Freitag, 29. Juni 2012

Gewalttäter Sport

Zwei Hooligans klagen vor Verwaltungsgericht

Hannover (tj). Zwei Hooligans ziehen am 4. Juli vor das Verwaltungsgericht in Hannover: Der erste Kläger ist am 5. Februar nach einer Schlägerei mit Ultras des VfL Wolfsburg in einer hannoverschen Altstadtkneipe festgenommen worden. Ihm wurden die Kosten für seinen Aufenthalt in einer Zelle aufgebrummt. Außerdem bekam er ein gerichtliches Gefährdungsschreibenn und einen Eintrag in die Datei "Gewalttäger Sport".

Der zweite Kläger will sich nicht damit abfinden, dass er bei Heimspielen von Hannover 96 die Altstadt der niedersächsischen Landeshauptstadt meiden soll.

Die Verhandlungen beginnen um 11 Uhr.

Aktenzeichen - 10 A 1849/11; 10 A 1994/11; 10 A 2573/11 -

Aktenzeichen - 10 A 2094/11 -


Mittwoch, 27. Juni 2012

Das Liga-Orakel

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Jagdterrier zieht Kahn, Scholl und Netzer das Experten-Fell über die Ohren

Ehrlich gebellt: Vor der Europameisterschaft in der Ukraine und in Polen habe ich noch keine Ahnung vom Fußball gehabt. Doch dann tauschte ich an einem Kiosk ein paar Leckerlis gegen das "kicker"-Sonderheft zur Uefa-Euro 2012 und orakelte bisher nur ein Ergebnis falsch, alle anderen also richtig. Das hat mich als Jagdterrier so berühmt gemacht, dass darüber noch keine Zeitung berichtete, auch Fernsehen und Radio schickten lieber so genannte Experten wie Oliver Kahn und Mehmet Scholl an die Mikrophone, statt mich zu fragen.

Denen schicke ich nun eine Orakel-Kampfansage für die Bundesligasaison 2012/2013, die am 24. August 2012 mit dem Spiel Borussia Dortmund gegen Werder Bremen beginnt. Spieltag für Spieltag werde ich Günter Netzer das Experten-Fell über die "Bild am Sonntag"-Ohren ziehen, bis er endlich sagt: "Flasche leer". Dem schreibe ich jetzt schon diese Schlagzeile in das "Machet, Günter"-Nostalgiebuch:

Schlagzeile vom 20. September 1965.




Mein erstes Orakel lautet also: Der BVB stürmt die Lüftchen-Bremer aus dem Stadion. Wie Hannover 96 leider nicht die Lieblingsmannschaft aller Dortmunder. Die kann mit einem 2 : 2 wieder nach Hause, also nach Lüdenscheid, fahren. Schalke 05 hat die Carmen Thomas 1973 genannt. Nach dem ersten Spieltag der Saison 2012/13 werden die wieder in Schalke 04 umgetauft...

Auf Wiederbellen

Mike Tjaden
Der erste terrieristische Schriftsteller

Freitag, 22. Juni 2012

Fragestunde

 

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 22. 6. 2012 - TOP 34. Antwort von Verkehrsminister Jörg Bode auf die mündliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Silke Lesemann, Heinrich Aller, Marco Brunotte, Wolfgang Jüttner, Sigrid Leuschner, u. a. (SPD)
Die Abgeordneten Dr. Silke Lesemann, Heinrich Aller, Marco Brunotte, Wolfgang Jüttner, Sigrid Leuschner, Stefan Politze und Stefan Schostok (SPD) hatten gefragt:



Nach langjährigen Bemühungen ist es gelungen, zwischen Bund, Land Niedersachsen und DB AG eine Finanzierungsvereinbarung für den Bau des Megahub Güterverkehrszentrums (GVZ) Lehrte zu erreichen. Die Anlage wird maßgeblich zur Optimierung des Schiene-Schiene-Umschlags im deutschen Güterverkehr beitragen und die Region Hannover in nationale und internationale Netze des Kombinierten Verkehrs integrieren. Es ergeben sich zugleich erhebliche Synergieeffekte auch für die deutschen Seehäfen.

