Samstag, 31. August 2013

Liga-Orakel 13/14 (IV)

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Nur ich treffe immer

"96 ist in der Bundesliga gegen Mainz im eigenen Stadion noch ungeschlagen...Der Mainzer Nicolai Müller hat in dieser Saison schon vier Tore erzielt. Gegen 96 durfte Müller zweimal von Beginn an ran und traf dann immer." Lese ich heute in der "Neuen Presse". Meine Meinung dazu: Nur einer trifft immer. Das bin ich.

Erstes Orakel: Heute Nachmittag erleben die Roten zuhause etwas Neues. Bis zum Schluss stehen 22 Spieler auf dem Platz. Vom Platz gestellt wird nicht. Zweites Orakel: 96 zieht in der Tabelle an Werder vorbei. Drittes Orakel: Ich werde mich heute Abend nicht neben mein Herrchen aufs Sofa setzen. Denn der wird schlecht gelaunt sein. Ist immer so, wenn 96 gegen Mainz spielt, denn er mag beide Mannschaften. Gut gelaunt ist er nur nach einem Unentschieden.

Damit habe ich meine Orakel wieder einmal auf den Punkt gebracht. Wie der Hamburger SV die Bundesligasaison...




Samstag, 24. August 2013

Liga-Orakel 13/14 (III)

Schnappt euch die Pille

Wenn irgendwo eine Pille herumliegt, halte ich nicht erst einmal an und die Schnauze in die Luft, ich schnappe sie mir und lasse mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden noch älter aussehen als er sonst schon ist. Ist in Wilhelmshaven so, in Hannover und in München. Ich bin immer schneller, wendiger und einfallsreicher. Und das soll bei Hannover 96 wieder einmal anders sein? Zuhause holen sie die Punkte, auswärts schauen sie zu, wenn sich der Gegner die Pille und die Punkte schnappt?

Das geht nicht in meinen Orakel-Hundekopf. Davon habe ich auch schnell die Schnauze voll. Jetzt also erst einmal Schalke und Mainz zuhause. Müssen sechs Punkte sein. Dann sind die nächsten Auswärtsspiele Spitzenspiele, in denen es für die Roten nur etwas zu gewinnen gibt. Ist auch schon mal eine gute Übung für das Pokalspiel.

Außerdem ist Schalke derzeit ein so genannter Aufbaugegner. Wie die ihr Spiel aufbauen, hat man ja auch in dieser Woche gesehen. Nämlich gar nicht. Anschließend behaupten die Spieler sogar noch, sie hätten phasenweise Hervorragendes geleistet. Dann werden sie auch heute gegen halb sechs die Niederlage gegen Hannover 96 hervorragend finden. Das sei ihnen gegönnt.

Dortmund hat gestern Abend gegen Werder Bremen vorgelegt, nun müssen Bayern München, Bayer Leverkusen und Mainz 05 nachlegen. Da muss ich nicht lange überlegen. Werden sie - München gegen Nürnberg, Mainz gegen Wolfsburg und Leverkusen gegen Gladbach. Pfote drauf.

Montag, 19. August 2013

Antibiotika

Wirksamkeit erhalten - Gesundheitsministerin entwickelt Strategie

Hannover. Antibiotika zählen zu den bedeutendsten Entwicklungen der modernen Medizin. Sie wirken bei bakteriellen Infektionskrankheiten und retten in vielen Fällen Leben. Je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto größer ist allerdings das Risiko, dass ihre Wirkung nachlässt.

Daher hat Niedersachsen eine Antibiotikastrategie entwickelt.

„Antibiotika müssen wirksam bleiben", sagt Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. „Ansetzen müssen wir an zwei Punkten. Erstens müssen wir Antibiotika gezielt einsetzen - dort wo sie wirklich nötig sind. Denn nur so können wir die Entwicklung von Resistenzen begrenzen. Zweitens müssen wir die Hygiene verbessern, um die Verbreitung von Resistenzen zu begrenzen."

