Montag, 28. Oktober 2013

Wendt verabschiedet

Justizministerin verschweigt alle Skandale
Soeben hat mich eine Pressemitteilung des niedersächsischen Justizministeriums erreicht. Meine Kommentare dazu in kursiver Schrift.
„Ein bedeutsames Ereignis für die Hannoveraner Justiz führt uns heute zusammen”, so die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz zu Beginn der heutigen Feierstunde im Gebäude des Landgerichts Hannover anlässlich der offiziellen Amtseinführung der neuen Behördenleitung bei der Staatsanwaltschaft Hannover. 

Samstag, 26. Oktober 2013

Liga-Kommentar

Hoffenheim hat einen Boris Becker als Schiedsrichter

Sogar die Hoffenheimer haben sich in Interviews nach dem Spiel gefragt, ob alles richtig war, was beim Spiel gegen Hannover 96 geschah. Ich versichere als Orakel-Hund: Es ist alles richtig gewesen. Auch mein Tipp, dass die Hoffenheimer gegen die Roten eine Klatsche bekommen. Dabei dachte ich an Boris Becker, der offenbar eine hat, außerdem ahnte ich bereits, dass Boris Becker das Spiel für die Hoffenheimer pfeifen würde. Er nannte sich zwar Tobias Stieler, aber schon nach wenigen Minuten war klar, dass meine Orakel nicht ganz einfach zu deuten sind.

Boris Becker alias Tobias Stieler erkannte schnell, wer seinem Scheck aus dem Kraichgau gefährlich werden konnte. Das war der Diouf, der endlich wieder spielen konnte. Als der im Hoffenheimer Strafraum gefoult wurde, wusste Becker-Stieler: Weitere Szenen, die zu Elfmetern für die Roten führen würden, mussten verhindert werden. Also stellte er Diouf vom Platz. Danach fragte Stindl seinen Trainer, ob nicht alle 96-Spieler ebenfalls den Rasen verlassen sollten, doch Mirko Slomka lehnte ab: "Einen Spielabbruch hat der Jagdterrier Mike Tjaden nicht orakelt. Der sagte nur voraus, dass der Schiedsrichter eine Klatsche hat."

Das Orakel von Mike Tjaden

Liga-Orakel (X)

Hoffenheim bekommt einen Boris Becker

Lochkusen war gestern, die TSG 1899 Hoffenheim ist heute. Die Roten sind ab halb vier gut Diouf. Mit Platzwart Michael Meyer habe ich mir heute Vormittag als Orakel-Terrier die Spielfläche angeschaut. Beabsichtigte Löcher gibt es nur im Rasen. Die sind so gebohrt worden, dass jeder Pass am Gegner vorbei springt und zu einem Roten hüpft. Deshalb bekommen die Hoffenheimer einen Boris Becker. Also eine Klatsche.

Danach darf sich Hannover 96 auf BB freuen. Diese Schauspielerin hat sich für den Artenschutz eingesetzt wie sich die Roten bei jedem Auswärtsspiel. Schön artig haben sie jedes Mal die Punkte abgeliefert und das gegnerische Tornetz geschont. Damit muss in Bremen Schluss sein. Anschließend ist Braunschweig fällig.

Die Löwen spielen nächste Woche gegen Lochkusen, die ab Montag die drei Punkte aus Hoffenheim behalten dürfen. Braunschweig behält dafür die "Rote Laterne". Nicht ab Montag, sondern heute ab 17.20 Uhr. Pfote drauf!

Der Liga-Kommentar

Mittwoch, 23. Oktober 2013

91, 92, 93, 94, 95...(III)

Nicht nur auf dem Rasen wird getrickst

Nun ist die Erzählung "Mord und andere Fouls" in Arbeit. Der Kommissar sitzt in einem Café in der Riethorst-Passage und ahnt nicht, dass ein paar Tische weiter der Hauptverdächtige sitzt. Der Kommissar will allein sein und nachdenken, während der Spieler mit der Nummer 6 mit seiner Freundin und mit seinem Freund überlegt, was zu tun ist. Die Nummer 6 weiß nicht, wo seine Freundin die Nacht verbracht hat. Sie war - wie wir wissen- mit dem Freund des Hauptverdächtigen auf dem Abenteuerspielplatz in der Eilenriede. Ihr langes Haar floss über seine Beine. Auch meine Geschichte wird fließen bis zur Lösung des Falles. Bis dahin darf noch ein wenig getrickst werden.