Die maßgeblich betroffenen Städte Lehrte und Sehnde wie auch die Region Hannover gehen davon aus, dass mit Inbetriebnahme der Megahub-Anlage erheblich mehr Lkw-Verkehre zu verzeichnen sein werden als bisher prognostiziert. Mit Sorge wird gesehen, dass zwar die Planfeststellung für den vierstreifigen Ausbau der B 65 zwischen Anschlussstelle Hannover-Anderten und L 385 bis Ende 2012 abgeschlossen werden kann, jedoch die Realisierung des Ausbaus bis zum Regelbetrieb der Anlage Ende 2016 wegen der fehlenden Finanzierung nicht abzusehen ist.

Wir fragen die Landesregierung:
  1. Teilt die Landesregierung die Auffassung der betroffenen Kommunen, dass die Verkehrsbelastung durch das Megahub GVZ künftig steigen wird, und, wenn ja, wie wird sich die Zunahme des Verkehrsaufkommens aus ihrer Sicht entwickeln?
  2. Welche Verkehrskonzepte verfolgt die Landesregierung, um das Megahub GVZ künftig in die bestehende Verkehrsinfrastruktur einzubinden?
  3. Welche Bundes- und Landesmittel werden in welchen Jahren für welche Straßenbaumaßnahmen im Zusammenhang mit dem Megahub zur Verfügung gestellt?
Verkehrsminister Jörg Bode beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Beim MegaHub in Lehrte handelt es sich im Kern um eine Schiene-Schiene-Umschlaganlage. D.h. ähnlich wie in einem Rangierbahnhof werden Container zwischen unterschiedlichen Zügen derart getauscht, das diese den MegaHub nach kurzem Aufenthalt zielrein beladen verlassen können. Dieser Vorgang hat keine Auswirkungen auf die Belastungen des Straßennetzes.
Daneben ist ergänzend auch ein Schiene-Straße-Umschlag möglich. Heute müssen aus dem Güterverkehrszentrum (GVZ) Lehrte Container für den Schienentransport zunächst zum Terminal in Linden gefahren werden. Sie belasten damit das Straßennetz. Diese Transporte entfallen künftig. Darüber hinaus besteht die Erwartung, dass durch ein attraktives Zugangebot in Lehrte weitere Ladungen aus dem GVZ, die heute auf der Straße gefahren werden, für die Schiene gewonnen werden können.

Bereits mit dem Bau des GVZ ist die Planung der MegaHub-Anlage Gegenstand des Verkehrskonzepts gewesen. Hierfür ist beim Ausbau der Autobahn A 2 die Anschlussstelle entsprechend leistungsfähig für einen erhöhten Schwerverkehr ausgebaut worden. Ferner wurde als äußere Erschließung des GVZ und als Zufahrt zur Anlage des kombinierten Verkehrs die Westumgehung Lehrte gebaut. Damit steht eine leistungsfähige Anbindung des Areals an das Fernstraßennetz zur Verfügung. Entsprechend gering ist die Belastung des nachgeordneten Netzes im Schwerverkehr. Aufgrund der beschriebenen Sachlage ist mit einer Zunahme der Schwerverkehrsbelastung in Folge des Baus der MegaHub-Anlage nicht zu rechnen.

Unabhängig davon wird die Planfeststellung für den vierspurigen Ausbau der B 65 zwischen der A 7 und der L 385 bei Ahlten vorangetrieben. Der Zeitpunkt des Baubeginns des ca. 2,5 Mio. € kostenden Bauvorhabens hängt maßgeblich davon ab, wann ein unanfechtbarer Planfeststellungsbeschluss vorliegt. Die notwendigen Bundesfernstraßenmittel werden zeitnah zur Verfügung gestellt, sobald die baurechtlichen Anforderungen vorliegen.
Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Fragen namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1.:
Nein.

Zu 2. und 3.:
Auf die Vorbemerkung wird verwiesen.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Stipendien

Für drei Komponisten und einen Jazzmusiker

Hannover. Das Land Niedersachsen fördert in diesem Jahr drei Komponisten und einen Jazzmusiker mit Stipendien in Höhe von insgesamt 27.000 Euro. „Wir wollen vor allem bei der jüngeren Musikergeneration Begabung und musikalische Qualität würdigen. Mit unserer Förderung geben wir den freischaffenden Künstlern die Möglichkeit, sich auf ihre kreative Arbeit mehrere Monate konzentrieren zu können und dieser so neue Impulse geben zu können", sagte Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka.