Die Niedersächsische Antibiotikastrategie:

1. Deutschlandweit werden rund 85 Prozent der Antibiotika von niedergelassenen Ärzten verordnet. Daher hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) im Auftrag des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums gemeinsam mit niedersächsischen Expertinnen und Experten einen Ratgeber für niedergelassene Ärzte entwickelt, der in komprimierter Form praxisnahe Tipps gibt, welche Antibiotika gezielt bei welchen Krankheiten verordnet werden. Dieser Ratgeber liegt jetzt in der ersten Auflage vor. „Der industrieunabhängige Ratgeber berücksichtigt sowohl aktuelle Leitlinien, als auch die derzeitige Resistenzsituation in Niedersachsen und soll Ärztinnen und Ärzten im niedergelassenen Bereich eine Entscheidungshilfe für einen zurückhaltenden und rationalen Einsatz von Antibiotika geben", sagt Dr. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes.

2. Um auch Ärztinnen und Ärzten in Krankenhäusern gezielte Strategien zur Sicherung rationaler Antibiotika-Anwendungen an die Hand zu geben, hat das NLGA im Auftrag des Gesundheitsministeriums gemeinsam mit der Ärztekammer Niedersachsen, der Apothekerkammer Niedersachsen und Fachleuten aus der Infektiologie eine Fortbildung entwickelt.

3. Auch Patientinnen und Patienten oder Eltern von erkrankten Kindern können ihren Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika leisten. Im Fall von grippalen Infekten oder anderen Infektionserkrankungen ist es oft nicht nötig, Antibiotika einzunehmen. Um Patientinnen und Patienten zu erreichen, hat das Ministerium zusammen mit dem NLGA ein Informationsblatt erstellt, das in Apotheken ausgelegen hat und auf den Internetseiten des NLGA abrufbar ist.

4. Auf der Webseite www.antibiotikastrategie.niedersachsen.de stellt das NLGA für Patientinnen und Patienten und für Fachleute zum Thema Hygiene und zum Umgang mit dem Methicillin-resistenten Staphylokokkus aureus, kurz MRSA, bereit.

5. ARMIN (Antibiotika-Resistenz-Monitoring in Niedersachsen) bietet Fachinformationen zur Resistenzlage in Niedersachsen. Die Daten gewinnt das NLGA in enger Zusammenarbeit mit inzwischen 13 niedersächsischen Laboren. Dieses Instrument ist eine Grundlage für die Beratung zur Antibioikatherapie und eine Möglichkeit, Entwicklungen über die Zeit zu beobachten und damit auch zu evaluieren, ob die Maßnahmen greifen.

„Jeder Einsatz von Antibiotika kann die Resistenzentwicklung fördern. Wichtig ist daher erst eine kritische Indikationsstellung und dann eine zielgerichtete Antibiotikatherapie. Der neue Antibiotika-Ratgeber des NLGA erfüllt alle Kriterien, um der Ärzteschaft fundierte und praxisnahe Hinweise für eine zurückhaltende Antibiotikatherapie an die Hand zu geben", erklärt Dr. med. Gisbert Voigt, Vizepräsident der Ärztekammer Niedersachsen. „Besonders positiv hervorzuheben ist, dass er die unterschiedlichen Krankheitsbilder in einzelnen Kapiteln behandelt und die jeweils aktuellen Resistenzen darstellt sowie entsprechende Medikamente nennt. Auch im Bereich der Fortbildung sind wir auf einem sehr guten Weg: Die Ärztekammer Niedersachsen hat sich gerne als Kooperationspartner des NLGA am Ersten Basiskurs Antibiotikatherapie beteiligt. Wir freuen uns über die hohe Resonanz bei den Anmeldungen."