Beim Fußball wird ebenfalls nicht nur auf dem Rasen getrickst. Das weiß auch Horst Voigt als Vorstandsmitglied von Arminia Hannover. Zum 100-jährigen Bestehen der "Blauen" hat er eine Festschrift veröffentlicht. Ein paar Seiten hat er für mich kopiert und mit Anmerkungen versehen. Die erste Anmerkung auf der Rückseite seines Briefes lautet: "Mir fällt gerade ein, dass unserem damaligen Präsidenten Otto Höxtermann nach unserem Aufstieg in die Zweite Bundesliga in der Saison 1976/77 ein folgenschweres Versäumnis unterlaufen ist. Eigentlich hätte unser SV Arminia das erste Lokalderby gegen Hannover 96 als Heimspiel erhalten müssen (ungeschriebenes Gesetz bei Stadtrivalen) und somit wären bei ausverkauftem Spiel mit  56 000 Zuschauern die rund 1,5 Millionen Mark Einnahmen unserem Schatzmeister zugeflossen! Doch der 96-Präsident hatte den besseren Kontakt zum Deutschen Fußballbund (DFB) und wohl auch mit der ´Leichtfertigkeit´ seiner SVA-Kollegen gerechnet, so dass er den Vorteil auch zu seinen Gunsten ausnutzte! Schade und auch in negativer Hinsicht für die Zukunft unseres SV Arminia anzusehen, denn das Rückspiel haben dann nur noch rund 15 000 Zuschauer besucht. Diese Situation habe ich auch in der Festschrift beschrieben."

Horst Voigt, der seit dem 7. April 1953 SVA-Mitglied ist, schreibt dort: "In der Saison 1976/77 war es endlich wieder so weit, dass die spannenden Derbys zwischen den ´Blauen´ und den ´Roten´ wieder stattfinden konnten. Doch welche Enttäuschung tat sich beim Präsidenten Otto Höxtermann auf, als er im Spielplan feststellen musste, dass nicht unser SVA als Aufsteiger, sondern 96 als Etablierter das erste Heimspiel zugesprochen bekam! Im guten Glauben, dass der Neuling nach ´ungeschriebenem Gesetz´ immer als erster Verein das Derby-Heimrecht genießt, hatte man den Rahmenspielplan wohl nicht richtig beachtet, denn sonst hätte ein Einspruch beim DFB noch erfolgen können und müssen. Vor ausverkauftem Niedersachsenstadion unterlagen wir denkbar knapp mit 0 : 1. Diese Erstsaison schlossen wir mit einem beruhigenden 13. Platz ab."

Rot oder blau, ist in Hannover oft die Frage gewesen. Die Antwort lautete meistens: rot. Ein bisschen Glanz für die Arminia blieb dennoch. "Die große aktuelle Sportzeitung Niedersachsens Sport" meldete am 22. Februar 1954 "Hannover 96 endgültig Meister", die Schlagzeile lautete aber "Die Sensation: Arminia - HSV 10 : 2". Otto Voigt ist dabei gewesen.