Der 29-jährige Komponist Tobias Klich erhält ein Arbeitsstipendium in Höhe von 9.000 Euro. Er kann damit eine Klanginstallation für das Klangstelenfeld auf dem Platz der Weltausstellung in Hannover realisieren. Die Installation ist Teil des Projekts „My Daily Experiences" des Netzwerks Musik 21 Niedersachsen. Klich studierte Komposition und Gitarre an der Hochschule für Musik „Franz Liszt" in Weimar und im Anschluss bei Prof. Younghi Pagh-Pan und Prof. Kilian Schwoon an der Hochschule für Künste Bremen. Er erhielt bereits mehrere Kompositionsaufträge von bedeutenden Klangkörpern, beispielsweise dem MDR Sinfonieorchester oder von Festivals zeitgenössischer Musik und Kunst, wie der „Donaueschinger Musiktage".

Der Komponist Saed Haddad erhält ein Arbeitsstipendium in Höhe von 6.000 Euro für eine Werkreihe für Streichquartett, die durch die perspektivischen Bilder des Grafikers Maurits Cornelius Escher inspiriert wurde. Der 1972 geborene Haddad studierte zunächst Philosophie in Jordanien und Belgien und im Anschluss Komposition in Jerusalem und London, wo er 2005 im Fach Komposition promovierte. Haddad arbeitet mit internationalen Größen der zeitgenössischen Musik zusammen, so dem Ensemble Modern, Klangform Wien oder dem Nieuw Ensemble.

Die Komponistin Snezana Nisic, die unter anderem als Dozentin für Interpretation Neuer Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover lehrt, erhält für die Entwicklung mehrerer vor allem szenischer Projekte ein Arbeitsstipendium in Höhe von 6.000 Euro. Dazu zählen die Komposition des Musiktheaters „The Rain Passed Off" und die interdisziplinäre Opernproduktion „Human Light". Die serbische Künstlerin studierte Komposition und Akkordeon in Kiew und Hannover. Sie arbeitet unter anderem mit dem renommierten Gewandhaus zu Leipzig und der Staatsoper Hannover zusammen.

Der Jazzer Malte Schiller erhält ein Arbeitsstipendium in Höhe von 6.000 Euro für innovative Musikproduktionen. Ziel seiner Arbeit ist es, typische Elemente des Jazz mit denen klassischer Musik zu verbinden und zu erweitern. Dafür ist eine Kooperation des Ensembles „Malte Schillers Red Balloon" unter anderem mit einem Streichquartett sowie verschiedenen Bläsersolisten angedacht. Malte Schiller ist mehrfacher Preisträger im Bereich Jazz und moderner Bigband und seit 2011 künstlerischer Leiter der Nordwest Bigband Oldenburg.

Die Empfehlung für die Vergabe der Stipendien gibt die Niedersächsische Musikkommission, der fünf Fachleute aus dem niedersächsischen Musikleben angehören.

Serdar Saris (II)

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Der Tross ist zur Step gGmbH umgezogen

Der Sozialpädagoge Ruthard Stachowske, 1993 Gründer der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) unter dem Dach der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, hat seine Brille abgenommen. Die Sozialpädagogin Heidrun Girrulat legte sich eine neue Frisur zu. Enger denn je können beide nun im Institut für mehrgenerationale Familientherapie esoterisch zusammenarbeiten, möglicherweise reicht es demnächst auch für eine eigene Institutsadresse, denn bisher wird die Privatadresse von Stachowske benutzt.

Der Tross, der meine Seiten über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch aufmerksam verfolgt hat, ist zu diesem blog umgezogen, weil jetzt die Step gGmbH aus Hannover den Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg stellt. Sie bleiben sich und somit mir treu. In jeder Hinsicht?