„Rund 22 Millionen Patienten haben im Jahr 2010 ein Antibiotikarezept erhalten. Das sind 31,5 Prozent aller GKV-Versicherten. Innerhalb Deutschlands werden Antibiotika regional unterschiedlich oft verschrieben. Dabei zeigen sich für Kinder und Jugendliche andere regionale Muster als für Erwachsene. Antibiotika gehören zu den häufigsten Arzneimittelverordnungen in Deutschland. Ihr breiter Einsatz wird inzwischen kritisch beurteilt, da sich zunehmend Resistenzen entwickeln und die Mittel dadurch ihre Wirkung verlieren. Daher begrüßt die Kassenärztliche Vereinigung die niedersächsische Antibiotikastrategie", sagt Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).

Um die Verbreitung bereits vorhandener Resistenzen einzuschränken, greift in Niedersachsen bereits die Niedersächsische Hygieneverordnung. Die Leitung jeder medizinischen Einrichtung ist danach für die Hygiene im Sinn eines Qualitätsmanagements verantwortlich. Daneben gibt es ein Begleitgremium, in dem Problemfelder der Hygiene im Kontext mit Antibiotikaresistenzen erörtert und überregionale Strategien abgestimmt werden. Auch auf kommunaler Ebene gibt es in Niedersachsen Netzwerke, zum Beispiel in Osnabrück, der Region Hannover oder das Hygienenetzwerk Südostniedersachsen. Ihr Ziel ist der offene Austausch zwischen den verschiedenen Institutionen, die Patienten betreuen. Wenn zum Beispiel ein mit MRSA besiedelter Patient aus einem Krankenhaus in eine Pflegeeinrichtung überwiesen wird, kann die Einrichtung informiert werden, damit das Personal dort die entsprechenden Hygienemaßnahmen ergreifen kann.

Samstag, 17. August 2013

Liga-Orakel 13/14 (II)

Fluchen die Roten auswärts nicht mehr?

Für mich als Jagdterrier gibt es keinen Auswärts-Fluch. Steht mir der Geruchssinn nach auswärts, lasse ich mich bei Radtouren mit meinem Herrchen erst einmal zurückfallen. Dann gebe ich den Lustlosen, der am liebsten seine Pfoten von sich strecken würde, um auszuruhen. Sobald mein Herrchen vom Rad gestiegen ist, weiß ich schon, wie ich an ihm vorbei- und für eine Nacht ins Tierheim komme, wo ich meinen Erfolg feiere, bis ich wieder nach Hause muss.

Andreasen ist zwar kein Jagdterrier, aber seit er wieder dabei ist, könnten sich bei den Roten auch auswärts die Knoten in den Pfoten lösen. Das ist fast so ein starker Typ wie ich. Ist die Abwehr dann auch noch erste Sané, muss man den Court nicht lange bitten und ist Diouf ein guter Zieler, bleibt Hannover 96 die Nummer 1 im Norden. Sonst nicht.

Ganz andere Sorgen haben Eintracht Frankfurt und Eintracht Braunschweig. Schon nach dem zweiten Spieltag ist das Gegentor-Konto der Hessen fast zweistellig und die Löwen strecken zahnlos im Tabellenkeller alle Viere von sich, weil sie gegen Dortmund mehr als vier bekommen haben.

Donnerstag, 15. August 2013

Disco-Urteil

Schadenersatz wegen Diskriminierung

Hannover (tj). Ein Deutscher türkischer Herkunft bekommt Schadenersatz, weil er nicht in eine Diskothek durfte. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, hat das Urteil des hannoverschen Amtsgerichtes begrüßt.  In einem "weltoffenen Land wie Niedersachsen mit seiner Vielfalt der Kulturen" dürfe kein Mensch wegen seiner Herkunft von Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

Zugleich forderte die Landesbeauftragte die Gaststättenbetreiber auf, ihr Personal besser zu schulen und zu größerer Sensibilität anzuhalten. Das Personal der Diskotheken müsse toleranter werden. Doris Schröder-Köpf: "Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist konsequent anzuwenden. Werden Menschen mit Migrationshintergrund nur wegen ihrer Herkunft von Diskotheken abgewiesen, muss das entsprechend geahndet werden."

