nehmen sehr bewusst. Ministerpräsident Weil wird deshalb in den nächsten Wochen einige der betroffenen Unternehmen aus Niedersachsen zu einem Gespräch einladen. Dabei sollen mögliche Folgen für die Unternehmen genau erörtert werden, Argumente zusammengetra­gen und gemeinsam Wege gefunden werden, um einen Erhalt der Industrierabatte für Unter­nehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, zu ermöglichen.

Weil erklärte, Deutschland sei auch deshalb so gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen, da hier in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten - im Ge­gensatz zu vielen anderen Nationen - eine breite industrielle Basis erhalten worden sei. In­sofern begrüße er die Pläne der EU-Kommission, den Anteil der Industrie an der Bruttowert­schöpfung in der EU bis 2020 von 16 auf 20 Prozent zu steigern.

Bei der Förderung der erneuerbaren Energien sei Deutschland mit dem „Ge­setz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" (EEG) bereits vor vielen Jahren in Europa vo­rangegangen. Auf Grund dieser vorausschauenden Energie- und Klimapolitik sah sich die Bundesregierung veranlasst, Wettbewerbsnachteile für die hiesige exportorientierte Industrie auszugleichen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Liga-Orakel (XVI)

Drei Punkte in Kabine stolpern

Bayern München verabschiedet sich heute schon als Herbstmeister in die Bundesliga-Pause, das Spiel gegen den VfB Stuttgart findet erst im nächsten Jahr statt. Auch die Roten haben in dieser Saison noch nicht gegen Stuttgart gespielt. Das Spiel fiel aber nur für 96 aus. Wie jedes andere Auswärtsspiel.

17 Punkte haben die Roten zuhause gesammelt. Die reichen mindestens bis zum 25. Spieltag für den Relegationsplatz. Stolpert 96 gegen Nürnberg weitere Punkte in die Kabine, taucht das Abstiegsgespenst dort nicht mehr auf. 40 Punkte für den Klassenerhalt sind schon lange nur noch ein Gerücht. Wer fünfmal gewinnt, ist fein raus. Die Tabelle wird immer mehr zur Drei-Zonen-Gesellschaft. Davor steht Bayern München.

Auf so was stehe ich als Jagdterrier nicht. Ich mag es, wenn etwas los ist. Dennoch werde ich die Spiele natürlich weiter orakeln, denn meistens Recht haben, ist auch nicht schlecht.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Schützenfest in Dollbergen

Nachbar scheitert vor dem Verwaltungsgericht

Hannover/Dollbergen - 13. Juni 2013. Das für den 14. bis 16. Juni geplante Volksfest in Dollbergen darf wie geplant auf dem dortigen Festplatz stattfinden. Das hat die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover mit Beschluss vom heutigen Tage entschieden. Gegen die Überlassung des Festplatzes für diesen Zweck von Seiten der Gemeinde Uetze an den „Förderverein für Musik und Kultur Dollbergen" hatte sich mit einem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz ein Nachbar gewandt, dessen zu Wohnzwecken genutztes Grundstück unmittelbar an das Festplatzgelände angrenzt. Der Nachbar hatte sich darauf berufen, dass die geltenden Immissionsschutzrichtwerte nach der TA-Lärm bei Durchführung der Veranstaltung in den Nachtstunden überschritten würden.

Dass die geltenden Richtwerte tatsächlich überschritten werden, ist zwischen den Beteiligten unstreitig. Nach Auffassung des Gerichts kann sich der Nachbar darauf allerdings nicht berufen, weil er im Rahmen einer im Jahr 2012 geschlossenen Mediationsvereinbarung für die Durchführung des jährlichen Schützen-/Volksfestes und weniger anderer Veranstaltungen auf die Einhaltung der Vorgaben der TA-Lärm u.a. gegen Zahlung einer Entschädigung verzichtet hatte.

Hintergrund dieser Mediationsvereinbarung ist der Umstand, dass das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht im Jahr 2008 eine von der Gemeinde getroffene bauplanerische Festsetzung des derzeit genutzten Geländes als Festplatzgelände wegen unzureichenden Immissionsschutzes der Nachbarschaft aufgehoben hatte und deshalb eine dauerhafte weitere Nutzung des Geländes für derartige Veranstaltungen rechtlich unzulässig ist.

Die Mediationsvereinbarung, an der auch der inzwischen wegen Insolvenz nicht mehr existente Schützenverein Dollbergen, nicht aber der nunmehrige Ausrichter beteiligt war, ist nach Ansicht der 4. Kammer nach wie vor wirksam. Eine Auslegung der Vereinbarung ergebe, dass sie insoweit auf die Sicherung einer vorübergehenden weiteren Durchführbarkeit des Schützen-/Volksfestes auf dem bisherigen Festplatzgelände unabhängig von dem konkreten Ausrichter gerichtet sei. Der Nachbar könne deshalb nicht geltend machen, die Vereinbarung sei mit der Insolvenz des Schützenvereins obsolet geworden, vielmehr werde jeder andere Ausrichter, so auch der diesjährige, bei der Überlassung des Festplatzgeländes von der Gemeinde auf die Einhaltung der in der Mediationsvereinbarung getroffenen Regelungen verpflichtet.

Weiterhin könne sich der Nachbar aus diesem Grund auch nicht darauf berufen, die Mediationsvereinbarung wegen arglistiger Täuschung wirksam angefochten zu haben, weil ihm die seinerzeit bereits erfolgte Einleitung des Insolvenzverfahrens gegen den Schützenverein im Rahmen der Mediationsverhandlungen nicht offenbart worden sei. Dass der von dem Volksfest ausgehende Lärm die in der TA-Lärm festgelegte Schwelle zur Gesundheitsgefahr überschreite, was ggf. zur Nichtigkeit der Mediationsvereinbarung führen könne, sei nicht ersichtlich. Diese Schwelle sei bei in der Vergangenheit durchgeführten Messungen nicht erreicht worden.