Zur Beantwortung dieser Frage kehren wir ins Jahr 2011 zurück. Gisela van der Heijden übernimmt die Geschäftsführung der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, Ruthard Stachowske besorgt sich ihren Angaben zufolge Berichte über mich, die 2003 und 2004 nach meinem Umzug von Burgdorf nach Wilhelmshaven u. a. von dem damaligen Burgdorfer CDU-Ratsherrn Paul Rohde verfasst worden sind und will sie so von einer Kontaktaufnahme mit mir abhalten, was ihm nicht gelingt, weil ich Rohdes Lügen entlarve, im Februar 2011 bekomme ich einen Anruf von einem Mitarbeiter der Finneck-Stiftung bei Erfurt, der über seine ehemalige Chefin behauptet, sie habe wegen eines falschen Doktor-Titels vor Gericht gestanden, was ebenso frei erfunden ist wie Rohdes von ihm selbst gedruckte Märchen, Gisela van der Heijden berichtet von anonymen Briefen an die Kostenträger, jemand stellt unter meinem Namen gefälschte oder erpresste Dokumente über Ex-Klientinnen und andere Betroffene der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch ins Netz, in weiteren anonymen blogs nimmt man sich van der Heijden zur Brust, einem Ex-Klienten wird gedroht, nach dem zweiten Termin vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg, den Stachowske erfolgreich gestaltet, kündigt die stellvertretende TG-Leiterin Heidrun Girrulat und ist neuerdings flügge.

Und bei Serdar Saris als Nachfolger von Gisela van der Heijden legen sie die Hände in den Schoß? Oder glühen schon die Drähte, werden bereits Erkundigungen über den neuen Geschäftsführer ein- oder an den Haaren herbeigezogen? Paul Rohde ist seit Jahren mindestens mit einem hannoverschen Regionsabgeordneten spinnefeind, die Grünen mag er etwa so wie unsereins 14 Tage Regenwetter, auch die Tatsache, dass er 1988 in Burgdorf eine Wochenzeitung gegründet hat, bei der ich nach seinem Ausscheiden verantwortlicher Redakteur wurde, ist ihm immer noch nicht so ganz geheuer.

Serdar Saris wird wohl aufpassen müssen. Rohdes Archiv aus Tatsächlichem, Fragwürdigem und frei Erfundenem ist in der Region Hannover berüchtigt. Stachowske will sicherlich die Abfindung, die er von der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg bekommt, nicht auf die hohe Kante legen, sondern in weitere gemeinsame Projekte mit Heidrun Girrulat investieren. Die Fehler, die Gisela van der Heijden gemacht hat, darf Serdar Saris nicht wiederholen. Sie hat bei Betroffenen die Hoffnung geweckt, dass sich alles zum Besseren wendet und ließ sich in Grabenkämpfen verschleißen, ganz nebenbei brach sie Versprechen, die sie Familien beim Kampf um ihre Kinder gegeben hatte. Ihren Gegnern in und außerhalb der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg konnte sie nicht Paroli bieten.

Heißt es erneut: Warten auf den ersten anonymen Brief?

Serdar Saris (III): Angestellter plant Meisterwerk über Cyberstalking

21. Juni 2012

Die Sucht-Mafia von Lüneburg

Hier lesen

Dienstag, 19. Juni 2012

Stummer Florian Meyer

Florian Meyer: Kein entscheidendes Wort aus Burgdorf

Ein entscheidendes Wort aus Burgdorf bei Hannover kann Folgen haben. Weiß Ursula von der Leyen, die dort wohnt, als Bundesarbeitsministerin. Weiß ebenfalls ihr Vater Ernst Albrecht, der ebenfalls dort wohnt, und als Ministerpräsident auch schon einmal auf Knöpfen herumgedrückt hat, die so wenig bewirkten wie seine zum Knopfdruck gehaltenen Reden, mit denen er sich deswegen lächerlich machte. Weiß auch Gerhard Schröder, der nebenan gewohnt hat, und seiner Frau Hillu bei einem Einkaufsbummel in Burgdorf beibringen musste, dass sie nicht alles haben kann, was sie offenbar erst begriff, als er eine andere hatte.

Kein entscheidendes Wort aus Burgdorf bei Hannover kann ebenfalls Folgen haben. Weiß jetzt Schiedsrichter Wolfgang Stark, weil in der 27. Minute seine Pfeife stumm blieb und sein Assistent an der Torauslinie Florian Meyer, der in Burgdorf wohnt, stumm. Sergio Ramos hatte soeben seinen Gegenspieler Mario Mandzukic umgenietet, als Stark und Meyer mit ihren Gedanken wohl gerade bei ihren Lieben daheim waren. Heimweh ist ein Gefühl, da kann sich niemand auf ein Spiel konzentrieren

Jogi Löw, Hansi Flick und Andy Köpke (Foto) amüsierten sich auf der Tribüne köstlich und schlossen noch am gleichen Abend Werbeverträge mit Fielmann ab, die heute von Apollo Optik überboten wurden, während sich die Presse aus Kroatien mit Beschimpfungen des Schiedsrichters überbot, Florian Meyer aber verschonte - weil alle in Europa wissen: Kein entscheidendes Wort aus Burgdorf bei Hannover kann Folgen haben - für denjenigen, der weiter weg gestanden hat. 
Joachim Löw
Wenn ein Wolfsburger hinfällt, fällt
kein Burgdorfer darauf herein.