Mittwoch, 14. August 2013

Statt Studiengebühren

450 Millionen Euro für die Hochschulen

Hannover. Das Land ersetzt den niedersächsischen Hochschulen die Einnahmen aus dem Wegfall der Studiengebühren zu 100 Prozent. Wenn Niedersachsen die Studiengebühren zum Wintersemester 2014/15 abschafft, bekommen die Hochschulen in gleicher Höhe Studienqualitätsmittel überwiesen. Dafür stellt das Land bis 2018 mehr als 450 Millionen Euro bereit. Zudem wird die Landesregierung einen Hochschulentwicklungsvertrag mit den Hochschulen abschließen, die Studentenwerke finanziell stärker unterstützen, zusätzliche Mittel für die Universitätskliniken bereitstellen und Qualitätsstandards zur Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden verbindlich einführen.

Hochschulen erhalten Studienqualitätsmittel

„Die 450 Millionen Euro, die wir zusätzlich für die Hochschulen ausgeben, sind eine gute Investition in die Bildung. Mit diesem Geld werden wir die Studienbedingungen verbessert", sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić, am Mittwoch vor Journalisten in Hannover. Mit der gesetzlichen Einführung von Studienqualitätsmitteln werde gewährleistet, dass die Hochschulen alle Einnahmen dauerhaft und in voller Höhe aus dem Landeshaushalt ersetzt bekommen, die wegen der Abschaffung der Studiengebühren entfallen. „Damit behalten die Hochschulen in Niedersachsen Planungssicherheit", sagte dazu der Präsident der Landeshochschulkonferenz (LHK), Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach.

Zugleich werden die Studienqualitätsmittel dynamisch an die tatsächliche Zahl der Studierenden angepasst. Das Geld muss zweckgebunden eingesetzt werden, um die Qualität von Lehre und Studienbedingungen zu sichern und zu verbessern.

Hochschulentwicklungsvertrag schafft Planungssicherheit

Zusätzlich vereinbaren das Land Niedersachsen und die 21 Hochschulen einen Hochschulentwicklungsvertrag. Der gibt den Hochschulen weitere Planungssicherheit und schützt sie vor Kürzungen ihres Budgets. Der Vertrag soll noch in diesem Jahr in Kraft treten und regelt auch die inhaltlichen Leitlinien zur Hochschulentwicklung. Zudem werden die Grundlagen für das Hochschulsteuerungs- und Hochschulfinanzierungssystem weiterentwickelt.

Studentenwerke bekommen 1,8 Millionen Euro mehr

Die Service- und Beratungsangebote der Studentenwerke spielen beim Wettbewerb um Studierende eine immer größere Rolle. Die Arbeit der Studentenwerke bildet eine Grundlage für den erfolgreichen Studienverlauf. Weil die Zahl der Studierenden in den letzten Jahren stark gestiegen ist, müssen die Angebote der Studentenwerke ausgebaut werden. Für 2014 wird das Land deshalb den Studentenwerken 1,8 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen. Ihre Finanzmittel steigen damit auf 16,3 Millionen Euro pro Jahr. Damit stärkt das Land die Studentenwerke nachhaltig.

Mittel für Universitätskliniken steigen

Niedersachsen verfügt mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) über zwei bedeutende Einrichtungen der Hochschulmedizin. Beide erfüllen Aufgaben in Forschung und Lehre und auch in der Krankenversorgung. Die Universitätskliniken brauchen dringend Investiti­onsmittel, um marode Medizingeräte zu ersetzen. Wenn das nicht geschieht, werden Einschränkungen in der Krankenversor­gung befürchtet. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen konnte das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) die Investitionsmittel für die beiden Universitätskliniken in Göttingen und Hannover um rund elf Millionen Euro erhöhen.
Qualität in Promotionverfahren sicherstellen