Die erste Folge von "Mord und andere Fouls" als e-book bei Lulu

Sonntag, 20. Oktober 2013

Hinweis

Ohne wird wird das nichts

Rosamunde Schostok, die als beste Oberbürgermeisterin von Hannover in die Geschichte der niedersächsischen Landeshauptstadt eingehen wird, wird mir verzeihen, wenn sie ab heute die Würdigungen ihrer hervorragenden Arbeit nicht mehr unter http://www.heinzpetertjaden.de finden wird. Sie wird sich trotzdem freuen. Denn sie wird im Netz weiterhin von mir gelobt werden. Das wird aufhttp://oberbuergermeisterwahlinhannover.blogspot.com so geschehen wie ihr das zustehen wird. Auf http://www.heinzpetertjaden.de dagegen wird von mir zukünftig veröffentlicht werden, was sonst noch von mir geschrieben wird. Das wird hoffentlich allen Leserinnen und Lesern gefallen. 

Samstag, 19. Oktober 2013

Liga-Orakel (IX)

Das finde ich Diouf

Er ist in Dortmund nicht dabei. Wer soll nun für die Roten zum ersten Mal das Auswärtstor treffen? Mir fällt niemand ein. Dafür fällt mir ein: Ich könnte ganz schnell nach Dortmund flitzen, mich ins Stadion schleichen und dort Löcher in die Tornetze reißen. Vielleicht macht dann ein Roter den Kießling. Ein Loch-Treffer würde eine Wiederholung des Spiels bedeuten und das könnte bedeuten, dass Diouf dann wieder gesund ist.

Noch besser wäre allerdings eine Wiederholung in - sagen wir mal - 20 Jahren. 2033 sind alle Spieler so alt, dass dem Zufall Gicht und Rheuma geöffnet wäre. Auswärts spielen die Roten schon heute so, vielleicht können sie diese Form konservieren.

Bevor ich losflitze, werfe ich noch ein Terrier-Orakel-Auge nach Braunschweig. Schalke könnte für die Löwen ein gefundenes Fressen sein. Ich bin dann mal weg. Wie für die Eintracht leider die Punkte.

Bis ich wieder da bin, können Sie ja mal den Quatsch lesen, den mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden über Fußball schreibt. Den Unsinn finden Sie hier.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Bessere Kitas

Volksinitiative sammelt mehr als 100 000 Unterschriften

Die „Volksinitiative für bessere Rahmenbedingungen in den niedersächsischen Kindertagesstätten" hat die nach Artikel 47 der Niedersächsischen Verfassung erforderliche Zahl von 70 000 gültigen Eintragungen deutlich überschritten.

Die Landeswahlleiterin Ulrike Sachs hat das Ergebnis nach Zählung und Prüfung der rechtzeitig eingereichten Unterschriften am heutigen Tag mitgeteilt.

Der Landtagspräsident Bernd Busemann und der Ministerpräsident Stephan Weil wurden von dem Ergebnis dieser Prüfung unterrichtet.

Nach dem Volksabstimmungsgesetz hat nun der Landtag zu entscheiden, ob er sich mit dem Anliegen der Volksinitiative befasst.


Pressemitteilung der niedersächsischen Kultusministerin

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Volksinitiative „Für bessere Bedingungen in Kindertagesstätten" haben der Niedersächsischen Landeswahlleiterin heute mehr als 100.000 Unterschriften überreicht. Dazu nimmt die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wie folgt Stellung:

„Die Zielsetzungen der Volksinitiative, das Angebot der Krippen und Kitas qualitativ zu verbessern, sind grundsätzlich unterstützenswert - der Ausbau von Qualität und Quantität sind zwei Seiten einer Medaille. Schon die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz bedeutet für die Kommunen und das Land eine enorme finanzielle Kraftanstrengung und beim quantitativen Ausbau haben wir noch immer eine Menge nachzuholen. Mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land sind in Niedersachsen allein seit dem Regierungswechsel rund 12.000 zusätzliche Krippenplätze geschaffen worden. Für qualitative Verbesserungen sind im Haushaltplanentwurf für das kommende Jahr keine finanziellen Ressourcen vorhanden.

Im Rahmen der Novellierung des Niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes werden wir in einen Dialog treten mit allen Beteiligten und dabei auch über qualitative Verbesserungen reden. Dabei geht es jedoch nicht ohne die Hilfe des Bundes: Das kürzlich eingeführte Betreuungsgeld ist aus Sicht der Niedersächsischen Landesregierung unsinnig. Mit den rund 120 Millionen Euro, die in Niedersachsen schätzungsweise dafür aufgewendet werden müssten, würden wir lieber den Betreuungsschlüssel im frühkindlichen Bereich verbessern."