Montag, 18. Juni 2012

Wirtschaft braucht Fachkräfte

7,2 Millionen Euro für 49 Qualifizierungsprojekte

Hannover. „Die niedersächsische Wirtschaft wächst dynamisch und sucht weiter qualifiziertes Personal. Zur Absicherung der Fachkräftebasis in den Betrieben setzen wir deshalb auf Bildung und Qualifizierung für alle Zielgruppen", hat Niedersachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Jörg Bode heute 49 Qualifizierungsprojekte vorgestellt, mit denen die berufliche und die persönliche Entwicklung von mehr als 2 200 Arbeitslosen und Beschäftigten gefördert werden soll.

Dafür stellt das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Rahmen der Förderprogramme „Arbeit durch Qualifizierung" (AdQ) sowie „Weiterbildungsoffensive für den Mittelstand" (WOM) aktuell 7,2 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. 6,2 Millionen Euro entfallen auf 41 Projekte zugunsten von Langzeitarbeitslosen und 1 Million Euro auf acht Projekte zugunsten Beschäftigter überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen.

Freitag, 15. Juni 2012

Benzinpreis-Bremse

Bundesrat fordert von Bundesregierung gesetzliche Schritte

Berlin. Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung einen Antrag Niedersachsens beschlossen, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, neben den Regelungen für mehr Transparenz am Kraftstoffmarkt zusätzlich eine Benzinpreisbremse einzuführen. „Wir müssen neben der Markttransparenzstelle für den Bereich den Instrumentenkasten um ein Werkzeug erweitern und damit den Wettbewerb an den Zapfsäulen auch von anderer Seite stärken. Die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung auf dem Kraftstoffmarkt sind hier aus meiner Sicht nicht ausreichend", so Bode in seiner Rede im Plenum des Bundesrates. „Nur eine Beobachtung der Preisbildung auf den Kraftmärkten reicht nicht aus. Eine Erhöhung der Transparenz und eine Stärkung des Wettbewerbs können nur dann realisiert werden, wenn auch eine gesetzliche Benzinpreisbremse eingeführt wird."

Nach den Vorstellungen Bodes soll eine Regelung geschaffen werden, nach der die Tankstellenbetreiber ihre Preise zu einem bestimmten Zeitpunkt der Markttransparenzstelle zur Veröffentlichung melden müssen. Diese sollen dann, in Anlehnung an das westaustralische Modell, für 24 Stunden ihre Gültigkeit behalten. „Diese Preisstabilität für einen Tag soll es den Verbrauchern erleichtern, zwischen den Angeboten der verschiedenen Wettbewerber zu entscheiden", so Bode weiter. „Kleineren Mitbewerbern wird zudem so die Teilnahme am Wettbewerb auf dem Mineralölmarkt erleichtert, weil sie nicht fürchten müssen, quasi stündlich unterboten zu werden. Dies kann aus meiner Sicht entscheidend dazu beitragen, die oligopolistische Struktur auf dem Kraftstoffmarkt zu entschärfen."

Zudem sollten die Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet werden, ihre Kraftstoffpreise in einer im Internet veröffentlichte Datenbank einzustellen. Bode: „Ich bedauere, dass beide Forderungen von der Bundesregierung im Entwurf zum Markttransparenzstellengesetz bisher nicht umgesetzt wurden."

Eine derartige Preisbremse müsse den Gegebenheiten des deutschen Marktes angepasst werden, so Bode abschließend. „Insbesondere darf sie die Existenz kleiner und mittlerer, freier Tankstellen nicht gefährden. Es muss geprüft werden, ob deren Betreiber von den Regelungen einer Benzinpreisbremse freizustellen sind." Denkbar wäre demnach eine Regelung, wonach die Betreiber kleiner und mittlerer freier Tankstellen die Möglichkeit erhalten, sich freiwillig den gesetzlichen Regelungen einer Benzinpreisbremse zu unterwerfen und selbst zu entscheiden, ob sie ihre Kraftstoffpreise freiwillig in die Internetdatenbank einstellen.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Serdar Saris