Um die Qualitätsstandards im Promotionswesen zu verbessern, will die Landesregierung Vereinbarungen mit den Hochschulen schließen. So sollen die Professorinnen und Professoren künftig mit ihren Doktorandinnen und Doktoranden Betreuungsvereinbarungen abschließen. Über einen „Betreuungsschlüssel" soll eine Obergrenze für die Anzahl der Promovierenden pro Professor festgelegt werden. Zudem müssen Promotionsverfahren künftig vollständig erfasst werden, was die Dauer oder die Abbruch- und Erfolgsqouten betrifft.

Freitag, 9. August 2013

Inklusive Schule

Bildungsangebot noch nicht groß genug

Hannover. Zum Schuljahresbeginn 2013/2014 wird in Niedersachsen die so genannte inklusive Schule verpflichtend eingeführt. Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, begrüßt diesen Schritt. Zugleich betont er: „Inklusive Bildung ist in allen Lebensbereichen unabdingbar. Das reicht von der Krippe über Kindertagesstätten bis hin zur Erwachsenen- und beruflichen Bildung. Ich fordere daher, dass notwendige Rahmenbedingungen geschaffen und Ressourcen bereit gestellt werden, um die Qualität und Wirksamkeit eines umfassenden inklusiven Bildungsangebots nach Maßgabe der UN-Behindertenrechtskonvention zu gewährleisten."

Inklusion heiße, allen Menschen die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. „Für mich ist ein wesentlicher Bestandteil dabei die Wertschätzung in Bildung und Erziehung", sagt Finke. Die Einführung eines inklusiven Bildungssystems führe zu neuen Spannungen, die alle Beteiligte vor große Herausforderungen stelle, zugleich aber auch große Chancen biete, so Finke.

„Für mich als Landesbeauftragter ist der enge Zusammenhang zwischen inklusiver Bildung und sozialer Integration richtungweisend. Ich plädiere eindringlich für einen Perspektivwechsel mit dem Ziel ‚Bildung für alle'." Das verbriefe wirkungsvoll Chancengleichheit von der Basis an und habe nicht nur Modellcharakter an Schulen.

Montag, 5. August 2013

300 neue Ganztagsschulen

260 Millionen Euro für "Zukunftsoffensive Bildung"

Hannover. Die Niedersächsische Landesregierung will im Rahmen der „Zukunftsoffensive Bildung" in den kommenden vier Jahren mit rund 260 Mio. Euro erheblich in den Ausbau des Ganztagsschulbereichs investieren. „Damit ermöglichen wir einen Quantensprung in diesem Bereich: in der qualitativen Ausstattung des bisher vorhandenen Angebots und mit der Gründung von etwa möglichen weiteren 300 zusätzlichen Ganztagsschulen. Wir investieren in Qualität und Quantität", so die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Mit mehr und besseren Ganztagsangeboten verringere sich auch die immer noch zu große Abhängigkeit des Lernerfolgs von Schülerinnen und Schülern von der sozialen Herkunft der Eltern.

Heiligenstadt: „Mehr Ganztag ist der zentrale Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit".
Mit dem Vorhaben entspricht die Landesregierung dem Wunsch vieler Eltern nach mehr Ganztagsangeboten. Dies hat auch die jüngste Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, wonach sich etwa 70 Prozent der Eltern einen Ganztagsplatz für ihre Kinder wünschen.

„Als perspektivisches Ziel ist ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz - wie in der Studie gefordert - wünschenswert", so Heiligenstadt. „In Niedersachsen geht es jedoch zunächst einmal darum, die vorhandenen Ganztagsschulen vernünftig auszustatten und weitere zu ermöglichen. Wir planen ein Angebot, bei dem Schülerinnen und Schüler verlässlich betreut und pädagogisch sinnvoll gefördert und gefordert werden - anders als bei der Vorgängerregierung, die nur auf eine ‚Ganztagsschule light' gesetzt hat. Dafür ist eine enorme Kraftanstrengung nötig."