Gegen den Beschluss können die Beteiligten beim Nds. Oberverwaltungsgericht Beschwerde einlegen.

Az.: 4 B 4876/13


Die vierte Kammer des Verwaltungsgerichtes Hannover verhandelt am 12. Dezember 2013 über Klage

Hannover/Uetze - 11. Dezember 2013. Der Kläger ist Eigentümer eines Grundstücks in Dollbergen, das an den Festplatz des Ortes grenzt, auf dem jährlich das Dollberger Schützenfest ausgerichtet wird. Er fühlt sich durch den Lärm, den das Fest verursacht, belästigt. Im Jahre 2012 schloss der Kläger mit der beklagten Gemeinde Uetze, dem damals noch existierenden Schützenverein Dollbergen und weiteren Beteiligten eine Mediationsvereinbarung. In dieser Vereinbarung wurde u.a. geregelt, dass der Kläger das Fest an drei Tagen im Jahr duldet. Der Schützenverein Dollbergen hatte bereits im Jahre 2011 Insolvenz angemeldet und existiert nicht mehr. Seit 2012 wird das Schützenfest vom Förderverein für Musik und Kultur Dollbergen veranstaltet, der im vorliegenden Verfahren beigeladen ist.

Der Kläger hatte sich bereits im Juni dieses Jahres mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht gewendet, um die Untersagung des Festes zu erreichen. Den Antrag hat die 4. Kammer abgelehnt.
Mit der Klage verfolgt der Kläger nun das Ziel, dass das Fest nur im Rahmen der Freizeitlärmrichtlinie stattfinden darf, d.h. dass Lärm im Wesentlichen nur bis 22.00 Uhr erlaubt ist. An die anderslautende Mediationsvereinbarung fühlt er sich nicht mehr gebunden, weil er diese mit dem nicht mehr existierenden Schützenverein getroffen hatte. Die beklagte Gemeinde Uetze meint, die Vereinbarung gelte auch im Verhältnis zu dem neuen Veranstalter. Außerdem will der Kläger verhindern, dass der Aufbau des Festes nachts stattfindet. Entsprechende Auflagen hat die beklagte Gemeinde bereits in die Genehmigungen der letzten Jahre aufgenommen.

Beginn der Sitzung: 9.00 Uhr in Saal 2
Aktenzeichen: 4 A 4873/13

Dienstag, 10. Dezember 2013

Studiengebühren

Werden nächstes Jahr abgeschafft

Hannover. Niedersachsen schafft die Studiengebühren zum Wintersemester 2014/15 ab. Das hat der Niedersächsische Landtag heute in Hannover beschlossen. „Wir schaffen die Studiengebühren ab, weil wir nicht wollen, dass ein Hochschulstudium am Geldbeutel der Eltern scheitert", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. Mit der Abschaffung der Studiengebühren hat sich das Land verpflichtet, den Hochschulen den Einnahmeausfall vollständig zu ersetzen, auch wenn die Studentenzahlen steigen.

Seit 2006/2007 müssen Studierende in Niedersachsen pro Semester 500 Euro Studiengebühren bezahlen. Mit dem Wegfall der Studiengebühren korrigiert die rot-grüne Landesregierung - so die Ministerin - "eine der größten Fehlentscheidungen schwarz-gelber Hochschulpolitik". Mit Einführung der Studiengebühren sei die Studien-Neigung gesunken. Kinder aus Nichtakademiker-Familien würden wegen der Studiengebühren häufiger auf ein Studium verzichten als Kinder, deren Eltern selbst studiert haben. „Solange beim Eintritt ins Studium erst mal abkassiert wird, werden alle Bemühungen scheitern, mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem zu schaffen", sagte die Wissenschaftsministerin.

Samstag, 7. Dezember 2013

Liga-Orakel (XV)

Glühwein macht die Bundesliga schön

Dieser Uwe von Holt, der Spieltag für Spieltag in der "Neuen Presse" den Roten Niederlagen verbietet, scheint ein ähnlicher Traumtänzer zu sein wie mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden, der bei jeder Radtour meint, dass ich ihn von Anfang bis Ende begleite. Manchmal habe ich das bessere Ende im Tierheim.

Heute rechnet Uwe von Holt Hannover 96 noch sieben Punkte aus den letzten drei Spielen der Hinrunde vor. Drei in Stuttgart, drei zuhause gegen Nürnberg und einen in Freiburg. Wie oft ist der eigentlich auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover und süffelt sich mit Glühwein die Bundesliga schön? Drei gegen Nürnberg sind Pflicht. Das stimmt. Den Punkte-Rest kann dieser Sportredakteur der "Neuen Presse" schon vor dem ersten Glühwein vergessen. Außerdem müsste mir dieser Uwe von Holt einmal erklären, warum die Roten in Stuttgart erfolgreicher sein sollen als in Freiburg.

Ich als Orakel-Terrier lasse die Roten die Hinrunde in Ruhe zu Ende spielen. Sie ist verkorkst. In der Winterpause sollten die Ursachen für die Auswärtsschwäche analysiert werden. Bei den Leistungen, die Hannover 96 sich bisher geleistet hat, könnten Spieler, Trainer und Vereinsführung unter dem Weihnachtsbaum schon über 20 Punkte froh sein. Wenn es 21 oder 22 werden, reicht die Freude sogar bis Silvester...

Bayern München feiert schon früher. Heute die Herbstmeisterschaft.