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Ehemaliger Fraktionschef der Grünen nun auch Geschäftsführer einer Skandal-Einrichtung

Nun ist er auch Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, die seit Jahren von Skandal zu Skandal eilt, mit Ruthard Stachowske bis Anfang Juli 2011 einen Sozialpädagogen beschäftigt hat, der in einer angeblich familienorientierten Drogentherapie-Einrichtung Familien zerstörte, Mütter wegsperrte und gegen den die Staatsanwaltschaft von Lüneburg ermittelt: Serdar Saris, der am 1. September 2009 als Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung zurücktrat, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen. Dazu hieß es damals auf den Internet-Seiten der Grünen: "Serdar Saris wird ab April 2010 Geschäftsführer der STEP gGmbH. ´Dieser neuen Aufgabe werde ich mich zeitlich und inhaltlich ganz widmen.´"

Zur Person: Von 1996 bis 2001 war Serdar Saris Ratsherr im Rat der Landeshauptstadt Hannover, seit 2001 Regionsabgeordneter in der Regionsversammlung Hannover und Fraktionsvorsitzender der Grünen, die mit der SPD eine Gruppe bildeten.

Die  Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg wurde im Februar 2012 100-ige Tochter der STEP gGmbH. Da hieß die Geschäftsführerin noch Gisela van der Heijden, die Anfang 2011 den entlassenen Geschäftsführer Mathias Lange abgelöst hatte. Van der Heijden war bis Ende 2009 kaufmännischer Vorstand der Finneck-Stiftung bei Erfurt und behauptete voriges Jahr, in dieser Einrichtung seien Behinderte vernachlässigt worden bis hin zu Tod und Koma. Die Staatsanwaltschaft von Erfurt hat deswegen Ermittlungen eingeleitet.

Gisela van der Heijden war kaum in Lüneburg, als der Nervenkrieg begann. Alle schossen gegen alle, nach der fristlosen Entlassung von Ruthard Stachowske als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch ging es noch höher her, im Internet tauchten anonyme Veröffentlichungen auf, Kostenträger und Kritiker bekamen anonyme Briefe.

Da hatte Ruthard Stachowske bereits mehrere 10 000 Euro für juristische Auseinandersetzungen mit einer Ex-Klientin und mit mir durch den Sucht- und Jugendhilfe-Schornstein gejagt, weil er die meisten Verfahren verlor, erfolgreich wehrte er sich jedoch vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg gegen seine fristlose Entlassung. Der nächste Termin ist für Juli 2012 anberaumt worden.

In den vergangenen Monaten ist Gisela van der Heijden fast nur noch krank gewesen, jetzt warf sie das Handtuch und will in ihre schwäbische Heimat zurückkehren. Wie hoch die Abfindung ist, die Ruthard Stachowske bekommt, bleibt abzuwarten, sein Nachfolger in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch ist Wilfried Osterkamp-Andresen, ebenfalls Mitglied der Grünen, der bei Treffen mit Ex-Klienten gestanden hat, dass er nicht weiß, wie er die Einrichtung auf Kurs bringen soll.

Die ehemalige Stellvertreterin von Osterkamp-Andresen macht weiter Vortragsreisen mit Stachowske, Ex-Klientinnen kämpfen um ihre Kinder, die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg hat mehr Baustellen als die Stadt Lüneburg. Wie Serdar Saris die von Hannover aus schließen will, ist rätselhaft. Gisela van der Heijden begab sich mitten ins Getümmel - und scheiterte...

Eine der ersten Amtshandlungen des Ex-Fraktionschefs der Grünen könnte sein: Da die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg seit Monaten nach meiner Auffassung gegen eine Vereinbarung mit mir verstößt, die Sache aus der Welt schaffen. Eine mail hat Serdar Saris bereits von mir bekommen. Anschließend sollte er sich das Personal in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch genauer anschauen. Viele Teammitglieder sind ehemals Drogenabhängige...

Serdar Saris (II): Der Tross ist umgezogen




Montag, 11. Juni 2012

Jugend macht Stadt

Junge Leute sollen Pläne schmieden

Hannover. Wie können Jugendliche stärker in die städtebaulichen Planungen der Kommunen eingebunden werden? Welche Bedürfnisse junger Menschen sind bei der Stadtentwicklung zu berücksichtigen? Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich die Regionalkonferenz ‚Jugend macht Stadt!', die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration durchgeführt wurde.

