Samstag, 30. November 2013

Liga-Orakel (XIV)

Ist bei Hannover 96 schon alles Tierheim?

Wenn mein Herrchen sagt, dass ich auf dem Weg bleiben soll und nicht im Gebüsch herumstöbern darf, stöbere ich als Orakel-Jagdterrier nicht nur im Gebüsch herum, ich flitze auch in den Wald - und übernachte nach meinem Ausflug im Tierheim. Wenn mir schon das Gebüsch verboten wird, kann mich das nächste Verbot wer weiß wohin führen.

Bei Hannover 96 führt dieses "wer weiß wohin" immer weiter hinunter in der Tabelle. Und was macht Martin Kind vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt? Der wäre bereits mit einem Unentschieden zufrieden, sagt er. Ein Sieg wäre für ihn eine Überraschung - wie meine Übernachtungen im Tierheim für mein Herrchen. "Die Mannschaft wird alles geben", behauptet derweil Trainer Mirko Slomka. Ganz nebenbei rechnet er während des Spiels mit "nervenden Kleinigkeiten". Meint der damit die Bälle, die von den Roten nicht einmal mehr bei kurzen Pässen richtig getroffen werden? Ist denn bei den Roten inzwischen alles Tierheim? Irgendwann werden die schon abgeholt aus dem Käfig der Misserfolge? Spätestens in der Relegation?

Verlieren die Roten auch gegen Frankfurt, können sie schon einmal schnuppern. Nur Braunschweig und Nürnberg sind dann noch mehr Tierheim und mit Freiburg werden am 15. Spieltag die Käfige gewechselt? Also bitte. Wenn die Mannschaft dafür bezahlt wird, sollte Hannover 96 die Gemeinnützigkeit beantragen. Wenn nicht, dann spielt endlich wieder Fußball! Damit alle drei Punkte in Hannover bleiben.


Donnerstag, 28. November 2013

Kein Missbrauch, aber...


Vorsicht bei Erfassung von Daten
Die Klägerin - eine Logistikdienstleisterin aus Rehden, die insbesondere in der Automobillogistik tätig ist - lagert auf ihrem Betriebsgelände ständig mehrere tausend Kraftfahrzeuge. Täglich wird eine Vielzahl von Fahrzeugen abgeholt, die den Abholern - insbesondere Fahrern von Speditionen - übergeben werden. Um den Speditionsvorgang zu überwachen, werden die Personalausweise der Abholer eingescannt und auf einem eigenen Rechner gespeichert. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen hatte der Klägerin aufgegeben, das Einscannen von Personalausweisen zu unterlassen und die rechtswidrig gespeicherten Daten zu löschen.

Das Gericht hat mit dem heutigen Urteil die Klage gegen die Untersagung des Speicherns und die Anordnung des Löschens abgewiesen, weil diese rechtmäßig seien. Nach den hier anzuwendenden Vorschriften des Personalausweisgesetzes sei der Personalausweis ein Identifizierungsmittel, das der Inhaber vorlege und vorzeige, um sich auszuweisen. Nach dem eindeutigen Willen des Gesetzgebers sei aber das unbeschränkte Erfassen der Daten - und damit auch das Einscannen und Speichern durch ein Unternehmen - untersagt. Dadurch solle die Datensicherheit geschützt werden, weil einmal erfasste und gespeicherte Daten leicht missbräuchlich verwendet werden könnten. Die Kammer hat nicht den Vorwurf gegen die Klägerin erhoben, sie verwende die Daten missbräuchlich. Um den Zweck des Gesetzes zu erfüllten, dürften aber so wenig Daten wie möglich in Umlauf gebracht werden, so dass auch die Praxis der Klägerin zu untersagen sei.

Die Berufung gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Die Klägerin kann beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einen Antrag auf Zulassung der Berufung stellen.

Verwaltungsgericht Hannover, Aktenzeichen: 10 A 5342/11

Samstag, 23. November 2013

Liga-Orakel (XIII)

Irgendwann kommt die Wende - die Wende kommt irgendwann

Wenn jemand mein Herrchen, also diesen Heinz-Peter Tjaden, haben will, bitte eine mail schicken, ich schicke ihn dann vorbei. Mit dem kann man zwar nichts anfangen, aber vielleicht kann ihn jemand in den Garten stellen, wo er zum Schneemann wird, sobald die Flocken fallen. Dafür müsste es reichen.

Mir reicht jedenfalls, was an diesem Vormittag begonnen hat. Immer wieder haut mich dieser Tjaden an, weil ich endlich das Spiel der Roten in Hamburg orakeln soll. Dafür muss ich mich aber wieder auf mich allen verlassen. In der "Neuen Presse" von Hannover steht, was vor Auswärtsspielen immer in der "Neuen Presse" steht. Die Wende kommt. Kommt die Wende nicht, kommt die Wende eben später. Und wenn dann später ist, reicht in Hamburg ein Punkt.

So was soll ich auf den Orakel-Punkt bringen? Außerdem interessieren sich doch an diesem Spieltag alle nur für den Kracher, der heute um 18.30 Uhr in Dortmund gezündet wird. Dort wird es häufiger krachen - und zwar drei Mal für die Bayern.