In Niedersachsen gibt es derzeit rund 1600 Schulen mit einem Ganztagsangebot. Etwa 1200 davon, die unter Schwarz-Gelb genehmigt wurden, werden bisher jedoch lediglich zu ca. 25 Prozent vom Land finanziert. Zielmarke der „Zukunftsoffensive Bildung" ist die Ausstattung dieser und weiterer Schulen mit bis zu 75 Prozent des vollen Ganztagszuschlages an Lehrerstunden. Damit können erhebliche notwendige Qualitätsverbesserungen erzielt werden. Die „Zukunftsoffensive Bildung" ist auf den Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung bis 2017 ausgelegt und muss vom Niedersächsischen Landtag beschlossen werden.

„An den Schulen werden völlig andere pädagogische Konzepte möglich" sagte Heiligenstadt. „Wo bisher am Nachmittag eher Betreuungsangebote stattfinden, werden Schülerinnen und Schüler künftig gemäß ihrer Stärken und Schwächen bedarfsgerecht gefördert werden können. Das Nachmittagsangebot kann besser mit dem Vormittagsunterricht verzahnt werden. So kann endlich eine pädagogische Einheit im Ganztagsbereich entstehen".

Für das langfristige Ziel eines Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsschulplatz, so die Ministerin, sei jedoch die Unterstützung des Bundes notwendig: „Die Erfahrung mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz hat gezeigt, dass die Kommunen und das Land mehr Unterstützung brauchen, die nur der Bund bieten kann."

Sonntag, 4. August 2013

Liga-Orakel 2013/14

Guten Abend,
hallo Fans,

da bin ich wieder. Euer Orakel-Hund, der auch in der nächsten Saison (fast) alle Ergebnisse richtig vorhersagen wird. Wieder bin ich bestens vorbereitet. Habe den "kicker" gelesen und "Sport-Bild". Dennoch wollen wieder einige klüger sein als ich. Schon 46 Tage vor Saisonbeginn hat Rainer Calmund in "Bild am Sonntag" die gesamte Hinrunde getippt. Der sollte lieber Flüge verticken, wenn er nicht gerade aus einem Ruderboot fällt. Aber natürlich, du Dickerchen: Erneut spritzen die Bayern an die Spitze, Dortmund paddelt hinterher. Für so was braucht man doch keinen Fußballverstand, wie nur ich ihn habe. Dafür braucht man nur ein Kurzzeitgedächtnis.

Schauen wir uns also den ersten Spieltag etwas genauer an. Eröffnet wird die Saison mit einem so genannten "Klassiker". Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach. Der Tipp von Rainer Calmund: 3 : 1 für Guardiola. Dass ich nicht winsele. Wenn Uli Hoeneß auf der Tribüne sitzt, spielt der FCB gegen den Staatsanwalt. Die Gladbacher kommen also gar nicht bis zum Strafraum. Die bekommen keine Chance zur Bewährung. Schießen kein Tor. Jedenfalls nicht selbst. Und wenn Uli Hoeneß nicht auf der Tribüne sitzt? Dann tippe ich dieses Spiel nicht...

Verpfotet habe ich mich in der vorigen Saison eigentlich nur bei den Spielen von Hannover 96. Die Roten kehren mit gebrochenen Ohren aus Hamburg zurück. Bei der Victoria haben sie eine mühsame Victoria gefeiert, aber gegen Wolfsburg macht das Gewinnen Spaß. Was jedoch tippt Calmund? 1 : 1! Man, das ist ein Derby, bei dem es hoch hergehen wird. Rauf - und manchmal auch ein Wolfsburger vom Platz runter. Bis zum Sieg für Hannover 96. Wenn auch das wieder falsch ist, streiche ich die Roten aus meinem Orakel-Plan.

Pfote drauf!