„Junge Menschen wollen ihre Nachbarschaft aktiv mitgestalten. Eine moderne Stadtentwicklung muss daher auch Jugendliche stärker in ihre Planungen einbinden. Es gilt, die kreativen Potenziale der jungen Leute zu aktivieren, aufzugreifen und zu unterstützen", sagte Niedersachsens Sozial- und Bauministerin Aygül Özkan bei der Konferenzeröffnung. Die Konferenz diene dem Austausch der städtebaulichen Partner und stelle gute Beispiele und Modelle zur Jugendbeteiligung vor, so Özkan.

„Wir wollen Städte und Gemeinden dabei unterstützen, Jugendliche anhand ganz konkreter Projekte einzubinden. Deshalb haben wir in der Projektreihe ‚Jugendliche im Stadtquartier' bisher rund 50 Modellvorhaben in ganz Deutschland gefördert", sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesbauminister, Enak Ferlemann.


Dazu gehört beispielsweise das Oldenburger Projekt „Donnerschwee wird freizeitfit", welches im Mai 2012 mit dem 1. Preis im europäischen Wettbewerb „City for Children" ausgezeichnet wurde. Grundgedanke der Projektreihe ist es, Jugendliche nicht als Konsumenten, sondern als Akteure der Stadtentwicklung anzuerkennen und zu fördern. In den Projekten wurde eine Vielzahl von Instrumenten entwickelt und angewendet, um Jugendliche intensiver bei der Stadtentwicklung mitwirken zu lassen.

Dienstag, 5. Juni 2012

Schlecker pleite

Arbeitslose sollen schnell wieder Jobs bekommen

Hannover. „Das jetzt angekündigte endgültige Aus für Schlecker ist für die zahlreichen Beschäftigten des Unternehmens und ihre Angehörigen ein harter Schlag. Für die Landesregierung bleibt es daher das oberste Ziel, die von der Insolvenz betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell in neue Jobs zu vermitteln", so Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode heute in Hannover. „Wir arbeiten eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Sie sieht aufgrund der ca. 260.000 Stellen im niedersächsischen Einzelhandel und einer hohen Arbeitsmarktdynamik gute Chancen für eine schnelle Vermittlung der Schleckerbeschäftigten." Darüber hinaus habe man im Mai einen runden Tisch mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, Vertretern des Einzelhandelsverbandes und des Fleischerei- und Bäckereihandwerks gegründet. Hier  bespreche man Maßnahmen, mit denen etwa Schlecker-Mitarbeiterinnen für das Bäcker- und Fleischerhandwerk schnell weiter qualifiziert werden könnten.

Bode sagte außerdem, dass sich Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern bei den Vermittlungserfolgen der von der ersten Kündigungswelle betroffenen Mitarbeiterinnen im vorderen Bereich befinde: „Von den gut 1.000 arbeitslos und arbeitsuchend gemeldeten ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen haben bereits über 230 einen neuen Job gefunden. Weitere 300 befinden sich derzeit in Maßnahmen wie PC-Kursen, Bewerbungstrainings und betrieblichen Praktika der Arbeitsagentur, um schnell eine neue Beschäftigung aufnehmen zu können."

Bode betonte gleichzeitig, dass die Landesregierung nach wie vor zu der Entscheidung stehe, keine Bürgschaft für eine Transfergesellschaft des Unternehmens Schlecker mitzutragen: „Die Dinge sind genau so gekommen, wie wir befürchtet haben. Die Finanzierung stand von Anfang an auf tönernen Füßen. Hier Steuergeld einzusetzen wäre nicht verantwortbar gewesen." Mit der Unterstützung einer Transfergesellschaft hätte man nicht ein bestehendes Unternehmen in seinem Kern erhalten, sondern lediglich eine unnötige Parallelstruktur zur Bundesagentur für Arbeit aufgebaut. Eingegangene staatliche Absicherungen hätten sich nun zu Lasten des Steuerzahlers ausgewirkt. Bode abschließend: „Im vergangenen Jahr gab es im Übrigen deutschlandweit 30.000 Insolvenzen. Betroffen waren 236.000 Mitarbeiter. An Forderungen nach Sonderfonds seitens der Gewerkschaft ver.di für all diese Beschäftigten kann ich mich dabei nicht erinnern."