Dienstag, 15. Oktober 2013

Wie sich Kreise schließen


Foto: Heinz-Peter Tjaden




















Das "Sonnenuhr-Haus" in Burgdorf

Nach meinem Umzug von Mainz nach Hannover habe ich am 1. Oktober 1979 ein Volontariat bei einem Fachzeitschriften-Verlag begonnen. Der Verleger vermittelte mich auch nach Burgdorf, wo ein Bekannter von ihm das "Burgdorfer Kreisblatt/Lehrter Stadtblatt" herausgab. Da der Chefredakteur meistens betrunken war und auch einige Techniker und Redakteure dem Suff verfielen, blieb ich bei dieser Lokalzeitung viel länger als geplant. Ich half überall aus.

1980 wurde in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR die Sommerzeit eingeführt. Irgendwie mussten wir den Leserinnen und Lesern verklickern, wie sich diese völlig sinnlose Errungenschaft auf den Alltag auswirkte. Da fiel bei einer Autofahrt durch Burgdorf mein Blick auf ein Haus in der Gartenstraße. Jemand hatte auf die Fassade eine Sonnenuhr gemalt. "Halt mal an", bat ich meinen Kollegen und griff nach dem Fotoapparat.

Vor dem Sonnenuhr-Haus gab es ein flaches und ein Bürogebäude. Im ersten Stock des Bürogebäudes angekommen, kletterte ich aus einem Fenster auf das Flachdach und machte Schnappschüsse von der Sonnenuhr. Die Angestellten saßen noch mit offenem Mund an ihren Schreibtischen, als ich schon wieder weg war. Mein Foto erschien auf der Kreisblatt-/Stadtblatt-Titelseite. Dazu schrieb ich: "Wenn Sie sich am Montag auf dem Weg zu Ihrem Arbeitsplatz auf diese Sonnenuhr verlassen, sind Sie eine Stunde zu spät dran."

Vorige Woche habe ich mich im Internet auf die Suche nach einer Wohnung in der Region Hannover gemacht. Angeboten wurde mir - eine Wohnung im "Sonnenuhr-Haus".

Mehr über das "Burgdorfer Kreisblatt/Lehrter Stadtblatt" 

Freitag, 4. Oktober 2013

Liga-Orakel 13/14 (VIII)

Mit Wolldecke an den Beinen kann Hertha nicht Fußball spielen

Die Roten behalten eine weiße Heim-Weste. Das klingt für einen Jagdterrier zwar etwas merkwürdig, denn mein Fell bleibt immer braun, aber 64 Prozent der fußballbegeisterten Leserinnen und Leser der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" meinen das - und ich als Orakel-Hund bin für freie Meinungsäußerungen, besonders wenn es um den Mangel an Leckerlis in meinem Fressnapf geht.

Die Roten werden heute Abend mehr Torchancen bekommen als ich in der Woche etwas zu fressen. Das steht fest. Denn um 20.30 Uhr erscheint in der HDI-Arena eine alte Dame. Die heißt Hertha. Alte Damen wie Hertha sitzen um diese Zeit eigentlich schon auf der Couch und wickeln eine Wolldecke um ihre Beine, bevor sie ihren Kamillentee schlürfen. Mit Decke an den Beinen kann niemand Fußball spielen. Hertha schon gar nicht.

Jünger ist das Publikum. Den Altersdurchschnitt senkt besonders ein Mädel, das auf den schönen Namen Rosamunde hört. Die Kleine will am Sonntag Oberbürgermeisterin von Hannover werden. Deswegen lässt sie sich derzeit überall sehen. Darauf freue ich mich schon - vielleicht fällt für mich ein Leckerli ab bei diesem müden 1 : 1-Kick.