Mittwoch, 20. November 2013

Lesestart

Kindern soll Lesen Spaß bringen

Hannover/Peine. Heute hat in Niedersachsen die zweite Phase von „Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" begonnen. Das bundesweite frühkindliche Leseförderprogramm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen seit 2011 durchgeführt. „In Niedersachsen erreichen wir über dieses Programm mittlerweile drei Viertel aller Eltern mit kleinen Kindern", sagte die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. In der Stadtbücherei Peine hat die Ministerin Lesestart-Sets an Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern verteilt. Die Stadtbücherei Peine ist eine von mehr als 300 Bibliotheken in Niedersachsen, die an dem Programm „Lesestart" teilnehmen. Ein Lesestart-Set enthält Tipps und Informationsmaterial für Eltern, das zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten wird, sowie ein altersgerechtes Kinderbuch.

Regelmäßiges Vorlesen ist entscheidend für die Entwicklung eines Kindes, deshalb müssen Bücher ein selbstverständlicher Teil des Familienalltags sein. Kinder sollten mit dem Lesen positive Erfahrungen verbinden, sodass sie Lesefreude und Lesekompetenz entwickeln können. Dazu soll das "Lesestart"-Programm entscheidend beitragen.

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Dr. Jörg F. Maas, wies darauf hin, dass Niedersachsen die frühkindliche Leseförderung vorbildlich und beispielhaft umsetze. Es sei ein enges Netzwerk zwischen Bund, Land und kommunalen Stellen geknüpft worden. Die Büchereizentrale Niedersachsen, die Bibliotheken und die Kinderärzte arbeiteten gut zusammen. „Nur so haben Kinder unabhängig von ihrer Herkunft von Anfang an reelle Bildungschancen", sagte Maas.

Die erste Phase von „Lesestart" hat im November 2011 begonnen. Seitdem bekommen Familien mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt ein kostenloses "Lesestart"-Set. In der zweiten Phase erhalten Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern in den örtlichen Bibliotheken ein altersgerecht zusammengestelltes "Lesestart"-Set. Die Bibliotheken arbeiten dazu eng mit sozialen und kommunalen Einrichtungen wie z. B. Kindertagesstätten zusammen. Für die dritte "Lesestart"-Phase ab 2016 ist für jedes Kind mit dem Eintritt in die Schule ein "Lesestart"-Set vorgesehen, das die Kinder zum Selberlesen motivieren soll.


Informationen zum bundesweiten Programm finden Sie auch auf www.lesestart.de sowie auf der neuen Facebook-Seite .

Freitag, 8. November 2013

Liga-Orakel (XII)

Lieber Eddi,

ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass du das Mashundchen von Hannover 96 bist. Das haben die berichtet, weil durch Hannover eine Sau mit Fan-Schal und 96-Aufschrift lief, die von der Polizei eingefangen werden musste, weil sie den Weg zur HDI-Arena wohl nicht fand. Die Zeitungen erwähnten, dass nicht diese Sau das Massauchen, sondern du das Mashundchen bist.

Ich bin, wie du sicherlich weißt, der Orakel-Terrier aus Wilhelmshaven. Als solcher frage ich mich, wo du bei den Auswärtsspielen und beim Spiel gegen Hoffenheim gewesen bist. Hast du da eine Runde gepennt? Nun verpenn aber nicht das Spiel gegen den BTSV. Das beginnt in 50 Minuten. Sei also hellwach, damit die Löwen zum Bettvorleger und Punktelieferanten werden. Dann liefere ich dir auch ein paar Leckerlis, falls ich von meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden jemals wieder welche bekommen sollte.

Ich drücke die Pfote. Du aber jetzt auch! Sonst komme ich nach Hannover und statte dir einen Besuch ab, den du vermeiden solltest. Nichts für unterrier. Ein Punkt für uns beide reicht ja...

Samstag, 2. November 2013

Liga-Orakel (XI)

Nicht das Loch ist entscheidend

Da sitze ich nun, ich armer Orakel-Tor und nehme mir den nächsten Spieltag vor, der toll begonnen hat. Was die Dortmunder gestern gegen die Stuttgarter serviert haben, war allerfeinstes Leckerli, das ich nie in meinem Fressnapf habe. Die Saison wird spannend. Bayern München darf in Hoffenheim nicht patzen. Das Loch hat man dort sicherlich bereits gestopft, obwohl es dieses Loch laut Fußballgerichtsurteil gar nicht gegeben hat. Der Ball von Kießling war drin. Weil der Schiedsrichter das so entschieden hat. Da ist es heute wohl auch schnurzpiepegal, wohin die Spieler die Pille schießen. Das Ergebnis könnte also ein wenig höher ausfallen, den Rest erfahren wir aus dem Spielberichtsbogen des Schiris. Ich würde ein Unentschieden eintragen, denn irgendwie müssen die Hoffenheimer nach und nach die drei gestohlenen Punkte wieder bekommen.

Nicht nur die Bayern und die Dortmunder spielen oben in der Tabelle herum, auch Leverkusen mischt mit und die Braunschweiger auf, die als erster Absteiger bereits feststehen. Und die Roten? Die wollen endlich ihr erstes Auswärtstor schießen. Das klappt an der Weser. Wer dort kein Tor schießt, muss auf den Schiedsrichter geschossen haben. Um den Schiedsrichter machen die Roten nach dem Spiel gegen Hoffenheim sicherlich einen großen Bogen. Und was steht nach dem Spiel auf dessen Bogen? Drei Punkte für die Leine, mit der ich als Jagdterrier viel zu oft an selbst gestalteten Ausflügen gehindert werde.